BdV Vorsitzende Steinbach schwadroniert auf Twitter zu Menschenrechten


Die Bundesvorsitzende der Vertriebenen und CDU Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach verschickt über Twitter folgende Kurznachricht:

Erika SteinbachErika SteinbachVerifiziert@SteinbachErika

Steinbach: Bilanz Menschenrechte ist auch für 2012 negativ http://ots.de/2450a8/st via @na_presseportal

Wir wollen wissen was sie zur Wahrheitsfindung über die Vertreibung der Deutschen unternimmt?

@SteinbachErika @na_presseportal Sind die #Ungarn nicht vorbildlich für #Polen, #Tschechen und Sie?  https://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/11/ungarisches-parlament-beschliest-gedenktag-fur-vertriebene-ungarndeutschen/ …

Heute verschickt sie plötzlich folgende Kurznachricht (ob wir ihr auf die Sprünge geholfen haben?):

Erika SteinbachErika Steinbach@SteinbachErika

Vorbildlich !  Ungarn beschließt Gedenktag zur Vertreibung der Ungarndeutschen http://www.pesterlloyd.net/html/1250ungarndeutsche.html#.UMiFZsS23iw.twitter …

Wir fassen sofort wieder nach:

@SteinbachErika Schön!Und was unternehmen Sie als BdV Vorsitzende, daß Polen und Tschechen ihre Vertreibungsverbrechen ebenfalls anerkennen?

Und diese „deutsche Volksvertreterin“ und Chefin der Vertriebenen hat tatsächlich geantwortet

Erika SteinbachErika Steinbach@SteinbachErika

@Vilstal Das ist wirklich eine realitätsferne Frage.

 

3 responses to this post.

  1. Natürlich ist es eine realitätsferne Frage. Fern jeder politischen Realität und Durchsetzungsmöglichkeit, damit bestätigt Steinbach, die Unmöglichkeit durch die BRD-Regierungen irgendeinen Einfluss auf diese beiden Staaten zu nehmen.
    Wir dürfen die deutsche Schuld anerkennen, uns selbst beschmutzen, Raub, Mord und Totschlag als gerechte Maßnahmen anerkennen. Damit hat es sich dann aber auch schon. Ach ja, bezahlen dürfen auch noch.

    Über eines muss man sich im Klaren sein, die BRD ist kein Instrument des deutschen Volkes, die BRD wurde unter der Kuratel der Sieger errichtet, um uns zu verwalten und das wird auch getan.

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    • Posted by Suum Cuique on 13. Dezember 2012 at 11:15

      „[…] die BRD ist kein Instrument des deutschen Volkes, die BRD wurde unter der Kuratel der Sieger errichtet, um uns zu verwalten […]“

      —-

      – Deshalb sind alle Aspekte alliierter Schuld sowie alle völkerrechtlichen und politischen Fragen in der Bundesrepublik ausgeklammert. Besetzung, Vertreibung der deutschen Bevölkerung und die Annexion deutschen Gebiets sind somit aber auch ein immer noch anhaltendes Verbrechen und kein historisches!
      Wenn Steinbach über „Menschenrechte“ schwadroniert, stellt sie das den „Menschenrechten“ vorausgestellte Recht, das Völkerrecht, entweder aus Dummheit oder beabsichtigtem infamen Kalkül in den Hintergrund. Für die „Menschen“, das heißt die Ostdeutschen, ist zunächst der deutsche Staat (so es ihn überhaupt zur Zeit gibt) verantwortlich, und sein Rechtsinstrument ist das Völkerrecht. Solange ein auf deutschem Territorium begründeter Staat nicht willens oder imstande ist, völkerrechtlich verantwortungsbewußt zu handeln, bleiben diese Verbrechen gegenwärtig.

      Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat mit Entscheidung vom 7. 10. 2008 eine entsprechende Menschenrechtsklage zurückgewiesen. Die Vertriebenenfrage – und damit zwingend die Frage der Annexionen – ist und bleibt eine Frage des Völkerrechts, für deren Lösung vorrangig ein deutscher Staat verantwortlich ist, denn die meisten Menschen wurden innerhalb des deutschen Staatsgebietes vertrieben.
      Erst mit der Lösung der völkerrechtlichen Frage, ergibt sich auch eine Lösung der mit der Vertreibung aus den nichtdeutschen Gebieten verbundenen Menschenrechtsfrage.

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  2. Posted by Suum Cuique on 12. Dezember 2012 at 16:17

    Die Vertreibung in Ungarn muß zudem auch in einem anderen Kontext gesehen werden. Auch Ungarn selber wurden nach dem Krieg aus den Großstädten als „bürgerliche Elemente“ aufs Land deportiert. Dabei verloren sie ebenfalls ihren Besitz. Dem Schreiber dieser Zeilen sind Schicksale aus Budapest bekannt.
    Man darf nicht vergessen, daß Ungarn ein verbündetes Land zuvor der Mittelmächte als auch danach der Achsenmächte war. Die nachfolgenden sozialistischen Herrscher nahmen nach der „Befreiung“ auch Rache am eigenen Volk. Ungarische und deutsche Opfer verbindet hier einiges.

    Mit Polen verhält es sich ganz anders. Es fällt auf, daß in Bezug auf Polen der Begriff ‚Annektion‘ nicht verwendet wird. Es wird so getan, als seien zwölf Millionen Deutsche aus „Polen“ und nicht aus einem Teil ihres eigenen Vaterlandes vertrieben worden. In der Bundesrepublik ist über das Deutschland östlich der Oder nichts mehr bekannt. Alles Erinnern wurde von den bundesrepublikanischen Machthabern mit alliierter Konsequenz ausgelöscht.

    Dokumente deutscher Geschichte und Kultur aus ganz Deutschland, vornehmlich aber über den Osten findet man hinter diesem Link verborgen:

    http://archiv.twoday.net/stories/4148089/

    Mittlererweile fast 1,2 Millionen Bücher, Zeitschriften, Partituren, Landkarten und ikonographische Dokumente. Meist im DJVU-Format. Auch herunterladbar.

    Was die Bundesrepublik dem Vergessen anheimstellen will, bei unserem östlichen Nachbarn ist es zu finden. Und es muß auch gesagt werden, wie stark das vorurteilslose Interesse dort an einer Geschichte und Kultur ist, die die Bundesrepublik längst als erledigt abgehakt hat!
    Madame Steinbach ist als BRD-Funktionärin so überflüssig wie ein Kropf. Eine lächerliche Figur, deren geistiger Horizont nicht annähernd dem gewachsen ist, was sie zu vertreten vorgibt. Glücklicherweise ist man auf sowas nicht angewiesen. Wer wissen und verstehen will, der kann das glücklicherweise ohne obrigkeitliche Anleitung tun.

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