Wer erklärt der Öffentlichkeit, wer der Schurke und wer kein Schurke ist?


Diese interessante Frage fiel in diesem Interview im Deutschlandfunk! zum Thema Syrien. Auch die vom Deutschlandfunk verbreitete Wahrheit ist immer mit vorsichtig zu genießen. Nehmt immer das Gegenteil von der „veröffentlichten Meinung“ an, wägt ab, recherchiert selber, denn heute gibt ja „Gott sei Dank“ (noch) das Internet einiges her. Die Lüge kommt bei den gleichgeschalteten Gazetten kaum bemerkbar, sehr hinterhältig daher. Wer etwas auf sich hält, und das sind fast alle, haben die Schurkenspalte „rechts“ als gesondertes Sammelwerk immer im Blick und als Schaukasten für den zu beeinflußenden Betrachter, dazu das stereotype Bild mit den Springerstiefeln oder den Glatzen als Einstieg ins Grauen. In der Werbung nennt man das Coperate Identity, der unverwechselbare Wiedererkennungswert für das Schurkische schlechthin, ansonsten soll das natürlich ein positives Erscheinungsbild, meist eines Unternehmens, beschreiben. Im Fall Syrien ist Assad der Schurke, ob man frühmorgens den Dingolfinger Anzeiger und die Bildzeitung aufschlägt oder sich abends in der Glotze Klebers Nachrichten antut. Leider muß die Masse der Informationsempfänger das Vorgesetzte glauben, und sie tut es, denn es kann ja nicht Falsches im Straubinger Tagblatt stehen? Die, von den westlichen Mächten und vorallen von saudischen Tyrannen ausgerüsteten, Aufständischen in Syrien sind immer die Guten. Und dieses „Schurkenspiel“ war in der Vergangenheit die Rechtfertigung von Kriegen und ist es auch ständig heute wieder ebenso aktuell. Wie das Spiel in der großen Welt gespielt wird, so spielt es sich auch im Kleinen ab. Selbst unser „Nichtverein“, der kleine niederbayerische Gesprächskreis „Runder Tisch DGF“, zieht die Schurkenjäger geradezu an, weil wir eine gewisse Bedeutung im politischen Umfeld der Parteien, gar im Bayerischen Rundfunk und Fernsehen oder bei der Antifa samt seiner Rosa-Luxemburg-Stiftung erzielen.

Deshalb haben wir in unser Archiv gegriffen, um mal wieder an die besondere Gefährlichkeit der demokratischen Diskussionskultur zu erinnern, ein unübertreffliches Schurkenstück schon 2005! Dieses Treiben muß ein Ende haben, meinen zahlreiche Nichtschurken vor Ort (die auch die Guten und Bunten genannt werden)! Sie mobilisieren zunächst erstmal gegen einige Persönlichkeiten und gegen die Wirte, die Versammlungslokal zur Verfügung stellen.

2005:

Dezemberrunde

In der Dezemberrunde wurden mit kritischem Blick die Veranstaltungen 2005 beleuchtet. Fazit des „Runden Tisches“: Es war ein sehr erfolgreiches Jahr mit interessanten Themen und auch den dazugehörigen Referenten. Und zwischen den Monatsterminen haben wird auch hin und wieder mit „kreativen Ideen“ Berufspolitiker aus der Reserve locken können. Wir sind uns sicher, daß uns auch 2006 wieder etwas einfällt! Landauer Neue Presse Dokument2\LNP 12 05.jpg Die Pressemitteilung Dokument2\Pressemitteilung Dezember 2 05.doc Teilnehmerausschnitt Dokument2\Dezemberrunde 05.jpg

Novemberrunde

Trotz Allerheiligen konnten wir diesmal ca. 50 Gesprächsteilnehmer begrüßen. Der „schwierige“ Referent Prof.Dr.Peter Porsch, Fraktionsvorsitzender der Sächsischen Die Linke/PDS sprach zur Gedenkkultur in Deutschland 60 Jahre nach der Zerstörung Dresdens. Er erläuterte seinen persönlichen und den Standpunkt seiner Partei. Den „Kern“ der Diskussion gibt der anliegende Pressebericht in der LNP wieder.Dokument2\Presse11 05.jpg

Septemberrunde

Wir konnten zu unserer Septemberrunde mit General a.D. Reinhard Günzel mehr als 100 Teilnehmer begrüßen. Dem fachlichen Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Der Referent Dokument2/Guenzel.jpg Ausschnitt im Versammlungssaal Dokument2/Teilnehmer Ausschnitt 9 05.jpg

4 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 22. Juli 2012 at 17:23

    „Der Schurke“ oder „Über ein Hollywood-Klischee zum simplen Weltbild“!

    „Wer Gedenken für seine politischen Zwecke instrumentalisiere ziele darauf ab, die parlamentarische Demokratie zu deligitimieren.“ (Dr. Porsch)

    Diesen Satz muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.

    – 8. Mai
    – 4. Juli
    – 14. Juli
    – 20. Juli

    Gedenken – mal mehr, mal weniger martialisch – in Frankreich, den USA und auch der Bundesrepublik werden hier also politisch (und nichts anderes hat es mit ihnen auf sich) instrumentalisiert, mit dem Ziel, „die parlamentarische Demokratie zu deligitimieren“?
    Unglaublich starker intellektueller Tobak, den hier ein Akademiker schneuzt.

    Nun, im Rahmen derartiger Flachgeistigkeiten ist es natürlich leicht, dann auch Schurken- und Heldenrollen generös zu verteilen.

    Übrigens, der Schreiber dieser Zeilen begeistert sich mehr für die Schurkenrollen als für die Helden; denn was ist schon ein zweifelnd-schwacher, allen Unglück bringender Dr. Faustus gegen einen sublimen Zyniker wie Mephistopholes?

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    • Die Veranstaltung mit diesem Spitzenfunktionär der PDS/Die Linke kam über diese Korrespondenz zustande. Es war ein Glücksfall für unseren „Runden Tisch DGF“, zumal auch die Nationaldemokraten den Fraktionsgeschäftsführer vorbeischickten. Beide wußten nichts voneinander. Es kam zu einer wohl in dieser Form einmaligen Diskussion in Deutschland, sie dauerte etwa 2 Stunden, eine Meisterleistung des Gesprächsleiters. Fazit: Jeder kann mit jedem sprechen, wenn er sich bemüht.

      Das Vorspiel
      Bombardierung Dresdens:

      Weil im sächsischen Landtag so emotional und grundsätzlich diskutiert wurde,haben wir in unserer Märzrunde beschlossen, alle Fraktionen dort anzuschreiben. Es reagierte zuerst die CDU-Fraktion, indem sie uns über ihren Pressesprecher den Text der Rede ihres Fraktions- vorsitzenden Dr. Hähle zur Bombardierung Dresdens zuschickte. Es antwortete in einem persönlichen Schreiben der PDS Fraktionsvorsitzende Prof. Porsch.Er würde auch gern am „Runden Tisch“ mit uns diskutieren. Der Landtagsabgeordnete der NPD Jürgen Gansel rief an und würde ebenfalls vorbeikommen. Er schickte uns einige Tage später seine Stellungnahme aus der Deutschen Stimme. Jedoch, das was wir im Internet ohnehin finden können, den CDU Vortrag oder den Bericht in der NPD Parteizeitung, stellt uns nicht zufrieden. Deshalb haben wir unsere Anfrage zur Gedenkkultur gezielt an einige Abgeordnete mit mehr oder weniger bundesdeutscher Bekanntheit geschickt. Wenn Sie Zeit und Lust haben, dann anklicken und sich seine eigene Meinung zum Thema bilden. Nachdem wir am 04.04.05 nochmals mit einem Email bei SPD, FDP und Grünen nachfassten, rief heute der persönliche Referent des SPD Fraktionsvorsitzenden Prof. Weiss, Herr Bause, bei uns an. Er versprach nun auch seitens der sächischen SPD Fraktion eine Stellungnahme zu unserer Anfrage abzugeben. Es war ein sehr langes Telefongespräch. Die wesentlichen Punkte seiner Aussage, die Bombenangriffe auf Dresden waren ein Kriegsverbrechen, aber das wird nicht mehr von seiner Fraktion so benannt, sondern im Vordergrund steht als „Sprachregelung“ die Versöhnung und das „Brückenbauen“. Er sprach immer wieder von den demokratischen Parteien, dabei zog er die PDS ausdrücklich mit ein, und den anderen. Heute erhielten wir zur „Gedenkkultur“ zwei Zusendungen, die wir Ihnen an dieser Stelle zur Kenntnis geben. Diese dienen Ihnen zur Bildung einer eigenen Meinungen (Es muß nicht unbedingt der Meinung des Gesprächskreises „Runder Tisch“ entsprechen).

      Anschreiben an sächsische Fraktionen

      Zusendung durch CDU-Pressesprecher Dr. Kuhrau. Rede des Fraktionsvorsitzenden Dr. Hähle.

      Rede Dr. Hähle

      Stellungnahme PDS Fraktionsvorsitzender Prof.Porsch PDS-1 PDS-2

      Stellungnahme NPD MdL Gansel NPD antwort

      Zusendung durch SPD-Sprecher Bause.Steht auch für weitere Fragen zur Verfügung.

      Landtagsprotokoll zugeschickt von SPD

      Es fehlen immer noch FDP und Grüne: Unwillen, Überlastung, Unfähigkeit?

      zur Gedenkkultur: Stellungnahme der Landsmannschaft der Sudetendeutschen in Österreich zum 8.Mai 45

      SdP _ Am 8_ Mai auch der sudetendeutschen Opfer gedenken.htm Leserbrief und noch eine Stellungnahme zur Vorbereitung auf die Diskussion aus dem Berliner „DER TAGESSPIEGEL“ v. 1.5.05

      Dokument2/Im Schatten Stalins.htm

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