Als Wanne-Eickel noch nicht Herne war?


Als Wanne-Eickel noch nicht Herne war, da gab es das Problem mit dieser EU noch nicht, die sich in alles einmischt. Die Vorläufer waren Montanunion und EWG. Diese Wirtschaftsvereinigungen regelten hauptsächlich die Belange von Stahl und Kohle. Jetzt meint aber der Magistrat von Herne, das mittlerweile die ehemalige Großstadt Wanne-Eickel eingemeindet hat, sich in die inneren Angelegenheiten der französischen Partnerstadt Henin-Beaumont einmischen zu müssen. Grund, dort wurde ein Bürgermeister gewählt, der dem FN angehört. Das bringt die rotgrüne Funktionärsclique aus Herne derart in Rage, daß sie die Beziehungen zu den Franzosen abbrechen wollen. Besonders laut schreien wieder mal die Grünen!

Wir sagen diesem Magistrat von Herne:

„Es geht Euch einen Dreck an, was die demokratischen Wahlen in Frankreich ergeben. Mischt Euch nicht ein, kümmert Euch lieber um die noch immer stinkende Emscher! Eure Partnerstadt in Frankreich will sicherlich eine freundschaftliche Zusammenarbeit, die politische Einmischung steht Euch nicht zu. Wenn Ihr aber meint, das sei die Idee der EU, Einmischung selbst in die Angelegenheiten einer anderen Kommune, kann das nur heißen, weg mit dieser EU. Ihr in Herne seit genau das Beispiel für eine falsche Zusammenarbeit der europäischen Völker. Hinter dem Mond von Wanne-Eickel, war mal ein Gassenhauer, habt Ihr wohl vom Begriff Subsidiarität noch nichts gehört. Aber da befindet ihr Euch in guter Gesellschaft der Eurokraten und aller anderen EU-Fanatiker und Berliner Parteien. Könnte man den FN in Herne/Wanne-Eickel wählen, würde er auch dort zweistellig gewählt, denn die Probleme sind sicherlich unter dem roten Funktionärsfilz schlimmer als in der französischen Partnerstadt Henin-Beaumont!“

3 responses to this post.

  1. Posted by Suum Cuique on 12. April 2014 at 10:23

    “Es geht Euch einen Dreck an, was die demokratischen Wahlen in Frankreich ergeben. […]“

    – Lieber „Runder Tisch Niederbayern“, eben nicht! Wie jede Ideologie, so ist auch die Demokratie darauf bedacht, Abweichlertum zu verhindern. Und wenn die Bürger einer Gemeinde innerhalb eines ideologischen Konstrukts falsch wählen, dann ist zumindest von ihnen Selbstkritik gegenüber der Gemeinschaft der Demokraten zu erwarten. Jede Ideologie fordert den Ideologischen Gleichschritt; das liegt in ihrem Selbstverständnis begründet. So, und nicht anders, funktioniert nunmal auch die Demokratie, und das, was aus ihr heraus nicht zufällig entstanden ist: die EU.
    Freiheitliche Willensentscheidung, die dem „Fortschritt“ zuwiderläuft, ist, unter den Prämissen einer Ideologie betrachtet, stets „rückwärtsgewandt“ und „ewiggestrig“. Das hat eigentlich auch jeder gute Demokrat verinnerlicht, und wenn nicht, dann muß er es lernen.

    In der gegenüber der Deutschen Demokratischen Republik zwar anders verfassten, aber nicht minder demokratischen Bundesrepublik verschwanden in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl von Gemeinden. Hier wurde ganz demokratisch von oben herab verfügt, daß das, was über Generationen gewachsen war, von der politischen Landkarte zu verschwinden hatte: so ging Rheydt in Mönchengladbach auf, Bad Godesberg in Bonn und Wanne-Eickel in Herne. Bis heute sind die beiden etwa gleichgroßen Nachbarstädte Herne und Wanne-Eickel allerdings nicht zusammengewachsen. Im Westen der Verkehrsknotenpunkt Wanne-Eickel, im Osten Herne, eine graue und als einzige deutsche Großstadt im Zweiten Weltkrieg nicht bombardierte Gemeinde. Zwischen beiden Städten befinden sich Verkehrsanlagen – Autobahnen und Eisenbahnen. Von Wanne-Eickel gelangt man mit der Straßenbahn und von Herne mit der U-Bahn – nach Bochum. Untereinander haben die beiden „Stadtteile“ bis heute keine gleichwertigen Verkehrsverbindungen, und sie werden wohl auch mangels Nachfrage nicht benötigt.

    So darf man nun als „Nichtdemokrat“ und Dissident die Behauptung wagen, daß alles, was nicht zusammengehört, auch nicht zusammenwächst.

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    • Ich bin in Wanne-Eickel aufgewachsen. Als Schüler feiert wir Wanne-Eickel mit 100 000 Einwohner als Großstadt. Unsere Spielplätze waren die Trümmerfelder zwischen den bewohnbaren Häusern. Da wir aber im Stadtteil Holsterhausen, fast an der Grenze nach Herne lebten, waren wir öfters in Herne als in der Stadtmitte von Wanne. Als ganz kleiner Wicht durfte ich am Fußballtraining der Bambinos von Westfalia Herne, damals noch mit Nationaltorhüter Hans Tilkowski,teilnehmen. Nachdem ich mir aber gleich am Anfang das Schienbein brach, war es aus mit der „Fußballerkarriere“! Wie es heute in Wanne-Eickel bzw. Herne aussieht, das weiß ich nicht, seit Jahrzehnten war ich nicht mehr dort. Obwohl ich dort mit meiner Familie vom 4 bis zum 19 Lebensjahr lebte und meine ganze Schulzeit verbrachte, habe ich kein Heimatgefühl für den Ruhrpott entwickelt.
      J.H.

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      • Posted by Suum Cuique on 12. April 2014 at 15:26

        Lieber J.H., seine allerersten Jahre hat der Schreiber dieser Zeilen nur ein wenig weiter nördlich, in Westerholt, verlebt. Das fachwerkreiche Städtchen inmitten einer vom Kohlebergbau geprägten Landschaft mit seinem Barockschloß und der prachtvollen Kastanienallee, die in die nahe gelegene „Baut“ einen idyllischen Forst führte, ist ihm von vielen elterlichen Spaziergängen unvergeßlich geblieben.
        Aber heimatliche Gefühle? Auch die entwickelten sich erst viel später in einem anderen Land. Darüber hinaus, der Name ‚Westerholt‘ gehört ebenfalls zu denen, die keiner mehr nennt.
        Ihnen und allen Lesern ein schönes Wochenende.
        S.C.

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