Königsberger Dom


Video: Königsberger Dom. Fundsache Vergessene Heimat!

7 responses to this post.

  1. […] Veröffentlicht wurde der Kommentar beim RundenTischDingolfing. […]

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  2. […] Veröffentlicht von Suum cuique am September 20, 2013 um 17.05 […]

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  3. Posted by Suum cuique on 20. September 2013 at 13:48

    Es waren die Bomben des großen europäischen Staatsmannes Sir Winston Churchill, die Königsberg Ende 1944 noch schnell in Trümmer legten. Das wissenschaftliche Bombardieren und Verbrennen gemäß den theoretischen Grundlagen des Herrn Professor Lindemann („Lord Cherwell“) sollte noch eine Weile erprobt werden, bevor der Krieg zuende ging. So kam auch Königsberg dran.
    In der Bundesrepublik wird völlig ausgeklammert, wie es um die Kontakte zwischen Großbritannien und der Sowjetunion in den dreißiger und vierziger Jahren stand, um die strategischen Bündnisüberlegungen, die schon lange bevor der erste Schuß fiel, nicht nur das Schicksal Ostdeutschlands, sondern des gesamten östlichen Mitteleuropas und Osteuropas besiegelten.
    Die westeuropäische Demokratie hat ihr wahres Gesicht einen historischen Augenblick lang enthüllt – und keiner ihrer Anhänger hat hingeguckt. Man läßt sich nicht gerne sein Bild der Dinge von der Wahrheit trüben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wird ein Land zum Bombardieren freigegeben, wird nicht viel hinterfragt. Wer bombardiert wird, ist ein Schurke, sonst würde man ihn ja nicht bombardieren. Ein Beispiel demokratischer Logik. Einer Logik, der sich die Deutschen mustergültig unterworfen haben.

    Der Dom zu Königsberg war ein Symbol protestantischer Ethik, die religiöse Toleranz in einer Zeit praktizierte, als diese in Europa ganz und gar nicht dem Zeitgeist entsprach – auch nicht in vielen protestantischen Ländern. Preußisch Holland, Groß Britannien, Neu Schottland lagen in Ostpreußen! Ostpreußen, über Jahrhunderte ein Hort des Friedens, unter einer Krone, die jeden nach seiner Façon selig werden ließ. Strenge mußte der Staat im Lande Kants nicht üben – das einzige „Blutgericht“, das Ostpreußen kannte, war ein Gasthof im Keller des Königsberger Schlosses, dem Residenzschloß des Königs, begründet von dem Salzburger Protestanten David Schindelmeißer im Jahre des Herrn 1738.
    Wäre das in der bundesdeutschen Demokratie vorstellbar, ein bürgerliches Weinlokal direkt unterm Bundeskanzleramt?

    Das Interesse vieler heutiger Königsberger an ihrer Stadt und jenem Königreich, dem sie angehörte, ist um ein vielfaches höher als das Interesse der Bundesdeutschen an ihrer Geschichte. Im mehr und mehr türkisierten Bundesdeutschland stirbt Deutschland so langsam aus – und lebt ausgerechnet da fort, wo man es mit Gewalt auszuradieren trachtete. Auch so ein demokratisches Paradoxon.

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