BdSt: Deutschland befindet sich in einer Endlosspirale der Verbindlichkeiten


Der Bund der Steuerzahler (BdSt) schätzt die deutsche Haftung bei der EZB, dem IWF und dem ESM auf mehr als 500 Milliarden Euro. Focus! Das überschreitet die Summe bei weitem, die das Bundesverfassungsgericht mit 190 Milliarden als Grenze für den ESM festgelegte. Eigentlich könnte man verlangen, daß unsere Abgeordneten und auch das Verfassungsgericht die Gesamtbelastungen und sich dadurch ergebende Zusammenhänge kennen müßten, bevor die eine Entscheidung treffen. Es ist aber nicht so, wie Befragung von Bundestagsabgeordneten vor Abstimmungen zu Rettungsschirmen ergab.  MdB Özoguz, stellvertretende Parteivorsitzende der SPD! Ja, selbst wenn unsere Politiker, jenseits des hektischen Parlamentsbetrieb, in aller Ruhe Zeit haben, anständig gestellte Fragen zu beantworten, dann kommt, wie bei MdB Pronold, bayerischer SPD Vorsitzender, eine unanständige, inkompetente Antwort heraus. www.abgeordnetenwatch.de.  Daß sich diese Eigenschaften gerade bei diesen hohen Parteifunktionären häufen, ist rein zufällig und läßt nicht zwangsläufig einen Schluß auf ihren Kanzlerkandidaten zu, denn der versteht was von seinen persönlichen Geschäften.

One response to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 9. Oktober 2012 at 14:35

    „Wir müssten quasi ein ganzes Jahr lang arbeiten um die Verbindlichkeiten bedienen zu können, wenn der Euroraum auseinanderbricht.“ (BdSt-Präsident Reiner Holznagel)

    —————-

    – Arbeitnehmern in der BRD bleibt von jedem verdienten Euro ein Betrag von rund 0.25 € als bereinigter Nettoverdienst. Rund 75% gehen in Steuern, offenen und sehr vielen verdecken, indirekten Abgaben auf.
    Gäbe es die ganze Palette von Steuern und Abgaben nicht, hätte ein Arbeitnehmer mit 3000 € brutto bei diesem Reallohn-Niveau einen Lohn von 750 €. Umgerechnet auf die Mark im Kaiserreich (1 Goldmark = 15,75 Euro) entspricht das einem Monatslohn von 48 Mark nach dem Stand von 1914.

    Bei Rentnern, Arbeitslosen und Hartz4-Empfängern ist die Situation analog dieselbe. Der massive Liquiditätsentzug verhindert überdies, daß sich diese gesellschaftlichen Gruppen aus eigener Kraft eine existenzielle Basis schaffen können, die sie aus ihrer Lage befreit. Sie sind quasi von vornherein zur Armut verurteilt.

    Die BRD ist im internationalen Vergleich ein absolutes Niedriglohnland. Trotzdem behaftet mit den höchsten sogenannten „Lohnnebenkosten“, die gleichzeitig Arbeitsplätze verteuern und die Arbeitslosigkeit hoch halten.

    Die „Endlosspirale deutscher Verbindlichkeiten“ wird hier für noch mehr Dynamik sorgen.

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