Wie blöd schätzt eigentlich „Bild“ seine Leser ein?


Ziemlich! Denn sonst würden sie nicht solch einen Mist zusammendichten: „Putin greift nach AfD!“

3 responses to this post.

  1. Grundsätzlich suchen Staaten derzeit, die über mehr als regionalen Einfluss verfügen, immer nach politischen Verbündeten in anderen Staaten (angefangen haben damit die Briten, die dies bis hin zur Meisterschaft entwickelten).
    Das ist eine Tatsache. Eine Ausnahme davon sind möglicherweise die Chinesen, die sich selbst während der härtesten antikommunistischen „Kampfzeiten“ aus innenpolitischen Angelegenheiten anderer Länder strikt raushielten und mit den offiziellen Repräsentanten der verschiedensten Staaten sprachen. Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, nannte man dies und praktiziert dies heute noch.
    Was unter den Maoisten im Westen teilweise auf unverständnis und Kritik stieß. Besonders traf die 68er-Kommunisten das Zusammentreffen von FJS mit Mao und Zhou Enlai. Während die moskautreuen Kommunisten jubelten und damit den reaktionären Charakter der chinesischen Kommunisten als erwiesen ansahen.
    Von der Seite Chinas her ist dies aber ein absolut sauberes Vorgehen war, von dem sich seine westlichen Kritiker eine dicke Scheibe abschneiden hätten können und immer noch könnten.
    Aber zurück zu Putin bzw. der BILD-Schlagzeile.
    Dass die AfD ein möglicher Kandidat ist, ist auch nicht auszuschließen. Obwohl und deshalb wird Putin, falls er denn daran denkt, der Schnabel sauber bleiben, die transatlantische Bindung der AfD ist zu stark. Für einen Anti-EU-Kurs und eine Loslösung aus der transatlantischen Freindschaft taugt die AfD ebensowenig wie eine Kuh zum Tanzen.

    Putin versucht vielleicht eine kleinere Partei zu beeinflussen, die USA haben nahezu sämtliche Parteien der BRD und der übrigen EU-Staaten in der Tasche und fest im Griff.
    Nicht zu vergessen die Medien allen voran der Springer-Konzern der stramm transatlantisch ausgerichtet ist.

    Die FN hätte sich mal lieber kein Geld von Russland geliehen. In meinen Augen war dies ein Fehler. Wie französisches Geld, das nach Russland geliefert wurde, half den 1. Weltkrieg zu entfesseln, so könnte hier eine französisch-russische „Allianz“ entstehen, in deren Mitte wir stehen und das tut uns ganz und gar nicht gut.
    Le Pen ist keine deutschfreundliche Politikerin, sie ist Französin mit Haut und Haaren, sie spielt die Nazikarte ebenso geschickt, wie auch Putin sie zur rechten Zeit aus dem Hut zaubern kann. Falls sich eine französisch-russische Allianz anbahnen sollte, was nicht ganz auszuschließen ist, wird der Weg in die Souveränität und die Loslösung aus der transatlantischen Freindschaft unmöglich gemacht.
    Putin macht alles was den Interessen Russlands dient bzw. was er dafür hält, ebenso gilt dies für Le Pen. Das ist ihr gutes Recht. Nur eines muss uns auch klar sein, dass sich diese Interessen nicht zwangsläufig mit den unseren decken.
    Das deutsche Problem kommt immer wieder auf den Tisch, wir sind ein Land in der Mitte Europas, ohne uns geht nichts und mit uns wollen sie nicht. Also sind wir zwischen den Mühlsteinen und so wie es ausschaut, werden wir langsam aber sicher zerrieben.
    Vielleicht und in meinen Augen nicht nur vielleicht, ist die Auflösung der BRD, also Restdeutschlands, und die Schaffung von mehreren selbstständigen Mittelstaaten ein Weg aus diesem Dilemma.

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  2. Posted by Retrograde Sinopessen on 25. November 2014 at 9:49

    Vor mehreren Monaten bereits hat man diese Propagandaschiene schon vorbereitet. Da wurde hier und da von einer Nähe zwischen Moskau und Europas Rechtsextremen berichtet. Beweis: Rechte Politiker waren eingeladen das Referendum auf der Krim zu beobachten und sind sogar hingefahren. Wie Politiker aus allen anderen Spektren der Gesellschaft auch. Ups, das wurde vergessen zu erwähnen. Nunja wenigstens wurde nicht gelogen…

    Nun schlägt man viele Fliegen mit einer Klappe: Putin als verkappter Rechtsradikaler und Verursacher jeglicher Europafeindlichkeit; die ‚russische Kreditierung der Front Nationale‘ vor ein paar Tagen; die AfD heute und welche Kritiker der EU morgen und übermorgen diffamiert werden sollen, erfahren wir morgen und übermorgen. Ganz sicher.

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