Piraten, FW oder AfD, warum haben sie Angst Nonkonformisten zu sein?


Warum stürzen Parteineulinge wieder schnell ab? Dazu fanden wir diesen interessanten Beitrag bei der Wirtschafts Woche.

Dazu bezieht ein Gesprächsteilnehmer persönlich Stellung

Wie Phönix aus der Asche tauchen sie auf, neue Parteien in der deutschen Landschaft. Manche von ihnen werden von Medien hochgejubelt, aber nur für kurze Zeit, solange sie nicht dem herrschenden politischen Milieu oder der veröffentlichten Meinung gefährlich werden können. Der Zulauf, vieler von den etablierten Parteien enttäuschter Bürger, ist groß, wenn Pöstchen und Mandate zu vermuten sind.

Wie war es denn gerade in Schleswig-Holstein zur Kommunalwahl, 45 % haben nur gewählt, die 55 % der Nichtwähler haben das Interesse an den politischen Entscheidungen in ihren Kommunen verloren. „Egal wen wir wählen, die sind doch alle gleich, alle in einen Sack und draufhauen, und du triffst immer den Richtigen“, heißt es an den Stammtischen.

Haben die recht oder nicht? Der Schreiber dieser Zeilen spricht in diesem Kontext nicht für den Gesprächskreis „Runder Tisch DGF“, sondern gibt hier nur seine, vielleicht ganz unmaßgebliche Meinung ab. Ja die Stammtische haben recht. Sie sind nämlich diejenigen, die durchaus die echten Probleme in unserem Land erkennen, hin und wieder meckern, aber nicht zu laut, „denn sagen darf man das doch nicht, wenn man z.B. eine ganz anderer Meinung zur EU oder zur Integrationspolitik der Politiker hat, sich für die Heimat einsetzt, die Kirche lieber im Dorf als die Moschee sieht und….Ich will doch nicht in der rechten Ecke landen!“  Es gibt sie dennoch die überzeugten Patrioten und auch nonkonforme Deutsche, die sich einen Dreck um die parlamentarische Gesäßordnung rechts oder links scheren. Aus deren Sicht gibt es nur ein Richtig oder Falsch.

Natur- und Heimatschutz von den Linken und Grünen gepachtet? Wieso? Das ist die Sache von Patrioten, die ihre Heimat lieben, auch ihre Traditionen schützen wollen. Aha, also doch ganz schlimme Rechte? Allein an diesem einfachen Beispiel wird das ganze Dilemma, das Absurde, in der politischen Auseinandersetzung  sichtbar. Der Patriot wird ausgegrenzt, der Bunte darf allein die Kröten über die Straße tragen. Bayerische Patrioten, die die Lurche, die Gelbbauchunken, retten wollen, dürfen das nicht. Sie werden ausgegrenzt, wie es ein Dingolfinger Oberfunktionär der ÖDP und eine örtliche Zeitung gegenüber einigen unserer Gesprächsteilnehmern versuchte. Nonkonforme, die den Mut haben gegen den Stachel zu lecken, darf es eben nirgendwo in dieser Republik geben. Bei denen hört der Spaß mit der Meinungs- und Versammlungsfreiheit auf.

Da schließt sich dann der Kreis auch wieder zu solch neuen Gruppierungen wie Freien Wählern, Piraten oder jetzt AfD. Sie wollen etwas, aber eigentlich auch nur wenig verändern. Und dieses Wenige ist eben zu wenig für wirkliche Umbrüche. Man achtet strickt darauf, daß auch noch für sie ein Plätzchen in der Mitte oder gar links von der Mitte frei ist. Nach kurzer Zeit merkt dann auch der Wähler, die sind ja ebenfalls nicht neu, und er bleibt als Nichtwähler der Urne fern. Noch eine konformistische Partei wird nicht gebraucht. Wer nur die 5 % Klausel überspringen will, der springt zu kurz. Aus dem wird keine Bewegung, wie in England mit UKIP oder in Italien mit Grillo.

Versucht es doch mal als wirklich patriotische Partei, greift die Themen der Stammtische auf, seit Nonkonformisten. Das Risiko müßt ihr eingehen, daß ihr schlechtgeschrieben, zersetzt und behindert werdet. Sogenannte rechte Parteien wie die Republikaner oder NPD haben so ihre Erfahrungen! Wer sagt denn, daß die Rechtsradikale und Verfassungsfeinde sind, vielleicht sind sie gar bessere Demokraten. Es ist alles eine Frage der Auslegung, und das geschieht durch die Mächtigen.  Es sind die Blockparteien, die auch gegenüber diesen Randparteien ihre Pfründe verteidigen wollen (siehe verfassungswidrige 5 % Klausel zur EU-Wahl).  Na und, macht den Leuten klar, daß es euch um ein besseres Deutschland geht, seit Patrioten, denen es nur um unser Land geht, nicht um den Berufspolitiker Job.

A.-E. H.

Meine Frau sagt heute: „Nichtwählen ist ein Fehler.  Ich hab bisher immer CSU gewählt. Ich werde diesmal der neuen Partei AfD meine Stimme geben.“

 

4 responses to this post.

  1. ich bin ein alter, auf dem land gestrandeter pirat. ein aussteiger/einsiedler aus dem schwabenland, dessen geist mit dem alter soweit gesundet ist, dass er nicht mehr gut angepasst an eine kranke gesellschaft leben möchte und deshalb hierher nach andalusien/spanien, zurück zur natur, ausgestiegen/umgesiedelt ist. eigentlich könnte mir die gesellschaft egal sein, so ist es aber nicht.

    für die kommende bundestagswahl sehe ich schwarz (schwarz/gelb – schwarz/rot – rot/grün), wenn es uns nicht gelingt, den wählern die “alternativlosigkeit” zu der piratenpartei zu vermitteln. die piraten sind (noch) ein chaotischer haufen und noch fehlen die “gesichter” die den wählern die wahrheit über unser kaputtes gesellschaftssystem vermitteln können.

    die einzige, winzige chance auf eine veränderung bieten nur die basisdemokratischen sozial-piraten. es ist kein zufall, dass sich gerade die piraten für das grundeinkommen aussprechen. die jungen wissen genau, dass sie diejenigen sein werden, die in den kommenden dekaden auslöffeln müssen, was ihnen die alte generation (ungefragt) eingebrockt hat. ihnen ist klar, dass sie die verlierer sein werden, wenn an einem sozialstaat festgehalten wird, der nicht nachhaltig finanziert ist, weil er auf einem weltbild basiert, das vergangenheit ist. das von den piraten geforderte bedingungslose grundeinkommen wird unsere sozialpolitik grundlegend und nachhaltig verändern.

    die piraten haben sich bisher nicht mit ruhm bekleckert, aber nur aus chaos wird was neues entstehen !!! wir sind bereit zum ändern !!!

    wer mit unserer gesellschaft zufrieden ist und nichts verändern will, wenn alles so weitergehen soll, derjenige soll wählen was er will und vor seinem fernseher den “untergang” verfolgen. nicht “die politiker” sind schuld, schuld sind alle die, die diese politiker gewählt haben.

    die regierungen, die gewählt wurden, regieren in wirklichkeit nicht und die, die regieren, wurden nie gewählt. ich habe mal gelesen: “unwissenheit ist der schlüssel zum glück” und es liegt nahe, dass die mächtigsten deshalb die totale verblödung unserer bevölkerung vorantreiben. dies will die piratenpartei ändern. es gibt piraten in jeder couleur, die basisdemokratie gibt jedem mitglied die möglichkeit für sein anliegen eine mehrheit zu finden. es ist noch sehr viel zu tun, mach mit und werde pirat.

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  2. Posted by Suum Cuique on 31. Mai 2013 at 8:57

    „Sogenannte rechte Parteien wie die Republikaner oder NPD haben so ihre Erfahrungen! Wer sagt denn, daß die Rechtsradikale und Verfassungsfeinde sind, vielleicht sind sie gar bessere Demokraten. Es ist alles eine Frage der Auslegung, und das geschieht durch die Mächtigen.“

    – Das ist zunächst einmal sehr system-inhärent gedacht.

    Verfassungsfeind ist grundsätzlich jeder Deutsche, der die alliierte Ordnung in Deutschland infrage stellt. Zu den Mächtigen zählen in diesem Zusammenhang erst nachrangig Deutsche. Die Mächtigen sind im supranationalen Gremium der Alliierten, der UN und ihren Tochterorganisationen angesiedelt. Auch später entstandene regionale supranationale Konstruktionen wie die EWG ~ EU gehören zu den „Mächtigen“. Sie bestimmen in nicht zu unterschätzendem Ausmaß die Lebenswirklichkeit der Deutschen.
    Diese alliierten Schöpfungen haben mehr und mehr ein Eigenleben, eine Verselbstständigung sowie eine eigene Ideologisierung entwickelt. Die „Demokratie“ ist dabei ihr ideologischer „Transmissionsriemen“, mit dem sie die Völker für ihre Ziele in Schwung halten. Und diese Ziele weichen von nationalstaatlichen Interessen immer weiter ab – nicht nur in den sogenannten „Feindstaaten“. Es kristallisiert sich tatsächlich eine veränderte – neue – Weltordnung heraus. So holt der Fluch der bösen Tat auch die Sieger von einst ein.
    Diese neue Weltordnung ist eine weitgehende Verneinung des in Mittel- und Nordeuropa (Deutsches Reich, Skandinavien, Finnland, Baltikum) entwickelten Staatsgedankens von gesellschaftlicher Harmonie und dem Wegfall extremer Ungleichheit; in Schweden gern als „Volksheim“ bezeichnet.
    Aus der neuen Weltordnung entsteht eine hauchdünne Mittel- und Oberschicht: vielleicht 0,01% der Weltbevölkerung. Der Rest wird in einer Vermassung unvorstellbaren Ausmaßes enden.
    Die UN plant zu diesem zweck methodisch weltweite „Umsiedlungen“:

    http://www.unhcr.org/pages/4a16b1676.html

    Die Kriege sind darin als „Mittel zum Zweck“ zu bezeichnen. So wird eine neues, globales Staatsvolk geschaffen. Natürlich wird es Nischen geben, die von den UN-Plänen ausgespart bleiben werden. In Mitteleuropa wird man sie jedoch wohl kaum finden.

    Was also können die Deutschen tun?

    Der verfassungstreue Bundesrepublikaner nimmt sich sein geheiligtes Grundgesetz vor und bastelt aus den Seiten Papierschiffchen oder Papierflieger, um der Flutung seines Landes zu entgehen.
    Verfassungsfeindliche Deutsche haben immerhin die innere Freiheit darüber nachzudenken, wo finde ich noch eine Nische auf diesem Globus, in der ich in Freiheit und Würde leben kann – oder, für die Utopisten unter ihnen, wie befreie ich mein Land von allen historischen und gegenwärtigen alliierten Zwängen und mache es zu einem rehabilitierten, freien Land, in dem alle Deutschen in Freiheit und Würde leben können.

    In Parteien und Wahlen jedoch, wird man allerdings keine Lösung finden! Wer immer noch fleißig seiner „staatsbürgerlichen Pflicht“ nachkommt, auf den trifft das Goethe-Zitat aus dem „Faust“ wie selbige aufs Auge:

    „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.“

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