Neuhammer, ein deutsches Dorf in Oberschlesien


Immer noch deutsch oder darf es heute wieder deutsch sein? Fußballbegeisterte deutsche Jugend aus Neuhammer bei Oppeln! Wie deutsch ist Schlesien heute noch, wie viele Schlesier bekennen sich als Deutsche? Ist Schlesien heute für die Deutschen westlich der Oder-Neiße ein fremdes Land? Fragen, die wir stellen sollten. Wir sind es unseren Eltern schuldig.

Die Söhne eines Breslauers und eines Gleiwitzers stellen diese Fragen, die heute Niederbayern sind.

3 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 27. Mai 2013 at 10:52

    „Immer noch deutsch oder darf es heute wieder deutsch sein?“

    – Falsche Fragestellung.
    Dahinter wirkt propagandistisch das bundesrepublikanische Innenministerium. Und das vertritt nun wirklich keine deutschen Interessen.

    Lediglich beim Fußball darf man auch mal jenseits der geistig wie geographisch sehr engen Grenzen der BRD den schwarz-rot-gelben Blödmichel rauslassen. Darüber hinaus ist jedoch alles nicht das Gelbe vom Ei.

    In sechs Staaten Europas gibt es heute noch eine deutsche Minderheit, die bis 1918 einem deutschen Land zugehörig war. Politisch hat unter diesen Minderheiten nur eine in einem einzigen Land davon eine nennenswerte Bedeutung – und die hat keinen Bezug zur BRD.

    Den Deutschen wird es derweil tüchtig eingeimpft, das Bewußtsein, eine Minderheit zu sein. Ganz gleich, ob in Oppeln oder Oberhausen. Dabei wird allerdings nie die Frage gestellt, was es letztendlich bedeutet, einer Minderheit anzugehören.

    Wer irgendwo auf der Welt in eine rudimentäre Minderheitsgesellschaft hineingeboren wird, der erlebt von frühester Kindheit an, daß seine Muttersprache minderwertig ist. Sie ist nicht die allgemeine Amts- und Umgangssprache, sie ist nicht die literarische Sprache des Landes, sie ist ganz einfach überflüssig. Wer einer solchen Minderheit angehört, der hat auch nur einen geringeren gestalterischen Spielraum für seine Lebensplanung. Teil einer rudimentären Minderheit zu sein, heißt auch, daß es für den Angehörigen einer solchen Minderheit den größeren sozialen Zusammenhang einer Nation nicht gibt – er hat nicht wirklich ein Vaterland.

    Die kleinen Völker des Baltikums haben trotzdem unbeirrt an ihrer Identität festgehalten. Nur gehört dazu eine Willensstärke, die man in der BRD nicht findet.

    Für die Deutschen trifft ein rudimentäres Minderheitendasein nicht nur den eingangs erwähnten sechs Ländern zu, sondern mehr und mehr auch in „ihrer“ Bundesrepublik.

    Teil einer rudimentären Minderheit zu sein, heißt sich aus der Geschichte seines Volkes verabschieden zu müssen; heißt, es als überflüssig zu empfinden, die Feinheiten seiner Muttersprache zu beherrschen, denn im Rechtsalltag ist einzig die vollkommene Beherrschung der Amtssprache wichtig.

    Für die Deutschen gilt, daß sie auch in „ihrem“ Staat, der BRD, sukzessiv ihrer nationalen und kulturellen Identität entfremdet werden.
    Nach 1945 wurde ein Großteil der Bücherbestände, die den Krieg überdauerten, vor allem in west- und mitteldeutschen Bibliotheken vernichtet. In vielen bundesrepublikanischen Bibliotheken ist heute nichts mehr zu finden, was über bundesrepublikanische Nabelschau hinausgeht.
    Junge Deutsche in Oberhausen dürften heutzutage wesentlich weniger Möglichkeiten haben, in der Stadt im Rheinland aus „öffentlich zugänglichen Quellen“ etwas über ihre nationale Identität zu erfahren als Deutsche in Oppeln, der Hauptstadt Oberschlesiens. Wer als Deutscher an Primärquellen zu seiner Geschichte interessiert ist, der sollte der „schlesischen digitalen Bibliothek“ mal einen virtuellen Besuch abstatten. Er wird sich wundern, was es da alles zu entdecken gibt:

    http://www.sbc.org.pl/dlibra/collectiondescription?dirids=46

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    • „Immer noch deutsch oder darf es heute wieder deutsch sein?“ Genau diese „falsche Frage“ haben wir als Kommentar bei der deutschen Gemeinschaft dort in Oppeln eingestellt. Mal sehen ob sie reagieren oder diese Frage sogar einfach wegzensieren.

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      • Posted by Suum Cuique on 28. Mai 2013 at 12:21

        Die Antwort darauf, lieber „rundertischdgf“, wenn sie durchdacht ausfällt, dürfte interessant sein.

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