Archive for 11. September 2013

Die Regensburger Domglocken und der nicht abgeschickte Leserbrief


Wir haben hier bereits berichtet, daß der Regensburger Domprobst ein halbe Stunde alle Glocken läuten ließ, um mit diesem Lärm eine genehmigte Wahlkampfveranstaltung der NPD zu sprengen. rundertischdgf! Man kann nun zu dieser Partei stehen wie man will, aber eine Heldentat dieses Pfarrers ist das nicht. Dazu erhielten wir von einem guten Katholiken, sicherlich kein Anhänger der Nationaldemokraten, wohl aber ein anständiger und gerechter Bürger, der nicht mit der Masse mitschwimmen will. Er formulierte anliegenden Leserbrief, den er dann doch nicht an das Straubinger Tagblatt wegschickte. Er nannte uns als Gründe, den werden sie verweigern und zudem muß man mit persönlichen Nachteilen für sich und seine Familie rechnen. Soweit sind wir schon mit der vielgepriesenen Meinungsfreiheit.  Mit der Genehmigung des Schreibers veröffentlichen wir diesen nicht abgeschickten Leserbrief aber auf dieser Seite zur Selbstbeurteilung für unsere Leser:

Was erwartet der Regensburger Domprobst Herr Wilhelm Gegenfurtner mit seinem über 30-minütigen „Geläut“? Ja er kann sich auf die Fahne schreiben, die NPD-Versammlung gesprengt zu haben und eine passende Ausrede ist auch schon da. Vielleicht ein richtiger Tip von seinem involvierten Chef. Die ganze Sache könnte man auch als Amtsmissbrauch bezeichnen. Aber, was Recht ist soll auch Recht bleiben, und wenn in der Vergangenheit schon vergleichbare Maßnahmen aus den gleichen Gründen gebilligt, von den Behörden unter den Tisch gekehrt wurden, sind sie darum rechtmäßiger? Natürlich schmunzelt man über die „Tat“, man ist ja auch, rein menschlich gesehen, ein wenig schadenfroh.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Wenn also ein Nachbar zur Unzeit den Rasen mäht, es gefällt nicht dem Gegenüber und es kommt zum Streit? Wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, es gibt mit staatlichem Segen Saures. Das ist nun mal der Sinn oder auch Unsinn der Gesetze, Verordnungen und was es sonst noch gibt. Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Da wird die halbe Stadt mit weiß Gott wie langem Gebimmel und das mit der geballten Macht aller Glocken terrorisiert, man denke nur an Kinder oder Greise, Krankenhäuser, einfach Mitmenschen, die der Ruhe bedürfen und die Menschen klatschen noch Beifall!
Da gibt es höchstrichterliche Urteile, dass das Glockengeläut auf ein Mindestmaß zu beschränken, ja sogar in Einzelfällen verboten ist. Wenn die mehr oder weniger angetrunkenen Fans diverser Vereine grölend um die Häuser ziehen, ich weiß, so etwas gibt es hier nicht, werden dann auch die Glocken Sturm läuten? Also, wo ist die Verhältnismäßigkeit? Wo ist da Gesetz, Ordnung, Demokratie? Diese Leute sind bestimmt nicht meine Freunde, aber warum werden Minderheiten so verfolgt? Hat ein Rechtsstaat das überhaupt nötig? Ist es die Namensähnlichkeit NPD zu NSDAP? Da würde es noch Beispiele geben! Wie sieht es aus mit SPD oder SED? Sind die beiden großen Parteien mit dem „C“ vorne dran christlicher, nur weil vorne das große „C“ prangt, sind wir freier wegen dem „F“ der FDP? Wie christlich verhält sich der Regensburger Domprobst Herr Wilhelm Gegenfurtner?
Noch ist die NPD nicht verboten. Und so lange sie nicht verboten ist, befindet sie sich auf rechtmäßigem Territorium. Sie haben sich versammelt. Sind Fensterscheiben zu Bruch gegangen, wurde die Kirche angegriffen, war eine große Katastrophe vorhanden oder absehbar? Das es hier und da Auswüchse gibt, ist tragisch. Aber so etwas gibt es woanders auch, nur als Beispiel gewaltbereite Fans, egal wo, Gewalttaten die der sogenannten linken Szene zugeordnet werden, oder jetzt aktuell die Beschädigung und Beschmierung von Wahlplakaten. Wenn verschiedenen Zeitgenossen das Konterfei des einen oder anderen Kandidaten nicht passt, bekommen sie einen „Schnäuzer“ (sie wissen schon welchen) verpasst, obwohl das weder menschlich, politisch, rechtlich noch parteimäßig zu rechtfertigen ist.
 „Liebe Schwestern und Brüder in Christo,“ Herr Domprobst Wilhelm Gegenfurtner, oder doch eher „Und willst Du nicht mein Bruder sein…“

Wenn Merkel nach der Souveränität Deutschlands gefragt wird, kommt sie ins Schleudern!


Merkel:

„Eigentlich, eigentlich! Da gibt es noch was, was wir festgestellt haben! Verbalnoten haben wir ausgetauscht, damit haben wir das Problem gelöst! Damit ist die deutsche Souveränität vollkommen wieder hergestellt!“ 

Und die deutschen Deppen im Saal  klatschen!