Eurokratie bekämpft das Selbstbestimmungsrecht der Völker


Katalonisches Referendum über Unabhängigkeit verboten. Fundsache bei Gerhard Bauer! Spanien verbietet die Volksbefragung für ein selbstbestimmtes Katalonien.

One response to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 18. Dezember 2013 at 9:07

    „…das Selbstbestimmungsrecht der Völker“.

    – Die Deutschen haben schon lange mehrheitlich akzeptiert, daß dieses Recht für sie nicht gilt. Hier nun für andere womöglich Partei ergreifen zu wollen, hat einen Beigeschmack mit ziemlich starkem Hautgout
    Das „Selbstbetimmungsrecht der Völker“ – von Trotzki (‚Zimmerwalder Manifest‘), von Lenin und US-Präsident Woodrow Wilson (’14 Punkte‘) zum Postulat erhoben, ist somit gleichzeitig auch eine Schimäre des Rechts und als Tranchiermesser für mißliebige Nationen gut zu gebrauchen.

    Welchen Grad an Selbstbestimmtheit hatten in den letzten einhundert Jahren die Deutschen? Ihre Forderung nach Selbstbestimmung löste den Zweiten Weltkrieg aus. Sie wurde den Deutschen in Böhmen auf politisch dünnstem Eis gewährt und in Danzig mit Krieg beantwortet.

    Für die EU ist das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ in erster Linie eine Opportunitätsfrage.
    Wenn es Spanien jedoch gelingt, über den EU-Rechtsstatus seine territoriale Integrität und Unversehrtheit zu wahren, dann hat es einen politischen Sieg über die Ambitionen der EU errungen, die europäischen Nationen als Klein- und Kleinststaaten zu homogenisieren. Es hätte somit die EU mit ihren eigenen Waffen geschlagen und einen respektablen diplomatischen Erfolg errungen.

    In der Frage des „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ haben die Bundesdeutschen nichts auf die Reihe gekriegt. Sie ist und bleibt ihnen vorenthalten, solange ihr fragwürdiges Staatskonstrukt, die BRD, besteht.
    Finnen, Esten, Letten, Weißrussen und Ukrainer hingegen haben es geschafft, mit der einstigen russischen Supermacht ein einvernehmliches und friedliches Zusammenleben im Schatten des sich neu gestaltenden Rußlands zu entwickeln. Und je mehr die EU degeneriert, desto stärker wird man sich dort an Rußland orientieren.

    Kleinstaaten im Südwesten und im Südosten Europas. Wem nützen sie? Mit der Schwächung oder Zerschlagung seines Nachbarn im Süden, hätte Frankreich einen geostrategischen Erfolg erzielt, den es seit Jahrhunderten anstrebt, er wäre das Gegenstück zur Zerschlagung seines Nachbarn im Osten. Und die Kleinstaaterei auf dem Balkan versucht die Türkei immer unverhohlener für ihre Ziele zu nutzen.

    Alles fließt. Europa steht wie vor hundert Jahren vor einer Zerreißprobe. Nur spielen die Deutschen darin keine Rolle mehr. Ihre BRD ist als Staats- und Verwaltungssystem für die EU-Nomenklatura zwar Vorbild für einen europäischen Polizeistaat, den man praktischerweise gegebenenfalls, wenn etwas schiefgeht, den Deutschen auch noch anlasten könnte, aber von Selbstbestimmung oder gar gleichberechtigter Mitwirkung am politischen Geschehen in Europa ist für sie kein Platz mehr.

    Selbstbestimmung in Europa ist nach wie vor weniger die Frage eines „Rechts“, sondern immer noch in erster Linie eine Herausforderung an diplomatisches Geschick und politisches Wollen.

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