SPD will virtuelle Ortsverbände gründen


Ist das eine gute oder schlechte Idee? Nun, da die reale Versammlungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, sich kaum noch jemand traut, seine Meinung an einem Stammtisch zu sagen, kann das sogar eine Alternative sein. Der virtuelle „Runde Tisch Dingolfing“, der hat was. Der Meinungsaustausch nur noch anonym mit Nicknamen? Die Späher der heutigen Biedermeierzeit haben dann natürlich mehr Probleme jemand denunzieren zu können. Aber im Ernst, ein Leser kommentiert dieses SPD Vorhaben so: „Gute Idee, noch besser wäre allerdings die SPD würde generell nur noch virtuell existieren!“ Das finden wir natürlich nicht, die alte Tante SPD, die wirkliche patriotische Sozialdemokratie eines Kurt Schumachers, wird eigentlich in einer Demokratie noch gebraucht, aber wo gibt es die noch?

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article106414470/SPD-will-virtuelle-Ortsverbaende-gruenden.html

 

5 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 6. Juni 2012 at 12:32

    # rundertisch

    Habe den Blog auch nicht als „Lobgesang“ auf eine Partei verstanden. Nebenbei, es ließe sich im Internetzeitalter auch ganz gut auf Parteien im klassischen Sinne verzichten. Formen wesentlich direkterer Demokratie wären denk- und entwickelbar.

    Die SPD ist in der Parteienlandschaft allerdings etwas ganz Besonderes. Sie ist nicht nur Versorgungsinstitution für ihre Klientel, Betreiberin von Gewerkschaften und Inhaberin von Medienkonzernen, sondern auch ein politisches Machtgefüge, das mit keiner anderen Partei der Welt vergleichbar ist.
    Der Einfluß der SPD reicht weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Sie hatte die Bildung von Parteien und Staatsstrukturen anderer Länder mitgeformt – z.B. in Spanien 1978 oder für etliche Länder der „Dritten Welt“ als „Entwicklungshilfe“ getarnt. In der Gegenwart fallen die zahlreichen Ehen von SPD-Amtsträgern mit Türkinnen auf. Ein Indiz dafür, daß es wohl auch Ambitionen gibt, deutsch-türkische Politfamilienclans zu schaffen, um die SPD auf einer Ebene zu stärken, die die angestrebte Besetzung wichtiger Ämter durch Türken für diese in „gewohnten“ Strukturen forciert und gleichzeitig den Machterhalt der Partei in einer ethnisch und kulturell veränderten Gesellschaft sichert.

    Eine „alte Tante“ ist die SPD jedenfalls ganz sicher nicht.
    Lebte Albrecht Dürer noch, hätte er seiner so ganz und gar deutschen Allegorie von „Ritter, Tod und Teufel“ wohl auch noch etwas spd-mäßiges hinzufügen können: eine Politfurie, die unter dem Deckmantel der Fürsorge ihre Kinder erstickt.

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  2. Gebraucht wurde die SPD noch nie.

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    • Posted by Suum Cuique on 5. Juni 2012 at 17:33

      Sehr richtig!
      Eine „patriotische“ SPD ist reine Wunschvorstellung.

      Vor 1918 stimmte die SPD gegen alle Regierungsvorlagen der Sozialgesetzgebung des Kaiserreichs.
      Dann ihr Novemberverrat und die Republik, in deren Gefolge Deutschlands schlimmster Leidensweg, der bis heute nicht endete, begann.
      Beigeisterte Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED durch Pieck und Grotewohl in Mitteldeutschland ab 1949. Die SPD steht somit auch in direkter Mitverantwortung für den „Schießbefehl“!
      Mit Herbert Frahm alias „Willy Brand“ niederträchtigster Verrat an den Ostdeutschen. Mit Gerd Schröder Verrat am deutschen Volk u. A.. durch die „Agenda 2010“, Existenzieller Ruin großer Teile der Restdeutschen. Ende des deutschen Sozalstaates und des Staatsbürgerschafts-Rechts. Enrichissez-vous = bereichert euch; Das Motto von Gaskanzler Schröder und seiner Hartz-Connection, die es auch gleichzeitig unverhohlen und zynisch vorleben.
      Sollte Schumacher wirklich ein Patriot gewesen sein – und ich gehe davon aus, daß dem so war – dann lag die Tragik seines Lebens darin, in der falschen Partei gewesen zu sein.
      Die SPD war für Deutschland eine historische Katastrophe. Daß diese Partei in ihrer Geschichte auch nur einmal etwas Gutes bewirkte, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

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      • Dieser Blog war kein Lobgesang auf eine Partei, nur der Hinweis, wie die im Internetzeitalter agieren wollen. Im Vergleich aber unserer örtlichen Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD schneidet Pronold besser als Straubinger ab, das müssen wir leider ohne Ironie feststellen. Wir bevorzugen keine Partei, vielmehr kritisieren wir sehr gern, wenn wir sie beim „lustigen“ Handeln ertappen. Blättern Sie mal in unseren Auftritten.

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