Niederbayern suchen die Parteiprofile von FDP, FW, AfD oder auch FPÖ?


Die profilierte Persönlichkeit, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Frankfurter Römer, Wolfgang Hübner, nennt das Für und Wider zur neuen Partei AfD. Er selbst ist ja mittlerweile Mitglied der AfD geworden. Seinen wichtigen Diskussionsbeitrag kann man durchaus unter das Motto stellen, Mut zur Profilierung, Mut zu mehr Deutlichkeit und Schärfe, Mut zur freiheitlichen Volkspartei, Mut zu mehr als nur 5 %.  Hübners Diskussionsbeitrag zur AfD! Wir Niederbayern nehmen uns das Recht heraus, einfach mal nur zu fragen, wohin die Reise geht? FDP, Freie Wähler, AfD, FPÖ, um nur mal diese Parteien zu nennen und zu vergleichen (und weil sie schon alle mit Vertretern an unserem Gesprächskreis „Runder Tisch DGF“ teilnahmen) ? Unsere Nähe zum politischen Geschehen unseres Nachbarn resultiert aus der Erkenntnis, daß uns Niederbayern von Oberösterreich nur der Inn trennt, sonst fast nichts. Wobei wir natürlich das gesamte politische Spektrum in Österreich ebenso intensiv beobachten, wie die dortigen Freiheitlichen. In der Oktoberrunde des Gesprächskreises „Runder Tisch DGF“ diskutierten wir die Frage sehr kontrovers, warum in Österreich rund 30 % der Bürger demokratische Patrioten wählen, und bei uns in Deutschland es kein Politiker wagt, sich zum Patriotismus, zur Heimat, zur eigenen Identität zu bekennen. Die Zustände in Berlin und Wien sind ähnlich schlecht und deshalb gibt es auch hier und dort die gleichen Probleme. Der Erfolg der FPÖ mit fast 22 % resultiert daraus, daß sie diese Probleme zu Wahlkampfthemen machte und die Österreicher aufforderte, darüber abzustimmen.

6 responses to this post.

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  2. Posted by AFD-Wählerin on 3. Oktober 2013 at 20:25

    Zum Thema Parteiprofilen möchte ich auf einen lesenswerten Artikel aus dem Fokus aus dem Jahr 2010 hinweisen: http://www.focus.de/magazin/archiv/debatte-nation-familie-sprache_aid_553530.html
    Die AfD ist im Aufbau begriffen und vieles spricht dafür, dass sie sich vielversprechend entwickelt. Mitarbeit ist erwünscht und willkommen.

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  3. Posted by Alec Leamas on 3. Oktober 2013 at 1:31

    Anmerkung zu »… warum in Österreich rund 30 % der Bürger demokratische Patrioten wählen …« [und in Deutschland eben nicht]

    Im Ausland, und vor allem natürlich in Deutschland, hat man fast immer nur die Bedrohung durch Gestalten wie Jörg Haider wahrgenommen, die prinzipielle Anfälligkeit der Österreicher für »rechte Abgründe« festgestellt und selten erkannt, wie sehr das »Problem Haider« aus der immer unverschämteren Machtnahme der sozialistischen Aristokratie resultierte.

    Diese Aristokratie hat Niederlagen wegstecken müssen — blieb aber dies dato oben. Ein Irrtum zu denken, sie hätten dazugelernt. Das »Dazulernen« ist sowieso -dies gilt für die linke wie die rechte Reichshälfte- unösterreichisch. Es gilt als unsportlich, defätistisch und stillos.

    Das ist etwas, was man gerne den Bundesdeutschen überlässt. Ihr sollt [oder müsst] -vor Allem- aus der Geschichte »lernen« – gleich Versuchstieren, die durch Bestrafung und Belohnung beim nächsten Mal einen besseren Weg aus dem Labyrinth finden sollen. Die Österreicher aber sehen sich selbst als »Labyrinth«. Was also sollten wir »lernen«?

    Hingegen hat die [Zwangs] Veredelung des teutonischen Charakters -die erst zu eine Erfolgsgeschichte führte, die Ihresgleichen sucht- [und in Ihrem Sog Österreich gleich mitnahm] – sich allerdings als »Veredelung« ohne Maß und jedes Ziel herausgestellt, die es nun gilt, als Solche zu demaskieren.

    Die Vermittlung, dass ein solches Streben [ohne Maß und Ziel] schlicht absurd ist, einfach nicht leistbar ist, sollte die erste Aufgabe patriotischer Gruppen, Vereine und Parteien sein.

    Siehe hierzu:
    http://tinyurl.com/pguy89v [diepresse.com]
    FPÖ wirbt mit „Nächstenliebe“ – allerdings nur für Inländer

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  4. Posted by Suum Cuique on 2. Oktober 2013 at 20:57

    „Aber eine Partei, die ganz bewusst auch von Menschen mit kleinem Einkommen oder in prekären Arbeitsverhältnissen gewählt werden soll, kann keine FDP 2.0 sein. Wer die AfD in diese Richtung drängt – und das geschieht derzeit offenbar massiv! – handelt gegen die mittel- und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten der Partei.“

    – Die Partei, die Partei, die Partei…
    Ja, klar erkannt. Nur ist es diesem Professor für Makroökonomie offenbar dezidiert daran gelegen, in Deutschland den Niedriglohnsektor auszubauen und diesen in das globale Wirtschaftssystem einzufügen. Lucke ist Volkswirt, und man kann davon ausgehen, daß er weiß, was er mit seinen Thesen vertritt.
    Auch so eine politische Finesse, den Konservatismus in das ideologische Prokrustesbett einer globalkapitalistischen Ideologie spannen zu wollen. Dem Globalismus wird es nicht schaden. Dem bundesrepublikanischen Parteienblock auch nicht. Nur jedem Versuch, Deutschland an den Ideologien vorbei einen Weg zu schaffen, aus seiner Misere wieder herauszufinden.
    Die Deutschen sollten sich abgewöhnen, ihr Heil in den Parteien zu suchen.

    „Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon
    Geringverdienenden, also durch eine verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird.
    („Hamburger Appell“)

    —-

    – Und die deutschen Arbeitslosen wandern ins Arbeitshaus…

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    • Posted by AFD-Wählerin on 3. Oktober 2013 at 20:13

      @ suum cuique

      Es ist nicht fair, einen aus dem inhaltlichen und historischen Zusammenhang gerissenen Satz aus dem Hamburger Appell von 2005 zu zitieren, um „schon wieder so einen Professor“ in einem schlechten Licht darzustellen.

      Es möge sich jeder, der sich für den Hamburger Appell von 2005 interessiert, diesen bitte durchlesen und sich seine eigene Meinung dazu bilden: http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_vwl_iwk/paper/appell.pdf

      Dazu nur zwei Anmerkungen:

      2005 war Deutschland der „kranke Mann Europas“. Sämtliche übrigen Euro-Staaten feierten die ganz große Euro-Party. U.A. Irland und Spanien wurden als „Tigerstaaten Europas“ bewundert.

      Wie steht es um den Produktionsstandort Deutschland?
      Ob wir nun Kleidung, Schuhe, Elektronik, Werkzeuge, Kaffeemaschinen oder sonst was kaufen – die Werkbank steht meist in China. Deutsche Traditionsunternehmen gehen reihenweise in die Insolvenz oder werden aufgekauft, siehe u.A.: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/04/51575/

      Zum Parteiengeckenunwesen:

      Eines der Hauptanliegen der AfD ist die direkte Demokratie. Wären die Bürger gefragt worden, wäre der Euro niemals eingeführt worden. Auch hätten die Bürger niemals einer Fremdstaatenschuldenübernahme zugestimmt, ebenso wenig hätten sie die diversen Finanzermächtigungsgesetze gut geheißen.

      Der aufgeklärte Bürger als wahrer Souverän – nicht die Parteiengecken, wäre ein Ziel, das sich im Rahmen unserer Verfassung durchsetzen ließe, wenn es dafür Mehrheiten gäbe.

      Zum aufgeklärten Bürger gehört als Grundvoraussetzung die Abschaffung der „Medienhoheit der alliierten Mächte über deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien bis zum Jahr 2099“, die der geheime Staatsvertrag vom 21.05.1949 u.A. beinhaltet.

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      • Posted by Suum Cuique on 4. Oktober 2013 at 6:45

        Der Schreiber dieser Zeilen hat das Dokument vor ein einigen Tagen bereits an anderer Stelle verlinkt.
        Zu den Geringverdienern in der BRD gehören u.a. auch Krankenschwestern. Für Lucke scheint das Pflegepersonal in den deutschen Krankenhäusern wohl auch „geringqualifiziert“ zu sein, da es ja nur einen geringen Lohn erhält.
        Auch viele andere Berufsgruppen, die in diesem Staat dafür sorgen, daß der Laden nicht auseinanderfliegt, erhalten einen geringen Lohn. Das wird nicht mehr lange gut gehen, dann hat die BRD Dritte-Welt-Niveau erreicht. Irgendwann ist auch das deutsche Arbeitsethos einmal erschöpft.

        Und wenn Deutschland 2005 der „kranke Mann“ Europas war, was ist es dann heute?
        Mit dem Ausbau des Armutssektors, liebe AfD-Wählerin, wird eine Volkswirtschaft gewiss nicht gesunden. N.B., der Schreiber dieser Zeilen kann in seiner Biographie auch ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften vorweisen, hat aber im Gegensatz zu Herrn Professor Lucke auch ein langes praktisches Arbeitsleben hinter sich, um zu wissen, was von diesem „Hamburger Appell“, den Lucke noch als CDU-Mitglied verfaßt hat, zu halten ist. Er ist nicht als Politik. Er ist die geistige Fortführung von Schröders (SPD/Grüne) „Agenda 2010“ im Rahmen anderer Parteien des Blocks. Und als solche wird er längst in die politstrategischen Überlegungen der Regierung eingeflossen sein.

        „Direkte Demokratie“ wird in einem Armutsland nicht funktionieren. Wer von der Hand in den Mund lebt, dem wird es schnurzegal sein, ob er als „aufgeklärter Bürger und wahrer Souverän“ in Mülltonnen nach Verwertbarem sucht oder als unterbezahlter Lohnsklave, Arbeitsloser oder Armutsrentner.
        Die Behandlung, die deutsche Hartz-4-Empfänger oftmals als „Kunden“ in ihrem Jobcenter erfahren, ist ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was dem „aufgeklärten Bürger und wahren Souverän“ in einem in Zukunft gesellschaftlich viel breiteren Umfeld erwartet.
        Lucke hat jedoch bezeichnenderweise nicht empfohlen, die Einkommen von Professoren und anderer staatlich hoch besoldeter Gruppen kürzen zu wollen. Honi soit qui mal y pense…

        Den Verpflichtungen, die die BRD gegenüber der EU eingegangen ist, wird sie sich auch dann nicht entziehen können, wenn Luckes AfD plötzlich in politische Mitverantwortung gelangen sollte. Die trügerische Hoffnung auf so eine Partei lenkt letztendlich nur von der nötigen Erkenntnis ab, daß Deutschland nur noch dann eine Zukunft haben wird, wenn man sie nicht mehr im engen Rahmen der Bundesrepublik sieht.

        So, nun muß sich der Schreiber dieser Zeilen an seine Arbeit machen; sich mit der gesellschaftlichen Realität des Hier und Heute auseinandersetzen, als da wären Armut und Rechtlosigkeit in einem Deutschland, das können Sie ihm, glauben, liebe AfD-Wählerin, immer noch als Kassenpatient der „kranke Mann Europas“ ist.
        Es ist nämlich auch nicht fair, daß immer mehr Deutsche, die ein Leben lang gearbeitet haben, nun in bitterster Armut leben, ohne daß irgendeine politische Partei einen brauchbaren Weg vorzuweisen hat, sie wieder daraus zu führen, wo sie durch das Wirken ebendieser Parteien hineingestoßen wurden.

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