Ungarn ist auf einem guten Weg


Ungarn ist auf einem guten Weg. Ungarn will sich der Abhängigkeit entziehen, das schildert Gerhard Bauer in seinem heutigen Aufsatz. Merken wir uns für unser eigenes Verhalten den Satz, „jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt„.

4 responses to this post.

  1. Posted by Uranus on 18. August 2013 at 22:24

    Den heutigen Tag (18. August 2013) verbrachte ich bei typisch deftigen ungarischen Speisen und selbst angebautem und gekeltertem Wein in einer typisch ungarischen Familie in der Nähe von Esztergom. Im Laufe der Gespräche wurde auch das von vielen Ungarn als äußerst verachtend empfundene Verhalten des ungarischen Ministerpräsidenten Orbán gegenüber der eigenen Bevölkerung ausführlich erörtert, und zwar gewürzt mit einem für Ungarn ganz speziellen sarkastischen Unterton. Nach Meinung sämtlicher Mitglieder dieser Familie ist Orbán nichts weiter als eine erbärmliche Witzfigur, die sich einen Dreck um das Wohl und Wehe der eigenen Bevölkerung schert. Ungarn braucht keine Europäische Union, um sich im grün-braun-totalitären Sinne umerziehen zu lassen. Das erledigt Orbán mit seinen Schergen auch alleine.

    Übrigens werden auch in Ungarn neue Parteien gegründet, die gemäß ihres theoretischen Grundsatzprogrammes zum Ziel haben zu retten, was noch zu retten ist.

    Für mich als Außenstehendem ergibt sich aber ein ganz ähnliches Bild wie in der BRD: Es wird zwar fürchterlich geschimpft über die derzeitige Regierung, bei der nächsten Wahl werden aber so oder so doch wieder die gewählt, die außer Spaltung und Zerstörung zwischenmenschlicher Strukturen sonst nicht im Sinn haben, sei es Orbánscher Totalitarismus oder der grün-braun-sozialistische Totalitarismus der EU.

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  2. Posted by Uranus on 16. August 2013 at 18:49

    Ob Ungarn auf einem guten Weg ist, das wird sich noch herausstellen, wenn die Frage beantwortet ist, für wen in Ungarn der Weg gut ist. Für den größten Teil der Bevölkerung jedenfalls nicht. Ich bin da nämlich gerade, und zwar nicht in einer der Touristenhochburgen am Balaton, sondern mitten im Land zwischen der ganz urtümlich ungarischen Bevölkerung. Was die Bevölkerung hier über Orbán sagt, deckt sich so gar nicht mit der Lobhudelei, die ich in der BRD so teilweise vernehme. Die Ungarn wünschen Orbán inzwischen zur Hölle, obwohl sie ihn doch vorher natürlich gewählt haben.

    Nach Meinung der Leute hier hören sich die Bestrebungen nach Unabhängigkeit von der EU zwar ganz gut an, dienen aber in erster Linie dem Aufbau eines Großreiches Ungarn mit Orbán als megagroßkopfertem Oberdiktator. Der denkt nämlich gar nicht an die Bedürfnissen „seiner“ Bevölkerung, sondern nur an die Ausbeutung „seines Volkes“, um sich selbst erst einmal die eigenen Taschen vollzustopfen, dann die seiner Sippschaft, dann die seiner restlichen Gefolgschaft. Die nahezu vollständige Zensur von Rundfunk, Fernsehen und Presse ist inzwischen eingeführt. Wirkliche Meinungsfreiheit gibt es hier nur noch ganz im Verborgenen. So sehen das jedenfalls die Menschen hier, zwischen denen ich gerade selbst lebe. Manche Ungarn wünschen sich gar den stalinistischen Kommunismus zurück. Ich kann es selbst kaum glauben.

    Das einfach nur mal zur Ergänzung zu dem, was in der BRD normalerweise in den Veröffentlichungen, auch alternativen Veröffentlichungen wie dem Compact-Magazin und dem Elsässer-Blog, so alles über Ungarn derzeit verbreitet wird.

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    • Derzeit wird aber Ungarn, wegen seiner kritischen Haltung zur EU, in den Medien stark angegriffen.

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      • Posted by Uranus on 17. August 2013 at 9:17

        Ja, es ist richtig, daß Ungarn in der BRD-Systempresse angegriffen wird. Von diesem Standpunkt aus ist es sicher auch richtig, daß Orbán versucht, Ungarn aus der Abhängigkeit von der EU mehr und mehr zu lösen, um weniger erpressbar zu werden. Den EU-Schergen paßt das natürlich nicht. Folge davon ist aber auch, daß die ungarische Bevölkerung stark unter den Maßnahmen Orbáns leiden muß.

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