Wie es auch gewesen sein könnte?


Heute übernehmen wir Gerhard Bauers Fundsache, weil in dem Beitrag das Kriegsschicksal von Deutschen und Russen beschrieben wird, ein Augenzeugenbericht, der eine andere Wirklichkeit wiedergibt, als sie uns, den Kindern und Enkelkindern gelehrt wird. Wir wollen diese Geschichte auch gar nicht weiter kommentieren, Ihnen, dem Leser, aber zum Selbsturteil überlassen. Vermißt am 13. Juli 1944! Hinzufügen möchten wir auch noch, daß unser Ernstl (Ernst H.), ständiger Gesprächsteilnehmer an unserem „Runden Tisch DGF“, die Hunderten von Feldpostbriefen seines Vaters aufarbeitet, der als kleiner Soldat die täglichen Ereignisse von der Front, seiner Familie, seiner geliebten Frau und seinem kleinen Ernstl schilderte. Ernst H. arbeitet das jetzt alles zu einem Buch auf und gab dem Schreiber dieser Zeilen Einsicht in die Feldpostbriefe. Die Schilderungen von der Krim gleichen den Berichten aus den weißrussischen Dörfern. Es gab keinerlei Übergriffe auf die Bevölkerung, das Gemüse für den Mittagstisch mußten die Soldaten natürlich von den russischen Bauern kaufen. Das ist ganz genau in den Feldpostbriefen so beschrieben, um nur mal ein kleines Beispiel zu nennen. Der Vater ist dann 1943 auf der Krim gefallen, ohne daß man genau weiß wo.

3 responses to this post.

  1. Posted by Hauser Ernst on 5. März 2018 at 14:01

    In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht mehr angebracht sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Man steht im Berufsstress und ist dem Konsumzwang verpflichtet. Für das Gestern ist keine Zeit mehr.
    Geschichte bringt ja das Fernsehen mit den verschiedensten (selbsternannten) Historikern. Was aber übersehen wird: diese „Historiker“ dürfen aber nur berichten, wenn sie regierungskonform auftreten. Also ist deren Berichterstattung von vorne herein nicht neutral. Die deutsche jüngere Geschichte ist noch am besten bei vielen ausländischen Historischen wieder gegeben.
    Ich kann aus Erfahrung sagen was passiert wenn sie z.B. behaupten: Deutschland ist 1945 nicht befreit, sondern besiegt worden. Ich habe das in meinem Buch „Feldpostbriefe eines Unteroffiziers“ öffentlich behauptet.
    Wir haben es in unserem Deutschland wahrlich weit gebracht.
    Ernst Hauser.

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    • Posted by AFD-Wählerin on 5. März 2018 at 19:41

      Lieber Ernst, es wäre schon sehr angebracht, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Aber leider ist kaum jemand bereit, dafür Zeit zu „opfern“, schließlich muss man ja entweder arbeiten oder einkaufen.
      Ansonsten sind die Leute überwiegend vollständig umerzogen, weshalb sie hysterische Anfälle erleiden, wenn jemand die Wahrheit schreibt oder sagt.
      Ich kann allen nur empfehlen, Deine Werke zu lesen, denn diese sind authentisch und sehr spannend, leider auch sehr traurig.
      Tragödien sind unser Schicksal. Viele alte Kulturen sind zugrunde gegangen. Auch Deutschland mag untergehen und doch ziehen die Sterne weiter ihre Bahnen…

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  2. Posted by Suum cuique on 13. Juli 2012 at 16:10

    In die Seelen- und Bewußtseinslage eines deutschen Soldaten vor 1945 kann sich wohl kaum ein Bundesrepublikaner von heute wirklich hineinversetzen.
    Wer waren diese Menschen, die da in den Krieg zogen?
    Ihr Jahrgang: 1920 und älter.
    Ein Großteil stammte vom Lande, und war durch das Land geprägt; gleichgültig ob von Adel, Gutsbesitzer, Pächter, Bauer oder Landarbeiter.
    Die meisten der Anderen stammten aus dem Handwerk. Sie waren nicht minder durch ihren Beruf, durch seine Traditionen und Gebräuche geprägt.
    Die Menschen waren durch Herkunft und Beruf moralisch gefestigt. Soviel steht fest.
    Der später als „Nazi“ verschrienen Knut Hamsum hat in seinem Roman „Segen der Erde“ (1917, Nobelpreis 1920) auf diese menschliche Grundhaltung hingewiesen.
    Bilden solche Menschen marodierende Mörderbanden in Uniform?
    Der entwurzelte Bundesrepublikaner muß es wohl glauben, denn er ist ihnen nie begegnet. Sein Weltbild ist auf ein simples Hollywoodschema reduziert. Das unmotiviert Gute, der Strahlemann gegen das unmotiviert Böse, den finsteren, zynischen Verbrecher.

    „Das Land ist das einzige, wofür es sich zu arbeiten lohnt, zu kämpfen und zu sterben. Denn nur das Land ist ewig, sonst nichts.“
    Ein Nazizitat? Es stammt aus dem Roman „Vom Winde verweht“ (1936) von Margaret Mitchell, der gleichnamige Film entstand 1939.

    1939, zehn Jahre nach Beginn der Weltwirtschaftskrise, brach in Europa der Krieg aus.
    Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Millionen Ukrainer, Weißrussen, Russen und Balten die bis dahin Stalins Massenmordmaschinerie entgangen waren, vollkommen entwurzelt.
    Nicht anders in den USA. Die Weltwirtschaftskrise hatte Millionen kleiner Farmer um ihre Existenz gebracht.

    Letztendlich waren es die Entwurzelten der Welt, die gegen jene in den Krieg gehetzt wurden, die ihre Identität nicht auch noch verlieren wollten. Der groteske Hintergrund der jüngeren Geschichte.

    Identität ist nunmehr die Basis allen „rechten Gedankenguts“.

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