Ramsauers Pickerl für spanische Autobahnen?


Gerhard Bauer erklärt uns, warum Ramsauer (Die Löcher sind nicht mehr hinnehmbar) Pickerl auch in Deutschland einführen will . Eigentlich haben wir das ja auch in einem Beitrag begrüßt. Ob die CSU mit der Einführung nicht die Sanierung deutscher Autobahnen gemeint hat? Aber lesen Sie den heutigen Beitrag von Gerhard Bauer dazu: Deutsche Ecke!

2 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 29. Juni 2012 at 13:53

    Worin besteht der auffälligste geographische Unterschied zwischen Spanien und der BRD?
    Spanien ist ein in sich abgeschlossenes großes Land am Rande Europas. Es gibt lange (Land-)Transportwege, viele Küsten und Häfen. Auf einer Fläche von 504.000 qkm leben 47 Millionen Einwohner = 94 pro qkm. Die regionale Autonomie seiner Landesteile ist alleine schon verkehrstechnisch bedingt
    Die BRD ist im wortwörtlichen Sinne nach allen Seiten hin „offen“. Sie ist ein „Transitland“. Ein eher kleines Land in der Mitte Europas. Kurze Wege, man ist schnell durch. Wenige Küsten und Häfen, die oftmals, wie die beiden größten – Hamburg und Bremen -, auch nur vorwiegend dem Transitverkehr dienen. 250 Einwohner pro qkm leben am Rande der bundesrepublikanischen Transitpisten.

    Spaniens Verkehrsinfrastruktur ist vor allem für die Bedürfnisse des eigenen Landes ausgerichtet. Die Verkehrsinfrastruktur der BRD dagegen für den Transitverkehr anderer Länder.

    Ob mautpflichtige Autobahnen in einem Land wie Spanien, das noch über ein leistungsfähiges Eisenbahn-Fernstreckennetz verfügt, über Inlandsflughäfen und zahlreiche Seehäfen, dürfte von Anfang an zu bezweifeln gewesen sein. Unrentable Verkehrswege kann man auch wieder stillegen; die BRD hatte bei zehntausenden Eisenbahnkilometern jedenfalls keine diesbezüglichen Hemmungen.

    Die Transit-BRD hat ein Straßennetz von ca. 630.000 km Länge. (065 km pro qkm) mit alleine über 40 Millionen im Inland zugelassenen PKW. Und Ramsauer will noch mehr Straßen bauen. Dann kommen als zusätzliche breite Schneisen auch noch in naher Zukunft 3.600 km „Stromtrassen“ hinzu.

    „Was ist des Deutschen Vaterland“? Ein Land für Menschen auf der Durchreise?

    Nun haben die Spanier ein paar Kilometer Autobahnen, die unwirtschaftlich sind. Was soll’s, vielleicht findet sich ja jemand der die Defizite ausgleicht…
    Jedoch in einem Land zu leben, das in verkehrsgeographischer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht nur für andere da ist, ist schon frustrierend. Alleine der Verkehr symbolisiert in der BRD wie kaum etwas anderes die allgemeine Abhängigkeit der Deutschen. Die BRD eingebunden in ein Netz, in ein Verkehrsnetz. In Beton- und Stromtrassen. Was könnte sinnbildlicher für ihre Unfreiheit sein?

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