Vergnügungsreisen von Parteigenossen zu Lasten der Allgemeinheit


Drei Tage Berlin, das war schön, erklärte ein verdienter Genosse dem Schreiber dieser Zeilen. Es wurde auch Zeit, daß ich auch mal mitfahren konnte. Ich habe für die SPD genug Plakate aufgehängt. Dazu noch ein schönes Foto im Lokalblatt. Es waren alles nur Genossen an Bord des schönen Reisebusses, hoch die Tassen, die Stimmung war gut. Mit Bildung wollten wir es nicht zu sehr übertreiben, die eigene Kostenbeteiligung hielt sich auch in Grenzen. Pronold oder Straubinger, Schulze oder Meier, sie sind austauschbar! Dazu fanden wir diese Frage bei http://www.abgeordnetenwatch.de  MdB Schurer, SPD, die wenigen Plätze sind begehrt!

 

2 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 26. September 2012 at 11:20

    Florian Pronold (Jahrgang 1972) = Banklehrling und Absolvent des ersten und zweiten juristischen Staatsexamens. Damit als Rechtsanwalt zugelassen. Seit 2002 Berufsvolksvertreter.
    Ein eindrucksvoller beruflicher Lebenslauf für einen Vierzigjährigen.

    Das deutsche juristische Staatsexamen hat weltweit einen hervorragenden Ruf. Wer seine zwei Stufen erklimmt, beweist einen scharfen, analytischen Verstand, einen Intellekt, aus dem man etwas machen kann.
    Ist das wirklich immer noch so?

    Können strebt nach Leistung und Bewährung. Nach Handeln und Horizonterweiterung. Nach Berufserfahrung und Erfolg. Der Verstand eines guten Juristen bleibt nicht alleine der Jurisprudenz verhaftet. Da gibt es die Musik, die Philosophie, die Bildende Kunst, die Architektur… – ja, irgendwann einmal auch die Politik.
    Auf jede andere Standes- und Berufsgruppe trifft dies natürlich gleichermaßen zu.
    Um jedoch beim Juristen zu bleiben. Die Anforderungen, die die juristischen Examina stellen, wurden im Kaiserreich bewußt entwickelt, um einen deutschen Juristen nicht wie eine Daumier-Karikatur erscheinen zu lassen. Die Herausforderung soll kompetenz- und persönlichkeitsformend wirken, soll Rechtsverdreher und Winkeladvokaten vermeiden helfen.

    Wie hoch jedoch ist die Anzahl von Bundestagsabgeordneten mit einem Standard-Lebenslauf wie dem des Herrn Pronold?
    Wenn jemand einen scharfen Verstand bescheinigt bekommt, warum nutzt er ihn dann nicht? Warum bleibt jede Leistung aus?
    Kreißsaal – Hörsaal – Plenarsaal – Sektionssaal (Endstation).

    Der Schreiber dieser Zeilen kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es in gewissen politischen Clustern üblich geworden ist, vor allem juristische Diplome und Grade als schmückendes Beiwerk an getunte Politaufsteiger zu verteilen. Das erklärt, warum sich all die Wulff’s und Pronold’s niemals außerhalb ihrer Clustergrenzen betätigen. Warum sie sich bei den Milliardären in ihrem Bekanntenkreis Geld leihen müssen – einfach weil sie nicht imstande sind, selbst welches zu verdienen. Sie können nur das Geld der Steuerzahler ausgeben.

    Geistige Nullnummer, die sich nicht hinaus ins Leben wagen, die sich aber mit etwas schmücken, für das anderen hart arbeiten.
    Es ist ein Rätsel, wieso so etwas von der Gesellschaft akzeptiert wird.

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    • Pronold ist unser Wahlkreisabgeordneter, zwar nur über die Liste gewählt, der sich aber schon noch im Auftreten und Anworten vom direktgewählten Straubinger unterscheidet. So ist zumindest die Sicht der Bürger der Landkreise Dingolfing und Rottal! Ob Pronold noch nebenbei als Rechtsanwalt tätig ist, wissen wir nicht. Diese Vergnügungsfahrt für die eigenen Parteifreunde nach Berlin veranstalten alle Abgeordnete auf unsere Kosten. Sie nennen das alle Bildungsreise!

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