Herr Professorin an der Uni in Leipzig


Wenn unser Leser diese Überschrift liest, dann vermutet er einen dicken Rechtschreibfehler. Dem ist aber nicht so. Die wissenschaftlichen Lehrinnen sind es leid, daß sie mit Frau Professor Doktor Ilse Deppen-Dorf angesprochen werden. Jetzt haben sie den Spieß umgedreht und auch gleich die Regel Professor_In oder Professor/Professorin abgeschafft und zwingen die lehrenden Männer, sich mit dem Titel Herr Professorin Doktorin August Fracksausen zu schmücken.  Und die nehmen ihre Entmannung scheinbar in Leipzig auch noch klaglos hin. Von einem Aufstand der Männer haben wir noch nichts vernommen. Das ist übrigens kein Witz, die Uni Leipzig verkommt zur Klapsmühle, zur geschlossenen Anstalt für besonders schwere Fälle. Wiener Zeitung und Blaue Narzisse .

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14 responses to this post.

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  2. Posted by Hans Menz on 10. Juni 2013 at 21:51

    Was Sie schreiben, ist falsch. Die Uni Leipzig verwendet das generische Femininum, es wird also keinen „Herr Professorin“ geben.

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  3. Posted by Jeremias on 8. Juni 2013 at 23:46

    Ist Putin eine Frauenanrede?

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  4. Posted by Suum Cuique on 6. Juni 2013 at 22:17

    Nicht Bielefeld, nicht Bremen, sondern das mit einer großen akademischen Tradition behaftete Leipzig – traurig!

    Die geistige Entwicklung in der Bundesrepublik gibt zu einer Vielzahl von Reflexionen Anlaß. Für den Schreiber dieser Zeilen auch zu einigen sich aufdrängenden kulturtheoretischen Analogien.

    Intelligenz, was ist das? Bestimmt nicht etwas, das allein auf Universitäten beschränkt ist.
    Intelligenz ist ein Instrument der Schöpfung – und auch nicht etwas, auf das allein sich nur der Mensch etwas zugute halten kann.

    Intelligenz ist eine Gabe der Schöpfung. Sie macht die Menschen zu „Kindern des Prometheus“.
    Menschengemachte Götter werden darüber leicht zu erzürnten Menschenfeinden. Nicht war Monsieur Allah? Nicht war, Herr Marx? Nicht war, Mister Morgenthau. Den Menschen als eine Herde dummen Viehs sehen, auf dessen zu Markte getragener Haut man sich als „Elite“ bettet.
    72 Jungfrauen, der Kommunismus oder die Rückentwicklung zum dummen, hungernden Bauern dem Menschen als gesellschaftliches Paradies vorgauckeln.
    Die Eliten haben so einige Versprechen im petto.

    Daraus entsteht dann so mancher im Eis erstarrte „Frühling“. Egal ob einst in Prag oder heuer in Kairo.

    Aristoteles formulierte in seiner „Summierungsthese“ den Grundgedanken einer kollektiven Intelligenz. Seine Summierungsthese – ihr zufolge kann die Entscheidung einer größeren Gruppe von Menschen besser sein, als die weniger Einzelner oder Fachkundiger – kann als die theoretische Basis des Demokratiegedankens verstanden werden. Aber auch umgekehrt wird ein Schuh daraus.
    Der naturwissenschaftliche Gegenbegriff hier lautet „Schwarmintelligenz“. Ein Begriff, der sich nicht von ungefähr vor allem in der Informatik etabliert hat.

    „Schwarmintelligenz“ läßt sich an „anstoßen“, initiieren. In der Politik etwa durch eine gute und durchdachte Gesetzgebung – eben ganz entgegen zur aristotelischen „Summierungsthese“, durch einzelne Persönlichkeiten. Ein großer König schenkt seinem Volke ein durchdachtes Gesetzeswerk, schafft einen Sozial- und Bildungsstaat und dieser blüht zu ungeheurer Entfaltung des Geistes auf. Eine „Demokratie“, allein aus ihrem Selbstverständnis heraus, ist nicht in der Lage Schwarmintelligenz zu begründen. Sie läßt ein Volk trotz – oder gerade – wegen der aristotelischen Summierungsthese verkümmern, denn allein aus lauter NULLEN entsteht kein exponentieller Prozeß. Man landet bei „Hartz4“.

    Nicht nur die genetischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine Nation zu einem Volk von Dichtern und Denkern zu machen. Es bedarf auch der Weckung von kollektiver Intelligenz. Schnürt man sie ab, beschreitet dieses Volk alsbald die wieder die hinabführenden Stufen in archaisches Dunkel.

    Den Deutschen in der Bundesrepublik ist der Abstieg ins Dunkel von ihrer Demokratie gewiesen worden. Sie gehen ihn, ohne daß sich an ihnen noch irgend ein Anstoß zu kollektiver Intelligenz bemerkbar macht. Das Zeitalter der Hexenprozesse haben sie, wie es scheint, bereits wieder erreicht. Ihre Universitäten reduzieren sich im gottgefälligen Haß auf alles Naturwissenschaftliche auf nur noch eine einzige Fakultät: die theologische, die der Politischen Korrektheit.

    Gute Nacht, Deutschland.

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    • Posted by Uranus on 7. Juni 2013 at 10:25

      Nach einer guten Nacht, lieber Suum Cique, folgt immer auch ein neuer Morgen. Das Leben vollzieht sich zyklisch seit Anbeginn der Tage. Der verständliche Wunsch des Menschen nach langfristiger Kontinuität ist eine Illusion und wird es immer bleiben.

      Tief in mir drinnen verspüre ich eine Gewissheit, daß Zeiten kommen werden, in welchen die Völker der Welt – auch das Deutsche, das sich mitnichten selber abschaffen wird – den tiefsten Punkt des Abstiegs erreicht haben werden und den erneuten Aufstieg beginnen, was durchaus erst nach unserer Lebenszeit der Fall sein kann. Die dann lebenden Deutschen werden sich köstlich amüsieren über eine geradezu unglaublich scheinende feministische Grammatik mit solch sprachlichen Verrenkungen wie „Herr Professorin“.

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      • Posted by Suum Cuique on 7. Juni 2013 at 14:08

        Ihren Optimismus möchte ich gerne teilen, lieber „Uranus“ – und ich halte ihn auch nicht für unbegründet.
        Tatsächlich hat es in der Geschichte immer wieder auch eine langfristige Kontinuität einer geistigen Hochblüte gegeben. Die von Florenz hielt über fünf bis sechs Generationen an. Die Zeitspanne von über zwei Jahrhunderten bescherte der Medici-Residenz in der Toskana eine geistige Hochblüte, die andernorts ganze Völker nicht einmal in Jahrtausenden erreichten.

        Wenn Intelligenz wieder kollektiv wird, wenn in Gesetzgebung, Kunst und Wissenschaft etwas angestoßen wird, wenn eine neue Renaissance eingeleitet wird:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance-Humanismus

        DANN IST ALLES KEINE UTOPIE!

        Aus dem verlinkten Beitrag ein Zitiat, mit dessen Hervorhebung ich Ihnen, „Uranus“, dem „rundentischdgf“ und allen Lesern ein erstes, sonniges Sommerwochenende in diesem Jahr wünschen möchte:

        „Ein beliebtes Thema humanistischer Reden war das Deutschenlob, die Würdigung von als typisch deutsch geltenden Tugenden: Treue, Tapferkeit, Standhaftigkeit, Frömmigkeit und Einfachheit (simplicitas im Sinne von Unverdorbenheit, Natürlichkeit). Diese Qualitäten wurden den Deutschen anfangs von italienischen Gelehrten, die dabei auf antike Topoi zurückgriffen, zugeschrieben.“

      • Posted by Uranus on 7. Juni 2013 at 19:25

        Lieber Suum Cuique, der lateinische Ausdruck „ad fontes“ = „zu den Quellen“ bringt es gleichsam auf den Punkt, wobei ich darunter nicht nur die Forderung nach einer Rückbesinnung auf die authentischen antiken Quellen verstehe, sondern auch und vor allem eine Rückbesinnung auf die Quellen des Lebens und des Glücks an sich. Vielleicht oder auch hoffentlich läßt der nicht vorhandene Widerstand der Leipziger Universitätsmänner gegen derartige sprachliche Verbiegungen wie die besagte Anrede „Herr Professorin“ die verzweifelte Sehnsucht danach erkennen, daß solche Verrücktheiten doch bitte den Abstieg und die Selbstdemontage aller der Kräfte beschleunigen mögen, die sich einer erneuten Renaissance des Humanismus in den Weg stellen wollen.

        Wenn der menschenverachtende nihilistisch-sozialistische, jegliche Konturen verwischende Zeitgeist schon gerade dabei ist, sich selbst zu zerstören, ist es wahrscheinlich ratsam, ihn nicht daran zu hindern. Vielleicht ließe sich so die zuweilen schicksalshafte Ergebenheit und scheinbare Widerstandslosigkeit manches Zeitgenossen gegen völlig abstruse geistige Ergüsse sozialistisch-feministischen Gleichmacherwahns erklären.

        Also auf zu den Quellen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, lieber Suum Cuique, dem Runden Tisch und allen Lesern ebenfalls ein schönes, bewußt erlebtes Wochenende.

  5. Posted by Locke on 6. Juni 2013 at 11:40

    Hofeunuchin!

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  6. Haben diese geistigen Sitzpinkler auch nicht anders verdient.

    Carsten

    Elektronischer Trauschein

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  7. Posted by Augustus on 5. Juni 2013 at 8:58

    Tja, wenn die Männer sich so einfach zu Eunuchen machen lassen, sollte man sie wohl eher mit dem Titel Hofeunuch ansprechen

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  8. Wenn der Mensch spinnt, gibt er ein Zeichen.
    Und, das ist gut so.

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