Das Projekt Europa, EU und Euro darf nicht kritisiert werden


Wer das tut, ist ein Extremist, der gehört nicht zum „europäischen Verfassungsbogen“ (was das auch immer sein soll) . Gastbeitrag im ORF! Dazu noch eine Stellungnahme aus Österreich!

One response to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 11. Oktober 2012 at 12:31

    „Die Rechts- und Linksextremisten sind zwar durch diametral entgegensetzte Weltbilder getrennt – die Linke baut zumeist auf einer universelle Gültigkeit beanspruchenden Sicht der Gesellschaft; die Rechte ist auch „ideologisch“ antiuniversalistisch. Rechts- und Linksextremisten sind aber durch die Parallelen ihres realen gesellschaftlichen Hintergrunds verbunden: Sie sprechen direkt und indirekt für die Interessen der „Modernisierungsverlierer“.“ (Anton Pelinka)

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    – Zu den etwas krummen Gedankengängen dieses Herrn mag der Leser sich selbst ein Urteil bilden. Und was die Situation der „Modernisierungsverlierer“ angeht, so hat der Schreiben dieser Zeilen sehr unmittelbare Erfahrungen gemacht, Erfahrungen, die ihn zu der Aussage berechtigen, das Europa des Herrn Pelinka wird auf dem Rücken von Millionen und Abermillionen „Modernisierungsverlierern“ aufgebaut. In Griechenland, in Spanien und nicht zuletzt auch in Deutschland.

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    „Anton Pelinka ist seit 2006 Professor für Politikwissenschaft und Nationalismusstudien an der Central European University in Budapest“, so läßt es uns Sience ORF.at wissen.

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    – Ob Herr Pelinka in Budapest auch schon einmal mit dem Zug angekommen ist? Vielleicht am Keleti pu. dem vorbildlich renovierten Ostbahnhof? Gegenüber auf dem Baross tér befindet sich ein Bauzaun, dahinter die Baustelle für einen Kauftempel der „Modernisierungsgewinner“. Neben diesem Bauzaun befindet sich auch ein ausgewiesener Zugang zur Untergrundbahn. Steigt der Ortsunkundige dort die Treppen herunter – Vorsicht, am Treppenabsatz befinden sich tiefe Stolperlöcher – dann ist er mitten unter den „Modernisierungsverlierern“. In diesem Tunnelbereich hausen dutzende Obdachlose, die der glanzvollen Weltstadt Budapest doch gleich eine etwas andere Note verleihen.
    Und man nehme ja nicht an, daß diese Zustände in Deutschland noch nicht angekommen sind. Wie wär’s mit einem mitternächtlichen Spaziergang durch die Glitzerwelt der Hamburger City?
    Unter der untersten Stufe der modernen europäischen Gesellschaft befindet sich der Treppenabsatz der immer größer werdenden Obdachlosigkeit. Im modern Europa entwickelt sie sich zu einem Massenproblem. So betrachtet, ist Hartz4 ja noch fast eine Art Wohlstand. Um in Deutschland einen Menschen von Hartz4 in die Obdachlosigkeit zu treten, bedarf es jedoch nur eines Federwischs des „Fallmanagers“.

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    „Je besser gebildet und je jünger Menschen in Europa sind, desto positiver sehen sie in ihrer Gesamtheit die Europäische Union, das reale Produkt des Integrationsprozesses. Prinzipielle Gegnerschaft zu Realität und Idee einer Europäischen Union ist jedenfalls eher bei Menschen zu finden, die sich – kulturell und ökonomisch – als Verlierer sehen.“
    (Anton Pelinka)

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    – Der gute Herr Pelinka teilt die europäische Menschheit nicht in Gut und Böse, nein, er teilt sie in böse „Verlierer“ und gute „Gewinner“. Den objektiven Beobachter gibt es bei ihm nicht. Und die gebildeten, jungen Menschen in Spanien z.B., die sich von Anfang an in der Arbeitslosigkeit befinden, sieht er in ihrer Gesamtheit als EU-Befürworter an. Ein Gipfelpunkt der Verblendung!

    Das soziale und politische Weltbild für Leute wie Pelinka ist also geprägt von der Vorstellung, daß nur die hauchdünne Schicht der EU-„Gewinner“ zählt.
    Lediglich Links- und Rechtsextremeisten – was immer das ist – kümmert das Schicksal des Plebs der neuen europäischen Integrationsgesellschaft. Und das macht sie zu Feinden des „Verfassungsbogens“, also zu dem, was die Bundesrepublik seit langem
    „Verfassungsfeinde“ nennt. Gut erkannt, Herr Pelinka!

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