Was passiert, wenn Bürgschaften für den ESM ausfallen?


Eigentlich eine einfache und interessante Frage? Ob sich die auch die Bundestagsabgeordneten gestellt haben, die dem ESM zustimmten. Wir werden diese Frage einigen „Volksvertretern“ öffentlich stellen. Der Leser dieser Zeilen sollte das auch mal über www.abgeordnetenwatch.de, z.B. bei seinem Heimatabgeordneten tun und uns darüber berichten. So sieht die Verteilung der Bürgschaften für den ESM aus. ESM Bürgschaften nach Euroländern! . Die Frage könnte ganz konkret so aussehen:

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Meier,

sind Sie der Meinung, daß Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Belgien, Zypern und Irland als Bürgen für den ESM überhaupt tauglich sind? Was passiert, wenn eines dieser Länder ausfällt? Muß dann Deutschland dessen Bürgschaft mittragen?

Mit freundlichen Grüßen Sepp Müller

 

 

3 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 19. Juli 2012 at 9:31

    Die Frage, die man an „seinen“ Abgeordneten richtet, beantwortet bestenfalls per Standardbrief ein „Praktikant“ aus des Abgeordneten Büro. So viel Zeit, blöde Fragen von Bürgern selbst zu beantworten, hat kein Abgeordneter. Vergebliche Mühe also.

    Da müssen die geplagten Damen und Herren Abgeordneten – auf Kosten des Steuerzahlers versteht sich – diesmal sogar ihren Urlaub unterbrechen, um verantwortungs- und aufopferungsvoll den Pflichten ihres Mandats zu entsprechen. Auf Weisung der allseits geliebten Führerin und Bundeskanzlerin.

    Ist man mit der Zwangssitzung durch, gehts gleich wieder ab, ohne daß man sich noch groß um die „Fänpost“ kümmern kann. In den Villen im Tessin, der Toskana, an der Riviera oder an den türkischen Küsten müssen noch Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten beaufsichtigt werden, ein paar Wochen müßig in der Sonne liegen will man ja schließlich auch noch, bevor man wieder in die Tristesse der Bundesrepublik zurückkehrt mit ihren vielen Menschen und ihrem Gewusel.

    Für einen Bundestagsabgeordneten ist das Leben hart. Deshalb belästigen wir ihn besser nicht und lassen auch seine Praktikanten in Ruhe. Die haben schließlich genug damit zu tun, für den Abgeordneten zu sorgen, seine Lobbytermine zu koordinieren und die zwischenmenschlichen Kontakte zu vor allem weiblichen osteuropäischen „Fachkräften“.

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    • Satire hin, Satire her? Diese öffentlichen Fragen sind durchaus sinnvoll, vorallen wenn sie danach auch wirklich der Öffentlichkeit zur Kenntnis gegeben werden. Wenn ein Praktikant solch eine Frage beantwortet, darunter aber die Unterschrift des Abgeordneten steht, dann ist dieser auch für den Inhalt verantwortlich. In unserem Wahlkreis gibt es durchaus in der Außenbetrachtung an den Stammtisch einen Qualitätsunterschied in der Beurteilung unserer zwei Bundestagsabgeordneten, Straubinger von der CSU und Pronold von der SPD. Das liegt auch an deren Verhalten gegenüber dem fragenden Bürger. Nutzen wir also auch das Instrument http://www.abgeordnetenwatch.de .

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      • Posted by Suum Cuique on 19. Juli 2012 at 10:43

        Natürlich haben Sie so gesehen recht. Skeptisch bin ich jedoch, ob sich ein wirklicher thematischer Dialog zwischen dem Bürger und „seinem“ Abgeordneten entwickeln läßt. In der Praxis sehen Abgeordnete in Anschreiben von Bürgern eher eine Art von Petitionen; und hier ist diese Bezeichnung wörtlich zu nehmen: sie betrachten sie als Kleinigkeiten!

        Kein Volk der Welt hat mehr als das deutsche zum Gedanken der inneren Freiheit des Einzelnen beigetragen und trotzdem kultiviert diese Republik den allerabscheulichsten Untertanengeist. Wenn ich mit jemandem kommuniziere, will ich es mit ihm direkt tun – und nicht mit seinem Lakaien!

        Womit ich natürlich nicht grundsätzlich gegen die Nutzung dieses Instruments bin und seine Möglichkeiten durchaus erkenne.

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