Das globale Dorf Deutschland: Nur weil er schwarz ist?


Der Weltbürger im Reichstag:

In Senegal sind sie stolz auf den ersten schwarzen Bundestagsabgeordneten mit afrikanischen Wurzeln im deutschen Reichstag. So schön, so gut. Natürlich sind das auch alle Deutschen, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit war gestern. Und da der gute Abgeordnete der SPD in Halle wohnt, gibt es natürlich erst recht keine Probleme im Osten damit oder? Tagesschau! Eigentlich ist dieser Zustand, die Zusammensetzung des Bundestag, auch für uns nicht die Mühe wert, hierüber einen kleinen Beitrag zu schreiben. Kann es aber sein, daß er nur als Feigenblatt für das bunte Gehabe der SPD herhalten muß? Ein Leser fragte deshalb auch richtig, mich interessieren seine politischen Ansichten. Andere jedoch jubeln und fordern gleich eine 20 % Quotenregelung für Migranten im Bundestag, mindestens. Ein Zeitgenosse meint sogar, die USA hat keine Probleme mit Zuwanderern, denn alle haben einen Migrationshintergrund, die Einheimischen, die Indianer, sind in der „verschwindenden“ Minderheit, und das ist gut so.

2 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 25. September 2013 at 13:46

    Worin besteht eigentlich die Tätigkeit eines Abgeordneten, sieht man einmal vom Redenschwingen und „Pfötchenheben“ ab?
    Man kann „seinem“ Abgeordneten einen Kummerbrief schreiben – und kriegt ihn dann beantwortet, mehr oder weniger fundiert formuliert, von der Sekretärin des Büroleiters.

    Über die Arbeit und ihre Organisation innerhalb der Mandatsträgerschaft eines bundesrepublikanischen Abgeordneten hört man recht wenig.

    Der Abgeordnete ist gleichzeitig Teil der Gesetzgebung und ihr Kontrolleur. Er übt eine Doppelfunktion aus, die ihm auch doppelten Einsatz abverlangt.
    Von einem deutschen Abgeordneten ist eigentlich zu erwarten, daß er mit den Grundzügen des deutschen Rechtssystems vertraut ist; daß er darüber hinaus die Stellung alliierten und EU-Rechts sowie die Gegebenheiten der Einbindung der Bundesrepublik in das internationale Vertragssystem kennt und neben einem sicheren deutschen Sprach- und Textverständnis auch fließend Englisch und Französisch spricht. In allen drei Sprachen sollte er ein Verhandlungssicherheit beweisen und die Feinheiten der Formulierung rechtsverbindlicher Textpassagen beherrschen.
    Das wäre in etwa der Inhalt einer Stellenausschreibung, würde man Abgeordnete nicht wählen, sondern gemäß eines formellen Arbeitsvertrages beschäftigen. Die Aufgabenstellung eines deutschen Abgeordneten ist eben noch um einiges anspruchsvoller als die seines französichen, amerikanischen, britischen oder russischen Kollegen.

    Wie viele Senegalesen wären wohl bei so einem Bewerbungsgespräch in der Lage, Fragen zum Deutschen Recht zu beantworten? Wie viele Jungabgeordnete, deren bisher nachgewiesene Lebensleistung sich im Vorweisen eines „Einser-Abiturs“ und weniger erschöpft, würden wohl darlegen können, worin der Unterschied zwischen der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) besteht – möglichst in Französisch? (Senegalesische Bewerber wären da möglicherweise klar im Vorteil.)

    In der Bundesrepublik muß ein Abgeordneter jedoch NICHTS können, nicht einmal dumm fragen. Eine verantwortliche Aufgabe, die die existenziellen Bedingungen für annhähernd 100 Millionen Menschen schafft, kann absoluten Dilletanten übertragen werden. Einzige Voraussetzung ist, daß sie vom Volk mehr oder weniger gewählt werden. Und von diesem Volk wird auch nicht mehr erwartet, als dieses periodische Kreuzchenmachen.

    Verantwortung durch Dummheit ausfüllen. Noch so ein demokratisches Paradoxon.

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  2. Posted by bwoi45 on 25. September 2013 at 12:45

    Verwunderlich ist in Deutschland gar nichts mehr und ob nun ein schwarzer Abgeordneter mehr oder wenig im Parlament sitzt schon überhaupt nicht wichtig!

    Immerhin ist er ja dorthin von seinen “ Fans“ gewählt worden!

    Viel unangenehmer ist die Tatsache, daß erstmals im Bundesparlament eine dunkelrote Opposition ihr Unwesen treiben wird, an der Spitze ein aalglatter
    ehemaliger Mitarbeiter der Stasi, zumindest ein Informant !

    Unter der Regierungszeit Merkel wurden Politiker reihenweise kaltgestellt,
    Parteien enthauptet, vernichtet um als mächtigste Frau der Welt zu gelten,
    aber in Deutschland ein Problem darstellt für die eigene Bevölkerung!

    Das ganz gefährliche für Deutschland ist, daß zusammen mit dieser Politikgestaltung eine dunkelrote Machtübernahme droht!

    Hat uns diese Kanzlerin mit ihrer SED – Ausbildung alle an der Nase herumgeführt,
    indem sie eine rote SPD, eine rotgewordene Grün-Partei und LInke Opposition Gysi irgendwie auferstehen lies?

    Ich befürchte ja…….denn offenbar hat Mutti immer Recht wenn sie sagt,
    „was wollt ihr denn, ich war doch nur an der Macht, gegenseitig fertiggemacht habt ihr Euch doch alle selber“!

    Irgendwie hat sie sogar auch noch recht……saublöd so reingelegt zu werden ! 🙂

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