Querdenker gesucht


Heute erhielten wir von unserem Gesprächsteilnehmer Dr. G. S. aus dem Landkreis Straubing-Bogen einen zustimmenden Brief. Wir kommunizierten wieder einmal zum Thema Fachkräftemangel miteinander, das ja jetzt mit der Forderung des DIHK nach 1,5 Millionen Fachkräften aus dem Ausland bis 2025 wieder in allen Medien kolportiert wird.

Dazu dieser Ausschnitt aus dem Brief von Dr. S.:

Das mit dem „Querdenker“  -anstelle Querulant- sehe ich so wie Sie. Aber wer als untätiger, inkompetenter Polititiker in der Kritik steht oder sich von einem „Querdenker“  in die Ecke getrieben fühlt, der stellt uns konstruktiv kritisch denkende Bürger schnell in die Ecke eines Querulanten. Dabei sage oder schreibe ich doch nur, was mir als politisch interessierter Bürger mein ganz normaler Menschenverstand und meine Berufs- und Lebenserfahrung sagen. Das Thema Fachkräftemangel ist bei uns in Deutschland leider eine endlose Geschichte. Auch ich könnte mich dabei „grün und blau“ ärgern, wenn ich dazu so unqualifizierte Aussagen aus bestimmten Interessenkreisen lese. Ist das Thema in Deutschland denn nicht auch durch eine verfehlte Bildungs- und Familienpolitik hausgemacht? Ist es nicht Fakt, dass  -von berechtigten Ausnahmen abgesehen- die Wirtschaft überwiegend zunehmend ausländische Fachkräfte anheuern will, weil man diese „billiger“ bekommt und sie leichter „ausbeuten“ kann? Ich habe in meinem eigenen Bekanntenkreis eine Reihe von Beispielen, wo hochqualifizierte Fachkräfte und Hochschulabsolventen aus dem Pflegebereich oder dem kaufmännischen- und Ingenieurbereich nur des Gehaltes wegen keinen entsprechenden Job oder nur eine befristete Anstellung bekommen haben und somit ins Ausland abgewandert sind. Davon nur ein Beispiel: Der Sohn eines Freundes hat nach Abschluss seines Universitätsstudiums als Diplomkaufmann mit hervorragenden Noten über 40 Bewerbungen geschrieben, aber nur unterbezahlte oder befristete Arbeitsverträge angeboten bekommen. Daraufhin hat er ein Promotionsstudium angehängt, mit sehr gutem Abschluss seinen „Doktor gemacht“ und die Stellenangebote am deutschen Arbeitsmarkt waren analog zu seinen ersten Bewerbungen. Und heute? Er ist in die Schweiz gegangen, hat dort eine sehr gute, seiner Qualifikation entsprechend dotierte Stelle, ist dort anerkannt, hat dort eine Familie gegründet und ist in der Schweiz jetzt ein „feiner Maxe“. Er wird wohl kaum mehr dem deutschen Arbeitsmarkt als hochqualifizierte Fachkraft zur Verfügung stehen.

 

2 responses to this post.

  1. Anstatt in religiöse Verblödung, in die Bildung und Ausbildung investiert, wäre dieses Fachkräfteproblem gelöst,

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    • Bei Seelsorgern gibt es tatsächlich einen Fachkräftemangel. Überall in Bayern, nicht nur dort, sind die Pfarreien jetzt mit Indern, Polen und Rumänen besetzt. Auch in dem Heimatort des Schreibers dieser Zeilen. Das ist aber sicherlich nicht das Problem!
      J.H.

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