17. Juni, 60 Jahre danach, Gauck, das war im Reichstag zu wenig!


Lieber Bundespräsident Gauck, liebe Volksvertreter, habt den Mut 60 Jahren nach diesem nationalen Aufstand in Mitteldeutschland auch die Namen der Opfer und der Täter zu nennen. Wir tun das an jedem 17. Juni und nennen stellvertretend für die Opfer den Arbeiter Eberhard von Cancrin!

An diesem Tag für einen aufgeklärten Antikommunismus zu werben, erschließt sich wohl nur Gauck und den Berufspolitikern im Bundestag!

Der 17. Juni 1953

Still und heimlich wurde das Gedenken an den Volksaufstand gegen SED, kommunistischen Willkürherrschaft und sowjetische Besatzung entsorgt. Stellvertretend für die Ermordeten des kommunistischen Terrorregimes in der ehemaligen DDR erinnern wir an den streikenden Arbeiter Eberhard von Cancrin, der bei Leipzig in einer Kiesgrube hingerichtet wurde. Wir verweisen deshalb auf zwei Dokumente: Gedenktafel am Wohnhaus von cancrin.JPG und Leichenbescheid der Volkspolizei cancrin_leiche.gif Pressefundsache zum Thema: Leserbrief in der Thüringer Landeszeitung vom 21.6.07 17. Juni eisenach.JPG 

Dazu noch dieser Verweis vom letzten Jahr! Fundsache zum 17. Juni an anderer Stelle!

One response to this post.

  1. Posted by Parago on 17. Juni 2016 at 15:31

    Wie schon in Wikipedia auch hier mein Kommentar zur noch andauernden Geschichtsfälschung aus politischen Gründen:

    Als Großneffe von Max Fechner, dem damiligen Justizminister der DDR, stelle ich fest:

    Die Befürwortung einer Vereinigung von SPD und KPD durch Max Fechner geschah aus zwei Gründen:

    Die russischen Besatzer übten massiven Druck auf ihn aus, um die Vereinigung zu erzwingen. Max Fechner, der einer Vereinigung sehr skeptisch gegenüber stand, wurde mitgeteilt, dass er und seine gesamte Familie sowie die Familien seiner Verwandten (Schwestern), die in West-Berlin lebten, nach Sibirien deportiert werden würden, wenn er der Vereinigung nicht zustimmen würde.
    Max Fechner sah zu diesem Zeitpunkt auch keinen Grund, sich der Drohung der Besatzer zu widersetzen, weil aus seiner Sicht die SPD sehr viel mehr Mitglieder und damit Macht hatte als die KPD. Er sah keine direkte Gefährdung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Machtverhältnisse. Dass kurz nach der Vereinigung der beiden Parteien mehrere „Säuberungswellen“ unter SPD-Mitgliedern stattfinden würden, die das Machtverhältnis massiv zugunsten der KPD veränderten, konnte er nicht ahnen.

    Er war von den Besatzern hereingelegt worden…

    Ein Verräter an der SPD, wie es die SPD heute noch darstellt, war er ganz gewiss nicht.

    Darüber hinaus stellte sich nach der Wende bei Durchsícht der Stasi-Akten heraus, dass Max Fechner nicht wegen seiner öffentlichen Aussagen hinsichtlich der Ereignisse um den 17. Juni 1953 aus dem Amt entfernt und verhaftet worden war. Vielmehr legten ihm die russischen Besatzer im Juli 1953 rund 100 Todesurteile für Kinder und Jugendliche vor, die angebliche Rädelsführer des Arbeiteraufstandes waren.

    Fechner lehnte die Vollstreckung der Todesurteile ohne vorheriges Gerichtsverfahren ab und wurde wenige Tage danach durch seine Nachfolgerin Hilde Benjamin ersetzt. Sie unterzeichnete die Todesurteile wie gewünscht.

    Max Fechner wurde erneut das Opfer seiner Überzeugungen, für die er im 3. Reich im KZ saß und in der DDR durch eine langjährige Gefängnisstrafe mundtot gemacht wurde.

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