Sprachverbote und Zensur heute?


Nachdem wir den schönen Pfingstgruß von unserer Leserin Ilse einstellten, müssen wir diesen Mist über „Sprachgebote“ in der Springerzeitung „Die Welt“ lesen:

Aus Negerlein werden Messerwerfer, weil das N-Wort nicht mehr in die deutsche Sprachlandschaft passen darf. Die Welt! .

Ja, liebe Ilse, irgendwie klingt das schöne alte Stiefmütterchen, zu deutsch, zu verkalkt für die heutige Zeit der Emanzen, der gegenderten Gesellschaft. Da müßte sich doch eine neue Benennung finden lassen. Wie schreibt doch die Welt,

„die Kinder, die heute die „Hexe“ lesen, sprechen ein anderes Deutsch und haben viel öfter als früher auch einen anderen ethnischen Hintergrund.“

Genau?! Dann ist ja alles in Ordnung oder doch nicht, da gibt es immer noch die Rückständigen aus Niederbayern und unsere Ilse aus Norddeutschland. Und die Leserkommentatoren dieser Zeitung, „Die Welt“, sterben hoffentlich auch bald aus. Die zehn kleinen Negerlein sind bereits auf der Strecke geblieben, da werden wir das Stiefmütterchen auch noch schaffen, meinen unsere guten Menschen. Gegen dieses Unkraut helfen unsere NGOs. Wir beweisen täglich unsere Zivilcourage!

11 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 21. Mai 2013 at 16:12

    Wer die Sprache verändert, verändert früher oder später auch das Denken, denn auch gutgemeinte Zensur ist und bleibt Zensur.

    Die PDF-Ausgabe vom Februar 2009 der Zeitschrift „Forschung und Lehre“ bietet eine Fülle interessanter gedanklicher Anregungen und sei deshalb allen Lesern hier wärmstens empfohlen:

    Klicke, um auf 02-2009.pdf zuzugreifen

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    • Posted by Uranus on 21. Mai 2013 at 22:15

      Gönnen wir uns also weiterhin den Spaß, die absurden Sprachnebel der Volldemokraten ganz bewußt zu „diskriminieren“, also „Unterschiede wahrzunehmen“. Solange wir das tun und darüber hinaus sogar noch Witze und Geschichten an Stammtischen und anderswo erzählen können, haben Zensur und Totalitarismus noch nicht gesiegt.

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    • Posted by Uranus on 23. Mai 2013 at 10:38

      Danke lieber Suum Cuique für den oben angeführten Link. Nach dem Durchlesen des Interviews mit Gisbert Haefs „Auch gut gemeinte Zensur ist Zensur“, ist mir die hinter dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG, auch Antidiskriminierungsgesetz genannt) stehende Absicht klar geworden. Den Menschen soll damit das „Diskriminieren“, also eigentlich das Vermögen, „Unterschiede wahrzunehmen“, per Gesetz verboten werden. Auf einer tieferen psychologischen Ebene sollen die Zensur und die Sprachnebel der Politquatschköpfe dazu dienen, den Menschen das natürliche Bedürfnis, Unterschiede wahrnehmen und auch sprachlich ausdrücken zu wollen, abzuerziehen.

      Da mit dem Erzählen von Witzen und Geschichten aber doch gerade Unterschiede aller Art sprachlich formuliert und herausgearbeitet werden, ist damit auch schon das passende Gegenmittel benannt. Erzählen wir uns mehr Witze und Geschichten. Hören wir uns auch die Witze und Geschichten unserer Mitmenschen an. Lachen wir vor allem mehr über die oft tragikomischen Auftritte und Vorstellungen unserer bundesrepublikanischen und europäischen Politquatschköpfe. Ich bin mir sicher, daß jeder einzelne von uns damit mehr bewirken kann, als durch ein Kreuz auf einem Stimmzettel.

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  2. Posted by Uranus on 21. Mai 2013 at 11:22

    Eine Alternative zum allgemeinen Bejammern der grün-braun-totalitären Sprachregelungsabsurditäten könnte sein, sie einfach selbstbewußt in seinem persönlichen Lebensumfeld zu ignorieren, ja sogar den Spieß umzudrehen und sich einen Spaß daraus zu machen, die Belehrungsversuche der Obrigkeit charmant, aber nachdrücklich zu mißachten. Das wäre ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Rassismus, denn heute heißt es:

    „Verwendet nicht mehr das Wort Neger“

    Vor etwa 80 Jahren hieß es:

    „Kauft nicht bei Juden“

    Die Parallelen sind ja wohl offensichtlich. Bleiben wir also wachsam!

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  3. Also mal gaaanz realistisch – bis ich es ausgesprochen habe daß . . . . der
    maximalpigmentierte Mitbürger mit Migratinshintergrund sein Schuldigkeit
    getan hat u.deshalb der maximalpigmentierte Mitbürger mit Migrationshinter-
    grund nun gehen kann . . . . . Nun, bis dahin ist der Mohr garantiert längst
    eingeschlafen, wetten?

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  4. Posted by marc on 20. Mai 2013 at 17:35

    Man könnte den Kindern natürlichauch erklären das Neger aus dem Lateinischen kommt und Schwarz bedeutet und sich Schwarze in Brasilien und überall wo Portugisisch gesprochen wird immer noch Negro nennen.

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  5. Posted by KassandravonTroja on 18. Mai 2013 at 12:46

    „Die Kinder, die heute die „Hexe“ lesen…“ Diese Kinder mit dem anderen ethnischen Hintergrund und dem anderen Deutsch lesen mit Sicherheit keine Nazi-Literatur. Und was ist mit „dem anderen Deutsch“ gemeint? Etwa „Isch masch dich Krankenhaus?“ oder „Isch weiß wo dein Haus wohnt“ oder gar der Wunsch nach unerwünschten Beziehungen zu den Müttern der Nazi-Deutschen? Somit sind die Sorgen unserer Gutmenschen unbegründet. Aber das ist doch eindeutig krank. Was mache ich denn jetzt: Ich habe Stiefmütterchen schon als Gobelin bestickt und an eine Verwandte verschenkt. Müssen wir beide jetzt ins Umerziehungslager? Ich habe mal was von einem Negermädchen erzählt – und das war auch noch positiv, aber sehr wahrscheinlich war ich nahe dran, im Umerziehungslager zu landen.

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  6. Posted by Berit und Thomas on 18. Mai 2013 at 11:46

    Zum Glück haben wir noch Opa´s Bücherarchiv und weden wohl unsere Bestände aus dem Antiquariat auffüllen. Kennt vielleicht jemand noch die “ Digedag- Comics“ aus der DDR , von Hannes Hegen ? Die haben wir auch alle…Zuerst gründen die Digedags zusammen mit Südseeinsulanern einen Zirkus, – Das Pferd von Ritter Runkel heisst “ Türkenschreck“ und in der Amerika-Serie wird der Negerjunge Ben von den Digedags aus der Slaverei befreit. Einem gierigen orientalischen Sultan werden Goldschatz und eine entführte Prinzessin abgejagt. – Dann die ganzen “ Lederstrumpf-Geschichten “ von J.F. Cooper oder die wunderschönen Bücher von Mark Twain oder Jack London . Das war wirklich noch lesenswert aber für diesen umgemodelten Hubbatz heutzutage geben wir keinen Pfennig aus ! Sollen diese Verlage auf ihren Mist sitzen bleiben und eingehen wie die Primeln. Vielleicht lernt man mal daraus.

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    • Posted by KassandravonTroja on 18. Mai 2013 at 15:57

      Also ich lese doch auch lieber die nicht umgemodelte, weil dem Zeitgeist angepasste Literatur. Immer wenn ich gedacht habe, dass es nicht noch dümmer geht, gehts tatsächlich noch dümmer. Im Übrigen hoffe ich doch sehr, dass diese umgemodelte Literatur keiner kauft; ich denke, auch wenn die Literatur an Kinder aus anderen Ethnien und mit einem anderen Deutsch werden diese Literatur auch nicht lesen.

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