Ungarisches Parlament beschließt Gedenktag für vertriebene Ungarndeutschen!


Das war sogar heute ein kleine Meldung im Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung. Die Alliierten zwangen die ungarische Regierung 1946 die angestammten Ungarndeutschen zu vertreiben. Die Deutschen wurden ihrer Rechte beraubt, sie verloren die ungarische Staatsbürgerschaft, ihr gesamter Besitz wurde enteignet. Am 19. Januar wurden die ersten Deutschen in Züge gepfercht und zwangsweise aus ihrer Heimat gejagt. Es betraf etwa 185 000 Deutsche. Um dieses unrühmliche Nachkriegskapitel Ungarns aufzuarbeiten, beschloß das ungarische Parlament einstimmig an dieses Unrecht am 19. Januar zu gedenken.  Europaline-Magazin!  Tageszeitung Pesterl Loyd!

Ob sich die polnischen und tschechischen Parlamente schon ähnliche Gedanken gemacht haben? Land und Eigentum der Deutschen in den Ostprovinzen wurden komplett geraubt, 14 Millionen wurden vertrieben, vorher hat man ihnen sämtliches Eigentum weggenommen. Mindestens 2 Millionen, meist Frauen, Kinder und Alte wurden ermordet oder kamen durch die Strapazen der Flucht ums Leben.  Die Tatsachen! Die EU erhält gerade den Friedensnobelpreis und die Polen wollen noch den restlich verbliebenen, angestammten Deutschen in Oberschlesien die letzten Rechte auf Heimat und Sprache nehmen. Die Welt! Wir schreiben das Jahr 2012 der EU. Und wie verhält sich die deutsche Regierung?

4 responses to this post.

  1. Posted by Gerhard Bauer on 12. Dezember 2012 at 5:55

    Das mit „geraubt“ sehen die „Nehmer“ etwas anders. Die Deutschen haben bedingungslos kapituliert, waren also vollkommen rechtlos, ihnen gehörte nichts mehr, alles was ihnen zugestanden wurde, durften sie behalten. Was nicht, eben nicht.
    Die bedingungslose Kapitulation bezieht es sich nicht nur auf die Handlungsgewalt die des Staates, sondern auf jeden einzelnen Lebensbereich. Daher ist eine bedingungslose Kapitulation auch nicht annehmbar, solange es nur einen Funken Hoffnung auf Besserung gibt.
    Die Menschen wurden auch nicht ermordet, es wurde nur dafür gesorgt, dass evtl. spätere Anspruchsteller beseitigt wurden. Churchill hat dies in einer Rede angekündigt, dass man dafür sorgen wolle, dass keine Ansprüche mehr gestellt werden können. Die Bombardierung der Flüchtlingstrecks, der Flüchtlinge in Dresden, Rheinwiesenlager etc., das alles ist in diesem Kontext zu sehen.
    Und, es muss immer wieder betont werden, die Großzahl dieser Morde an Deutschen, sprich Beseitigung von Anspruchstellern, wurde NACH dem 8. Mai 1945 durchgeführt. Wer also bisher immer meinte, die Fortsetzung des Krieges, sprich die Nichtanerkenntnis der Bedingungen (vollkommene Entrechtung) durch die Alliierten, hätte namenloses Leid gebracht, der sollte sich die Vorgänge nach dem 8. Mai etwas genauer betrachten und nicht nur die Propaganda der Sieger nachplappern.

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    • Posted by Suum Cuique on 12. Dezember 2012 at 13:16

      „[…] die Großzahl dieser Morde an Deutschen, sprich Beseitigung von Anspruchstellern, wurde NACH dem 8. Mai 1945 durchgeführt.“

      —-

      Ja, das ist belegt worden.

      Im Auftrag des Bundesministeriums für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (BMVt) wurde eine vielbändige Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa von zahlreichen Wissenschaftlern erarbeitet und herausgegeben.

      „Wikipedia“ führt dazu aus:
      „5 Bände, zT. in mehreren Teilbänden; ferner 3 Beihefte von sog. „Zeitzeugen“, u.a. Hans Graf von Lehndorff, Bh. 3; 1 Ortsregister (1963). 1954ff (1954 noch undatiert, ab 1957: datierte Bände, bis 1961) Die vier Bände über die CS(S)R, Rumänien, Ungarn und „östlich der Oder-Neiße“ (davon Teil 1, 1954, sowie Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien sind online verlinkt, siehe Weblinks), wurden vom Ministerium auch auf Englisch verlegt und vertrieben. Die Konzeption der Bände, die ab 1955 erschienen, ist die eigentliche Meisterleistung Oberländers, der durchsetzte, dass die Vorarbeiten des Faschisten Fritz Valjavec seit 1951 zugrunde gelegt wurden. Als Verlag firmierte das Ministerium selbst, auch ein „Verlag Christ unterwegs“, Bonn (in Kommission), oder „Hayn’s Erben“, Berlin. Es gab immer wieder Neuauflagen, auch als TB, sowie in einem Massenverlag (Weltbild), womit die Produkte bis 1994 weite Verbreitung fanden.“

      Interessant, wie hier eine amtliche Dokumentation der Bundesrepublik durch die sonst so regimetreue Wikipedia präsentiert wird.
      Wie dem auch sei, die Dokumentation befand sich jedenfalls im Präsenzbestand fast jeder größeren Bibliothek in Westdeutschland. In der damals neuen Bochumer Stadtbücherei, Anfang der achtziger Jahre, hat der Schreiber dieser Zeilen noch selbst damit gearbeitet.
      Ist nun alles aus dem Bestand der Bibliotheken genommen worden.

      Man tötete nicht nur Millionen Menschen, man vertrieb sie auch aus dem Bewußtsein eines Volkes. Nichts ist in der Erinnerung von ihnen geblieben.

      Die Schändlichkeit der Bundesrepublik gegenüber dem ihr anvertrauten Volk ist in der Weltgeschichte einmalig.

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  2. Posted by Suum Cuique on 11. Dezember 2012 at 19:24

    „Und wie verhält sich die deutsche Regierung?“

    —-

    Das kann man an einem „Wesen“, das von strammen Bundesrepublikanern „Bundesaußenminister“ genannt wird, ausmachen:

    http://tirolerjournal.wordpress.com/2012/01/31/medjedew-bricht-lanze-fur-deutsche-kulturguter/

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