Die Sicht eines Deutschen aus Paraguay


Ein Leser aus Paraguay schickte uns diesen Brief. Meine Sicht auf Deutschland Meine Sicht auf Deutschland  (Text in unterschiedlichen Formaten)

3 responses to this post.

  1. Posted by Uranus on 20. Juni 2013 at 20:43

    “Ich habe den Eindruck, dass diese Lethargie bei dem größten Teil der deutschen Bevölkerung vorherrscht.”

    – – – – – –

    Das ist auch mein Eindruck. Aber: Da ich 99,99999 % und wahrscheinlich noch mehr der deutschen Bevölkerung gar nicht kenne, halte ich es immerhin für möglich, daß dieser Eindruck täuscht, zumindest, was die tatsächliche Anzahl deutscher Schlafschafe betrifft. Vielleicht gibt es weniger, als man zu glauben geneigt ist. Oder mehr. Doch egal, ob mehr oder weniger, es liegt an uns, die wir uns dessen bewußt geworden sind, die Lethargie (auch unsere eigene) zu durchbrechen. Wer sonst sollte es denn tun?

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  2. Posted by Suum Cuique on 20. Juni 2013 at 14:06

    „Ich habe den Eindruck, dass diese Lethargie bei dem größten Teil der deutschen Bevölkerung vorherrscht.“

    – Ja, den Eindruck hat auch der Schreiber dieser Zeilen.

    „Trüb ists heut, es schlummern die Gäng und die Gassen und fast will
    Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.“
    (Friedrich Hölderlin, Elegien, „Der Gang aufs Land“)

    – Eine bleierne Zeit hat die Deutschen erfaßt. In bleierner Erstarrung vegetiert alles vor sich hin. Leidenschaftslos, empathielos, alles ausblendend, wie bei der im vorgestellten Brief erwähnten „jobcenter“-Mitarbeiterin, von dessen Typus der Schreiber dieser Zeilen Dutzende kennengelernt hat. Kafkaeske Bürokratie-Automaten.

    Den Deutschen ist alles abhanden gekommen: der Sinn für ihr Land, der Sinn für ihr Volk, der Sinn für ihre Sprache, der Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit, der Sinn für das Gute und Schöne. Der Deutsche lebt in geistiger Leere. Rund sechzig Millionen Individuen allein auf sich selbst reduziert; geistig nichts in sich aufnehmend und auch nichts an andere weitergebend.

    Was sind die Ursachen? Geistige und materielle Besitzlosigkeit!

    Welcher Deutsche hat noch einen wirklichen Beruf, in dem er aufgeht, der ihm existenzielle Sicherheit garantiert, der ihn – auch vor sich selbst – zur respektablen Persönlichkeit macht?
    Die seelische Zerstörung der Deutschen geht einher mit ihrer beruflichen und existenziellen. Und in diesem Sinne ist „Sachbearbeiter“ oder „Beamter“ kein Beruf!
    Der Reduzierung der Deutschen auf einen „Job“ folgt ihre Reduzierung auf ein geistloses Massenwesen. Ein Stück Blei in einem seelenlosen Mechanismus.

    Kann sich der Deutsche daraus befreien? Gewiß! Aber nicht innerhalb der engen Grenzen dieses Staates.

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  3. . . .
    Sehr anschauliche Sicht von aussen – wir sind bereits so tief im Wald, daß wir schon lange die Bäume nicht mehr sehen . . .

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