Wählen wir die Katz, die uns letztlich frißt?


Dazu finden wir heute einen sehr schönen Beitrag bei Geolitico  unter dem tatsächlichen Titel, „wenn das Wählen letztlich doch für die Katz ist?“ Es ist ein Genuß das zu lesen, um sich danach über das eigene Wahlverhalten Gedanken zu machen. Ein Gesprächsteilnehmer des „Runden Tisches DGF“ kommentiert den Aufsatz:

Wir wähnen uns in einer Demokratie, weil man uns das jeden Tage eintrichtert. Die Lüge wird zur Wahrheit, ein nicht vorhandener Zustand zur Wirklichkeit erklärt. Das kann man sehr leicht anhand der Frage, ist Deutschland souverän oder nicht, darstellen. Um- und erzogen, glaubt seit 1945 die Mehrheit der Deutschen, daß unser Staat unabhängig handlungsfähig ist. Gestern fanden wir eine bemerkenswerte Antwort auf die Frage eines Bürgers, ob von deutschem Boden aus US Tötungsdrohnen gesteuert werden, beim CSU Bundestagsabgeordneten und Sicherheitsexperten Dr. Uhl. Es ist ihm sichtlich unangenehm, zu dieser Frage Stellung zu beziehen (aber immerhin tut er dies, natürlich mit großem Herumgeeier – wobei Andere seiner Zunft viel zu feige wären, überhaupt den fragenden Bürger zur Kenntnis zu nehmen). rundertischdgf!

Überall in Europa gibt es ein aufgebrochenes Parteienspektrum. In Frankreich ist derzeit die FN erfolgreich, in Italien die Grillo-Bewegung u.a.! Warum ist das nur dort so, und bei uns nicht? Piraten, als Neuerscheinung? Die sich gar nicht schnell genug noch linker als die Linken oder Grünen einordnen, werden also als Korrektur nicht gebraucht. AfD, auch eine neue Partei? Klammert viele Themen aus Angst aus. Wollen krampfhaft mittiger sein als alle anderen. Patriotische Themen, wie z.B. die Souveränitätsfrage greifen nur die Republikaner und die NPD auf. Aber diese werden von allen Gazetten als unwählbar verteufelt.

Warum nur der Anspruch, mal so eben über die 5% Klausel zu hüpfen? Klare Themen, ohne Rücksicht auf links oder rechts zu nehmen, gilt es zu setzen. Die Grillo-Bewegung ist aus dem Stand auf 25 % der italienischen Wähler gekommen, weil sie die Machtfrage stellt und das ganze verkrustete System auf dem Stiefel verändern will. Das ist zumindest ihr öffentlich wahrnehmbarer Wille.

Ist der resignierende Nichtwähler der eigentliche Durchblicker in “unserer Demokratie”? Das kann auch nicht die Lösung sein, er ändert nichts, denn die anderen rechnen sich schnell auf 100% hoch. Wenn diese Nichtwähler, keine der etablierten Blockparteien wählen, sondern die Sonstigen, dann würde sich was ändern. Der verkrustete Funktionärs- und Selbstbedienungsladen würde durcheinander gewirbelt. rundertischdgf!

2 responses to this post.

  1. Der Alternativlosigkeit am 22. September kann man nur noch mit klaren Ansagen begegnen:

    http://swo.li/EALRCQy

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    • Posted by Meckerer on 30. Juli 2013 at 18:51

      Die klare Ansage stimmt, aber alle in der CDU und ihre Anbeter schwören auf ihre Partei. Da muß nur mal mit einen top Zeitungsbonzen chatten, die wimmeln jede Kritik alternativlos ab…

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