Türkischer Europaminister: „Mit der Türkei wäre die EU kein Christenklub mehr!“


Der türkische Europaminister Bagis wörtlich in einem Interview mit den Deutsch-Türkischen-Nachrichten (Zitat):

„Die EU ist außerdem ein Friedensprojekt und legt sehr viel Wert auf Stabilität in ihrer Umgebung. In diesem Sinne könnte die Türkei als mehrheitlich muslimisches aber gleichzeitig säkulares Land eine wichtige Rolle innerhalb der EU spielen. Nicht nur aufgrund ihrer militärischen und wirtschaftlichen Stärke, sondern auch zur Prävention des Vorurteils, dass die EU ein Christenklub sei.“

Hier das ganze Interview zur Selbstbeurteilung. Türkische Anmaßung oder nicht?

4 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 18. Januar 2013 at 13:22

    „Kaiser Wilhelm II. wollte im Ersten Weltkrieg mithilfe der Türkei Weltmacht werden. Beide haben aber ihren verdienten Lohn bekommen und sind untergegangen – das Kaiserreich sowie das Osmanische Reich.“

    (Maria Frank, „Bündnis Deutschlands Zukunft“, in einem Wurfzettel für die Partei „Die Freiheit“ vom August 2011)

    – Zu historischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhängen hört man von Deutschen so manchen Schwachsinn, aber das obige Zitat ist wohl kaum zu toppen.

    Das Osmanische Reich ging nicht unter, sondern im säkularen Nationalstaat Türkische Republik auf. Ganz anders die deutsche Nation. Sie versank in Armut, Diktatur, Krieg, Feuersturm, Vertreibung und letztendlich in einem banalen Bundesrepublikanismus.

    Der „Christenclub“ Europa hat in seiner Selbszerfleischung nicht zuletzt die europäischen Zentralmächte und hierbei insbesondere Deutschland ausgeschlachtet. Nicht sehr christlich, was der „Christenclub“ hier tat – und erst recht keine politische Glanzleistung. Den „Christenclub“ zu erhalten lohnt wirklich nicht! Und, lieber ‚Pecos Bill‘, so gesehen ist er tatsächlich etwas moralisch zutiefst Unanständiges“

    Am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nannte man die Türkei den „kranken Mann am Bosporus“ (mit ihm war wohl kaum ein Weltmachtplan zu verwirklichen, Frau Frank).
    Allein durch die Selbstzerfleischung Europas gelangte der türkische Nationalstaat zu nicht zu unterschätzender Bedeutung für Europa.

    Die europäische Politik ist sich – vor allem seit dem achtzehnten Jahrhundert – der herausragenden Bedeutung gewisser geostrategischer Punkte in Europa nur allzu bewußt. Die bedeutendsten sind Gibraltar, Danzig und die türkischen Meerengen. Alle drei geostrategischen Punkte haben Bezug zum Spencer-Marlborough-Churchill-Clan, besonders zu Winston Churchill – kein Zufall.
    Im Gegensatz zu den europäischen Mittelmächten erkannte die Türkei nach dem Ersten Weltkrieg den ihr aufgezwungenen Vertrag von Sèvres nicht an, der ihr die Hoheit über die Meerengen genommen hätte.

    Der „kranke Mann am Bosporus“ hat überlebt und sich erholt. Die Zerstrittenheit seiner Nachbarn und anderer Mächte wußte er zu nutzen. (Anmerkung für den Blödmichel: Das bezeichnet man gemeinhin als „Politik“.)
    Und in logischer Folge dieser Politik hat der türkische Staat nun Interessen im „Christenclub“ EU.
    Die Türkei ist flächenmäßig größer als jedes Land der EU. Sie besitzt immer noch ihre geostrategisch bedeutenden Meerengen und hat sich erfolgreich dauerhaft auf Zypern festgesetzt. Der türkische Siedlungsraum reicht mittlererweile vom ostanatolischen Vansee bis an die Nordsee. Europa kann der türkischen Herausforderung kein politisches Gegenkonzept gegenüberstellen, denn sein Reflex, die Türkei womöglich draußen zu halten, wird durch seine fortdauernde Intention, die Deutschen unten zu halten, überlagert.

    Ohne eine gerechte Friedensordnung in Europa, wird der Kontinent über kurz oder lang ein türkisches Dominium werden. Wenn Europa überleben will, muß es sein Selbstverständnis überdenken. Das ist nicht einmal ansatzweise erkannbar. Auch dank der Bundesdeutschen.

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  2. Posted by GFC on 17. Januar 2013 at 15:18

    Die EU ist längst Atheisten-Klub.

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  3. Posted by Pecos Bill on 17. Januar 2013 at 11:13

    „Vorurteil“? Die tun ja gerade so als sei ein „Christenclub“ etwas Unanständiges!

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    • Posted by anna on 26. Juni 2013 at 13:38

      Du gibst ja selber schon zu das EU ein Christenclub ist.
      Und niemand hat behauptet und so getan, das Christenclub etwas Unanständiges ist?

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