Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem andern zu!


Bund der Kriminalbeamten: „Eine religiös begründete Beschneidung ist laut Strafgesetzbuch eine schwere Körperverletzung.“ Hier der Verweis zum Deutschlandfunk dazu! Deutschlandfunk! Das Thema kocht nun auch in Frankreich, Österreich, Schweiz und selbst in den USA hoch. Deutschlanfunk Europa heute! Es geht hierbei gar nicht um die Ausübung der Religionsfreiheit, sondern um den Widerstreit zwischen archaischen Sitten und unserer heutigen aufgeklärten Zeit. Wir fragen uns allen Ernstes, können sich die Männer unter den Bundestagsabgeordneten, eine, sie persönlich betreffende Beschneidung, vorstellen? Und die Frauen unter den Abgeordneten, daß an ihren Kindern aus religiösen Gründen herumgeschnippelt wird? In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Imperativ von Kant, den der Leser in der Laufschrift von www.runder-tisch-niederbayern.de findet. Leben wir eigentlich heute nicht im Jahr 2012?

4 responses to this post.

  1. Posted by Cees van der Duin on 1. August 2012 at 10:23

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    BERLIN (dpa). Das Streitthema Beschneidung beschäftigt nun auch den Deutschen Ethikrat.

    Am 23. August 2012 wird sich das unabhängige Expertengremium in öffentlicher Sitzung mit der Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen befassen.

    Ärzte Zeitung online, 27.07.2012

    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidung/article/818933/beschneidung-ethikrat.html?sh=2&h=-1637891865

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    Öffentliche Sitzung des Ethikrates zum Thema Beschneidung im August
    PRESSEMITTEILUNG 08/2012
    Berlin, den 27. Juli 2012

    Am 23. August 2012 wird sich der Ethikrat im Rahmen einer öffentlichen Plenarsitzung mit dem aktuell diskutierten Thema der Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen beschäftigen. Die Ratsmitglieder Peter Dabrock, Wolfram Höfling, Ilhan Ilkilic, Leo Latasch und Reinhard Merkel werden in Impulsreferaten strafrechtliche, religiös-kulturelle, medizinische und ethische Aspekte der Beschneidung in den Blick nehmen und im Plenum zur Diskussion stellen.

    http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2012/pressemitteilung-08-2012

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  2. Posted by Cees van der Duin on 26. Juli 2012 at 12:02

    Petition gegen rituelle Beschneidung
    20. Juli 2012

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

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  3. Posted by tyrannosaurus rex on 23. Juli 2012 at 23:11

    Hier prallen 2 Weltanschauungen aufeinander! Einmal die in Jahrhunderten unter Opfern erkämpfte Aufklärung die den Menschenrechten Vorrang vor religiösem Wahn einräumt und zum Anderem die steinzeitliche mitleidlos rituelle „Schächtung“ (sprich Abschlachtung) und die ebenso verwerfliche wie unmenschliche „Beschneidung“ (sprich Verstümmelung) von wehrlosen Jungen undn Mädchen sowie Gefangenen und Sklaven! Das was solche in religiösen, spirituellen und ideologischen Wahn gefangenen Menschen auszeichnet ist ihre völlige Mitleidlosigkeit mit ihren Opfern. Deshalb wurde 1949 der „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ geschaffen. Damit es als Richtschnur für unsere Regierungen gelte. Alle die in unser Land kommen habenn sich an unsere Gesetze zu halten. Wir brauchen keine urzeitlichen „Unsitten“ wie Steinigen, Schächten, Verstümmelungen von Kindern, sog. „Ehrenmorde“, Vielweiberei Ganzkörperverliesse usw. Wir haben Urteile die das „Kindeswohl“ über Alles stellen, die das Beschneiden (Kupieren) von Haustieren und die das „Brandmarken“ und „Tätowieren“ von Pferden und Ponies bei Strafe verbieten! Falls das Ganze vors BVG kommt ist es schlicht unvorstellbar das die höchsten Richter das GG brechen und derart schändliches Quälen von Kindern gestatten.

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    • Posted by Suum Cuique on 24. Juli 2012 at 6:09

      Der Hinweis auf das „Grundgesetz FÜR (!!) die Bundesrepublik Deutschland“ von 1949 stößt ins Leere.
      Dieses Meisterwerk der Staatskunst wurde seither über sechzig mal verändert. Zur Zeit gilt das Grundgesetz von 2010.
      Die gesetzgeberische Richtschnur hier ist Art. 2 Abs.2:

      „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.“

      Es ist im Gegenteil also sehr wohl vorstellbar, daß die Damen und Herren in den antiken roten Roben „derart schändliches Quälen von Kindern gestatten“, weil sie damit das GG eben nicht brechen, da die Einschränkung in Art. 2 Abs. 2 politischem Opportunismus Tür und Tor öffnet.

      Das Grundgesetz bietet keinen Schutz und keine Lösung – es ist Teil des Problems!

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