Reise durch Mainfranken


Fahren Sie doch einfach mal von der Autobahn bei Kitzingen ab, rein ins schöne Mainfranken. Hier finden Sie alte kleine Städte, vielfach noch mit Stadttoren und Stadtmauern, einem wunderbar erhaltenen Stadtkern. Das ist ein schönes Stück Deutschland, das man auch bei einem Viertel-Frankenwein in schattigen Innenhöfen genießen kann. So sahen viele Städte in Deutschland vor der Zerstörung 1945 auch in den deutschen Ostprovinzen aus. Eine besondere Seltenheit findet der Reisende in Wolframs-Eschenbach, ein Gedenkstein an die Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat im Osten.

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4 responses to this post.

  1. […] Nehmt euch diese Zeit und berichtet uns. Wir haben an dieser Stelle schon über die Schönheiten Mainfrankens berichtet und bei http://www.runder-tisch-niederbayern.de über unser […]

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  2. Posted by Suum Cuique on 20. Juni 2012 at 16:56

    Sehr richtig, gleichzeitig sollte man aber auch den Versuch wagen, das eigene
    Land geistig zu durchdringen. Erkennen, was man ist, wo man steht und welchen Weg man einzuschlagen hat, um dem eigenen Vaterland eine Zukunftsrichtung zu weisen. Auf die gegenwärtig herrschende Obrigkeit sollte man da nicht warten, und sich noch weniger auf sie verlassen. Jeder, ganz individuell, kann durch Studium und Erkenntnis – und nicht zuletzt durch eigenes Handeln den Schicksalsweg des seines Volkes auf vielfältigste Weise beeinflussen. Sie hatten es ja an anderer Stelle angeregt, lieber “rundertischdgf”, Netzwerke bilden, andere “rundetische” einrichten, von unten den Kurs oben zu korrigieren versuchen. Im Zeitalter des wertfreien Einserabiturs wieder mehr
    auf Wissen, Erfahrung und daraus resultierender Erkenntnis setzen.
    Mit den Kommentaren die ich in den letzten Tagen bei Ihnen gepostet habe, versuche ich Denkanstöße zu geben und gelegentlich auf die Betrachtung der Dinge aus einer anderen Perspektive hinzuweisen. Stößt dies auf Zustimmung, ist dies ein Ansporn, nicht weniger jedoch, wenn ich dabei auch Kritik und Widerspruch hervorrufe. Über anregende Diskussionen, immer mit etwas distanzierter Ironie, freue ich mich sehr.

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  3. Posted by Suum Cuique on 20. Juni 2012 at 11:26

    „Wir Franzosen stammen von den (Anm.: keltischen) Galliern ab“, so trichterte man es französischen Schülern (auch indochinesischen und afrikanischen in den Kolonien)
    ein; die germanischen Normannen ganz vergessend und die ebenfalls germanischen Franken völlig ignorierend, denn dummerweise bezeichnete der römische Baedeker Tacitus die Bewohner zwischen Rhein, Donau und Elbe als „Germanen“. Eine grobere anthropologische Mißdeutung hätte er wohl kaum begehen können.

    So ganz nach allgemeiner Germanenart, drängte es die Franken in die Ferne, keltische Volksstämme östlich des Rheins unterwerfend. Ihr Weg führte sie auch an den Main. Im Gegensatz zu den Chatten, Sueben und Bajuwaren hatten die dortigen keltischen Bewohner wohl keinen Namen. Die Franken benannten das Gebiet deshalb
    einfach nach sich selbst: Franken.
    Ebenso, wie für die namenlosen keltischen Nachfahren des späteren Deutschland ein nicht geringer Teil ihres Landes heute einfach „Polen“ ist. Den germanischen Franken leisteten allerdings zumindest die ebenfalls germanischen Sachsen Widerstand – mit dem für die Menschen in Mitteleuropa auch später üblichen Schicksal.

    Franken: Dominalprovinz des Deutschen Reiches. Kein eigenes Herzogtum, kein eigenes Kurfürstentum, nicht einmal ein eigener Name. Namenlosigkeit scheint Deutschlands Schicksal zu sein. Es ist ganz offenbar mehr keltisch als germanisch.

    Ja, die Germanen. Als Normannen eroberten sie England. Die Franken vollendeten ein Reich von Flandern bis Korsika, die germanischen Langobarden drückten Oberitalien unverkennbar ihren Stempel auf, die Normannen Sizilien.
    Die Waräger, die schwedischen Wikinger können getrost als Schöpfer Rußlands und Polens gelten.
    Und in der Mitte die weniger germanischen als viel mehr keltischen Deutschen. Dulder und Anpasser, wenn da nicht immer noch ein Tropfen Sachsenblut wäre…

    Für eine Reise durchs schöne Frankenland empfehle ich Ernst von Salomons Buch “Der tote Preuße” als wiederdzuentdeckende Lektüre.

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    • Es geht einfach darum das schöne Deutschland wieder zu entdecken. Wer fährt schon mal von der Autobahn herunter und genießt einen Spaziergang durch Marktbreit, Prichsenstadt, Ochsenfurt, Iphofen oder Sommerhausen. Schaut genau hin, die Geschichte kommt dann auf den Betrachter zu, wenn er mit dem Nachdenken beginnt.

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