Diese Schlagzeile fanden wir heute früh in der österreichischen Zeitung “Die Presse“. Zu dieser Einsicht kam der SPÖ Chef von Oberösterreich. Zuvor gab ja auch hier in Deutschland Gauck zum besten, “die Politiker sollten dem Bürger die Finanzprobleme mit dem Euro verständlich erklären”. Nun, wie sollten sie das können, wenn sie selbst keine Ahnung haben.
Diese Zeitung hat ein ziemlich offenes Forum für ihre Leser, das sie wohl bei keiner Gazette nördlich des Inns finden. Dafür muß man die mal loben. In Zusammenhang mit obiger Schlagzeile schreibt ein Leser: “Denn, wäre das Volk genügend informiert, hätte man die Regierung samt dazu gehörenden Parteien schon längst aus dem Parlament gejagt.”

Veröffentlicht von Wehrt euch endlich am Juli 24, 2012 um 17.05
Der Michel windet sich vor Schmerz wenn ihm jemand die Wahrheit sagt/sagen will.
Er will sie doch gar nicht hören und weiter in einer Seifenblase leben.
Veröffentlicht von Gerhard Bauer am Juli 23, 2012 um 17.05
Ich denke, wir Deutschen sind genügend über diesen Raubzug im Bilde, allein das Wissen reicht allerdings nicht. Es fehlt die (organisierende) Kraft sich dagegen zu wehren.
Veröffentlicht von Suum Cuique am Juli 23, 2012 um 17.05
Herr Josef Ackerl hat grundsätzlich nicht unrecht. Trotzdem gelingt es auch ihm nicht von seinem hohern Roß herunterzusteigen. Es ist ja nicht nur so, “daß das Volk nicht genügend informiert ist” und in Diskussionen, die nicht in die Tiefe gehen, zum “Populismus” neigt. Nein, das grundsätzliche Problem mit ESM und Fiskalpaket besteht darin, daß die Völker Europas hier staats- und völkerrechtlich völliges Neuland betreten. Niemand weiß wirklich, wohin der Weg über diese Rechtskonstruktionen führt! Das auszusprechen, wagt auch ein Herr Ackerl von der SPÖ nicht.
Meint Herr Ackerl wirklich, die Auswirkungen des eingeschlagenen Weges der Politik lassen sich so leicht berechnen wie die Versicherungskoeffizienten in seiner Pensionskasse in Linz an der Donau?
Eine Diskussion, die in die Tiefe geht, in einem Finanzsumpf, dessen Abgründe nur zu erahnen sind, ist in etwa so hilfreich wie ein Gespräch bei einem ‘Whisky on the rocks’ über Schiffskonstruktionen an der Bar der RMS ‘Titanic’ am 14. April 1912 um 11 Uhr abends.
Die politische Kaste in Europa hält es wohl grundsätzlich mit dem Goethe-Zitat: “Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte!” (Faust I, 2181 ff.)
Viel eher ist es allerdings so, daß die meisten Menschen sich instinktiv der Risiken, denen sie ihre politische Klasse ausliefert, nur zu bewußt sind. Da braucht es keine tiefschürfenden Diskussionen – die in der BRD oftmals sowieso nicht möglich sind – und “ausreichender” Informationen durch versierte Werbeagenturen auf Hochglanzprospekten.
Den Regierungen Europas – auch den vermeintlichen Empfängerstaaten – kann man nur raten: laßt die Finger davon!