Die Wartende auf Mann und Vater


Am Strand von Kühlungsborn blickt die Skulptur der Wartenden auf die Ostsee und hofft auf baldige Wiederkehr des Mannes und Vaters, der auf gefährlicher See dem täglichen Broterwerb für die Familie nachgeht. Ein Leser unseres Textes zum 17. Juni stellt den Vergleich zu Eberhard von Cancrin her. Auch seine Frau und seine beiden Töchter warteten darauf, daß der Vater nach seiner Arbeit wieder nach Hause  kommt. Vergeblich!

DieWartende

One response to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 20. Juni 2013 at 16:47

    Der 17. Juni ist ein Tag der Niederlage. Ein Tag, an dem nicht aus ruhmvoller Höhe etwas stürzte, sondern ein Tag, an dem einer gebrochenen und gequälten Nation vor Augen geführt wurde, wie tief sie doch gesunken war. Und dies besitzt eine immer noch gültige Aktualität.

    Auch andere Völker mußten in ihrer Geschichte Niederlagen hinnehmen. Im Gegensatz zum deutschen Volk fanden diese Niederlagen bei ihnen Einzug in die Literatur und die Musik, wurden emotional verarbeitet. Nicht so bei den Deutschen, die nichts kennen außer trister Leere.

    Jedoch haben die Deutschen das Leid der Niederlage bei anderen Völkern durchaus kunstvoll zu thematisieren verstanden. Sie wußten ihm Größe und Würde zu verleihen. So wie Heinrich Heine in seinem Gedicht von den beiden Grenadieren. So wie in der Vertonung dieses Gedichts durch Robert Schumann. So wie Hans Hotter
    in seinem Liedvortrag:

    Die beiden Grenadiere, die beiden Charaktere, die jeder auf seiner Art mit der Niederlage umgingen – und daraus Hoffnung schöpften.

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