Archive for 9. September 2012

Ich habe Grippe, opfere mich dennoch für das Schützenfest!


Diese überaus wichtige Kurznachricht twittert dieser Bundestagsabgeordnete um die Welt. Wir sind begeistert!

Thomas Jarzombek Thomas Jarzombek@tj_tweets

Trotz übler Spätsommergrippe doch noch aus dem Bett zum Schützenfest nach Angermund gewechselt – bestimmt nicht klug, aber schön!

Ansonsten werden von Bürgern Fragen beantwortet, wenn sie konkret werden, dann schon eher nicht. Ein vorbildlicher Volksvertreter immer hart am Volke dran!

Vermaisung meiner Heimat Niederbayern


Ich fahre mit meinem Gast durch unsere Heimat von Landshut nach Passau, mal durch das Isartal, an der Vils und Rott entlang, da lobt mein norddeutschen Beifahrer, „ihr habt es hier aber schön, alles grün, sanfte Hügel, schöne Orte, rundum eine gepflegte Landschaft“. „So ist es“, antworte ich, „schiebst Du ein Paddelboot an der alten Mühle in Reisbach in die Vils, dann kannst Du das Paradies sehen“. Zugeben, stolzer Nieberbayer, Landwirt seit Generationen bei Geisenhausen, darf auch mal gegenüber einem Nordlicht übertreiben. Was der nicht sieht, ist der Schaden in unserer Heimat, die Vermaisung Niederbayerns. Ich sage das so hart, weil ich als Landwirt mit konventioneller Milchwirtschaft, davon stark betroffen bin. In unserer Gegend kann man kaum noch einen Hektar Land dazupachten oder gar kaufen, weil der Hektar für den Maisanbau bereits mit 700 bis 800 Euro gehandelt wird. Maismonokulturen, soweit das Auge reicht, für die Beschickung der hochsubventionierten Biogasanlagen.

Ein Nachbar baut auch gerade eine. Er meint, trotz hoher Verschuldung, das rechnet sich, der Staat buttert noch genügend dazu. Direkt sagt er es nicht, würde sich aber freuen, wenn ich ihm mein Land überließe und mich zur Ruhe setzen würde. Rechnet sich das für mich? Nein, ich will noch meine Heimat sehen, wie sie um meinen „Einödhof“ ist. Meine Kinder und Enkelkinder sollen noch mein Niederbayern sehen. Meinen Bauern möchte ich sagen, stoppt diesen Wahnsinn der Preistreiber des Bodens, der Monokultur, der Zerstörung der Landschaft, das Auslaugen der Ackerflächen. Nach 10 Jahren, wenn der Boden auch normalen Mais nicht mehr verträgt, schreit ihr Energielandwirte dann nach Genmais? So geht es nicht weiter.

Und liebe Politik, liebe bayerische Staatsregierung, liebe CSU, wenn schon Biogasanlagen, dann füttert diese mit den Bioabfällen der Gemeinden. Mein Bürgermeister schimpft über seine Partei, Seehofer und die ganze EU. Wir haben in der Gemeinde so viele Bioabfälle, daß wir damit die Biogasanlagen in der Gemarkung leicht  füttern könnten. EU Vorschriften verbieten das aber. Ich weise ihn auf die vielgepriesene Subsidiarität hin. „Nichts ist damit, die EU will uns sogar in die Ausgestaltung unserer freien Feuerwehren reinreden“, pulvert er vor sich hin. Bund Naturschutz! Dem Leser, insbesondere den Nichtlandwirten, empfehle  ich auch mal bei Google einzugeben: „Die Vermaisung der Landschaft!

Biogasanlagen und flächenentkoppelte Massentierhaltung


Eigentlich wollte heute ein echter Ur-Niederbayer nur einmal einen Aufsatz über die Vermaisung seiner Heimat an Isar, Vils, Rott und Inn schreiben. Mais dient bekanntlich zur Fütterung der Biogasanlagen, das versteht dann auch jeder nicht Nichtlandwirt und sonstige Laie. Er gab in die Suchmaschine ein, „Vermaisung der Landschaft“. Das Internet zeigt dann die „Schweinerei“ im großen Maßstab an, die sich über unser deutsches Land zieht. Dabei stieß unser Bauer, wirklich noch einer mit konventioneller Landwirtschaft, auf diesen Bericht aus Westfalen. Dort soll eine Biogroßanlage gebaut werden, damit man zukünftig mit der Gülle fertig wird, die eine flächenentkoppelte Massentierhaltung produziert. Der Befürworter dieser „Schweinerei“ ist ein Agrarfunktionär. Gescherblog! Weitere Worte sind nicht nötig! Die Stadt Gescher liegt im westfälischen Münsterland.