Soll Draghis EZB jetzt auch unsere Sparkassen kontrollieren?


Ausgerechnet die EZB mit ihrem ehemaligen Goldman Sachs Manager Draghi soll die Bankenaufsicht auch über unsere deutschen Sparkassen bekommen. [www.dradio.de] Und wer beaufsichtigt eigentlich Goldman Sachs, hat diese Frage schon jemand gestellt? Wir, unser kleiner Gesprächskreis Runder Tisch DGF und die Leser dieser Seiten, werden das tun.

4 responses to this post.

  1. Posted by Bruno on 8. September 2012 at 19:03

    Viele Finanzexperten haben ausgerechnet das angelegtes Geld in den deutschen Banken keine Zinsen bringen und an Wert verliert !
    Jeder sollte denken können, leider oder zum Glück gibt es noch Bürger die unseren Banken persönlich mit ersparten, immer wertloser werdenen Geld helfen!

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  2. Posted by Suum Cuique on 5. September 2012 at 13:34

    Georg Fahrenschon, frei nach Goethe: halb wehrt er sich, halb sinkt er hin. Das subsidiarisierte System von Kontrollen und Aufsichten verhindert wohl keine Finanzkrisen. Es verhindert aber, daß das letzte Glied in der Freßkette, der Kunde, ausbüxen kann. Die Sparkassen üben in der bundesrepublikanischen Steuer- und Finanzpraxis seit langem Aufsicht über ihre Kunden aus. Geben die Daten weiter an Finanzämter und die „Schufa“. Wegen der wiederholt betriebenen Geldwäsche durch Oma Meyer und Onkel Herbert gibt’s bei bei Kontoeröffnung eine gründliche Durchleuchtung des Kunden. Mit der Ausweitung der Kontrollpyramide bis an die Spitze, verfügt dann letztendlich eine Zentralbehörde über einen vollständigen Überblick über die finanzielle Situation aller EU-Untertanen.

    Ihrem eigentlichen Zweck, Dienstleister der regionalen, vor allem mittelständischen Wirtschaft zu sein, erfüllen die Sparkassen jedoch immer weniger. Binnenmärkte und regionale Wirtschaft trocknen aus. Die Zahl der Sparkassen nimmt kontinuierlich ab: von in 2004 477 auf in 2010 429. Existenzgründer und mittelständische Unternehmen haben immer mehr damit zu kämpfen, überhaupt noch an örtliche Sparkassenkredite oder über die von den Sparkassen gewährten KfW-Mittel zu gelangen. Und das wird sich bei Zentralisation der Aufsicht eher noch verschlimmern. Die Aufsichtspyramide dürfte ein effizientes Mittel der EU-Bürokratie werden, in ihrem Herrschaftsbereich kontrollierte Wirtschaftsstrukturen zu schaffen.

    Das wird gewisse „Geschäftsleute“, die, wie im Falle der Herren Osami, einst „mit weniger als einem Koffer nach Hamburg kamen, jedoch in Zukunft kaum weniger zu guten Sparkassenkunden werden lassen:

    Schleswig Holsteiner Zeitung online am 28.11.2007

    „Das Lübecker Landgericht verurteilte die beiden ehemalige Manager der Volksbank Lauenburg zu mehrjährigen Haftstrafen.
    Carsten H. (64), der ehemalige Direktor des Geldinstituts muss für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.
    Hauke H. (55), der zweite Angeklagte, ein ehemaliger Anwalt und Ex-Aufsichtsratsmitglied der Bank, wurde zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.
    Beide wohnten im Kreis Herzogtum.
    Sie gestanden letztendlich, für Kredite über 17.000.000,– Euro keine ausreichenden Sicherheiten verlangt und damit die Gefährdung der Rückzahlungen in Kauf genommen zu haben.
    „Die Vorgänge waren existenzbedrohend für die Volksbank“, sagte der Vorsitzende Richter Jörg Beer bei der Urteilsverkündung.
    Beide hätten ihre Pflichten verletzt, als sie ohne gewissenhafte Prüfung Kredite vergaben.
    Das Gericht sah eine „raffinierte Begehungsweise“ bei den Taten, bei denen zahllose „Strohmänner eingeschaltet“ worden waren.
    Beide hätten sich auch persönlich bereichert.
    Laut Anklage ließen sich beide Angeklagten aus den Kreditgeschäften jeweils 415.000 Euro auf ihr Konto überweisen.
    Die Staatsanwaltschaft vermutete, dass sie noch heute einen Teil davon besitzen.
    Die faulen Kredite wurden nie vollständig zurückgezahlt – und bei den Verlusten geht es nicht allein um die angeklagten 17 Millionen Euro.
    Der Feuerwehrfonds, das ist die Sicherungseinrichtung der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, musste etwa 60 Millionen Euro in die Volksbank Lauenburg pumpen, um sie vor der Pleite zu retten.
    Wer profitierte noch ?
    Profiteure des sagenhaften Geldregens aus Lauenburg sollen die Brüder Bashkim (40) und Burim Osmani (43) gewesen sein.
    Sie gehören zu jenem albanischen Familienclan, dessen Mitglieder rund um die Hamburger Reeperbahn zu millionenschweren Bauinvestoren aufstiegen.
    Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat in Sachen Volksbank mittlerweile Anklage gegen die beiden Brüder erhoben, die vom Bundesnachrichtendienst einmal in die Nähe der organisierten Kriminalität gerückt wurden.
    Bashkim und Burim Osmani sollen den Bankdirektor dazu gebracht haben, zwischen 2002 und 2006 die Millionenkredite zu gewähren, ohne die dafür gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheiten zu verlangen.
    Den Kontakt hatte Aufsichtsrat Hauke H. geknüpft, der als Anwalt mit Immobiliengeschäften sein Geld verdiente und in Hamburg den „Harbour Cube“ realisiert hatte, einen exklusiven Wohnkomplex mit Elbblick.
    Gezahlt wurde an Stroh männer, darunter drei Hausmeister von der Reeperbahn.
    Das Geld verschwand in einem Geflecht von Firmen.
    So wurde der Bau eines Hotel- und Appartementkomplexes im mazedonischen Skopje mit 22 Millionen Euro finanziert.
    An der Baugesellschaft war Bashkim Osmani beteiligt.
    Verwendet wurden aber nur zehn Millionen, der Rest verschwand.
    Gekauft wurde außerdem ein Bordell in Hamburg, das ein Osmani-Verwandter betreibt.
    Wegen der Geständnisse und fehlender Fluchtgefahr hob das Landgericht die Haftbefehle auf.
    Bis zum Strafantritt durften beide Männer damit auf freiem Fuß bleiben.
    Aufgeflogen war die Betrügerei, bei der es meist um Summen zwischen zehn und 20 Euro ging, im Jahr 2005.
    Der Beamte, der eine eher nachlässig falsch ausgefüllte Quittung über Vollstreckungskosten tätigte, brachte den Stein ins Rollen.
    Die Ermittlungen begannen und das Bayerische Landesamt für Steuern füllte 137 Seiten mit den Ermittlungsergebnissen.
    Wie der beurlaubte und krankgeschriebene 59-jährige Steuerhauptsekretär dem Neu-Ulmer Schöffengericht unter Vorsitz von Dr. Bernt Münzenberg berichtete, waren die Chancen, erwischt zu werden, recht gering. Kollegen hatten ihm gesagt, wichtig sei, dass die Steuerschulden auf „Null“ kommen.“

    – Die gleichen öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute versagen deutschen Existenzgründern und Handwerksbetrieben die finanzielle Unterstützung und lassen sie in den Ruin gehen…

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