Grünanstreichen von Fahrradwegen hilft gegen Blechfaschismus


Im Kampf gegen den Faschismus jeglicher Art sind die Grünen konsequent, das muß man diesen „Demokraten“ schon zugestehen.  Die Presse!

2 responses to this post.

  1. Posted by nervender Kommentator on 16. Juni 2013 at 10:26

    Grüngepinselte Radwege habe ich neulich auch in Belgien gesehen. Ohne auf mögliche politische Doppeldeutigkeiten eingehen zu wollen – ich fand es ok! Subjektiv gesehen war es auffälliger und ein angenehmerer Farbton als das hierzulande gebräuchliche Rot. Wenn also Radwege aus irgendwelchen Gründen angestrichen werden sollen oder müssen – gern in grün. Wobei ich auch ein schönes Blau oder Piratenpartei-Orange befürworten würde. 😉
    Alles besser als das hiesige Rot, was im Volksmund auch „Blutspur“ genannt wird. 😀

    Warum lassen sich Radfahrer eigentlich so einfach politisch instrumentalisieren? Ein Harleytreffen behindert auch den Verkehr – ja und? Der Umzug den Schützenvereins legt die ganze Kleinstadt lahm – ja und? Keiner von denen käme auf die Idee, das jetzt als „Sieg“, als „Territorialgewinn“ gegen die Nichtharleyfahrer bzw. Nichtschützen zu zelebrieren. Warum machen nun Radfahrfreaks nicht einfach ihr Event, erfreuen sich am Treffen mit Gleichgesinnten und distanzieren sich von den grünen Rattenfängern?

    Antworten

  2. Posted by Suum Cuique on 16. Juni 2013 at 9:38

    Die Ideologisierung des Verkehrs ist seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch die Autolobby betrieben worden. Vernunftsaspekte wurden zuerst durch sie in den Hintergrund gedrängt.

    Das größte Problem des Autos ist sein enormer Flächenbedarf.
    Beispielsweise in Köln, das von einem Ring von Autobahnen umschlossen worden ist. Die Fläche jedes Autobahnverknüpfungspunktes an diesem Ring alleine, entspricht in etwa der Grundfläche der Kölner Innenstadt.
    Oder Hamburg. Das Hamburger Umland ist ein einziger unendlicher, häßlicher Siedlungsbrei. Das Auto allgegenwärtig. Urbanität, wie man sie im etwa gleichgroßen Prag oder Wien findet, ist Hamburg fremd.

    Zurück zu Köln, der Fordstadt. Die von der Automobilindustrie entwickelte Fließbandarbeit, benötigte in der Vergangenheit in Mitteleuropa eine hohe Zahl Fließbandarbeiter. Der Fließbandarbeiter, der Prototyp des Niedriglöhners, war in der BRD alsbald ein türkischer „Gastarbeiter“. Die Türkisierung Deutschlands begann mit der Autoindustrie.

    Und wer profitiert heute wohl am meisten von der Masseneinwanderung einer neuen, jungen Bevölkerung, die, so ungebildet und archaisch sie auch sein mag, doch eine sehr starke Affinität zum Auto hat?

    Die Umvolkung der BRD hat der Autolobby eine Markterweiterung von rund vier Millionen PKW zusätzlich gebracht. Der „Migrant“ muß auch nicht lange auf sein Statussymbol sparen. Nicht zuletzt über staatliche Transferleistungen kommt er sehr schnell zu seinem „3er“ oder „Benz“. Der deutsche Steuerzahler finanziert mithin in nicht geringem Umfang den Autoabsatz zugunsten der „unverzichtbaren Talente“ an seiner Seite, und natürlich damit auch das Ausleben ihres wenig rücksichtsvollen Fahrstils.
    Gleichzeitig sorgen jugendliche Migrantenhorden in öffentlichen Verkehrsmitteln durch Gewalt für Negativschlagzeilen. Den Deutschen wird die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verleidet – was natürlich auch wiederum dem Autoabsatz förderlich ist.

    Das Auto schuf den suburbanen Siedlungsbrei – und damit lange Arbeitswege. Teure Arbeitswege. Auch wer im Niedriglohnbereich beschäftig ist, kann häufig nicht mehr auf das Auto verzichten, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen.

    Auch die Ideologisierung eines Verkehrsmittels schafft, wie jede Ideologie, letztlich nur Armut und Zwang.

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s