Der Politik- und Medienzirkus um PEGIDA


Unabhängig von den 19 Punkten, die als Demonstrationsgründe der Dresdener PEGIDA-Demo genannt werden, sollten wir uns ganz persönlich mal fragen, warum würde ich mitgehen? Welche ganz persönlichen Gründe könnte es für mich geben, dort zumindest einmal mitzumachen? Weil es eben nicht die 19 Punkte sind, die die Organisatoren vorgeben, es sind ganz andere. Deshalb reagieren die etablierte Politik und die Medien so wütend. Sie haben die Menschen nicht mehr im Griff. Das Verhalten von Kirchenführern, wie diesen kath. Bischöfen von Würzburg, Bamberg und Köln ist an Hilflosigkeit kaum noch zu überbieten. Menschen am Kölner Dom das Licht auszuknipsen, provoziert geradezu die Frage, „Kardinal Woelki, geht es noch dümmer?“ Ja, es geht, während der Kundgebung der KÖGIDA könnten aus Protest alle Glocken von Köln läuten, damit man bei diesem Lärm keine „Hetzrede“ der Veranstalter mehr verstehen kann. Das wäre zwar eine Straftat, möglicherweise sogar eine Körperverletzung, die aber von der Politik, den Medien und auch der Justiz als heldenhaften Widerstand gegen das Böse schlechthin gewertet würde. Liebe Kirchenführer von Köln, wir liefern Euch hier das Beispiel aus Bayern, dem schönen Regensburg. 

Zu dem Thema PEGIDA fanden wir heute diesen interessanten Beitrag, der beschreibt, warum alle wie aufgescheuchte Hühner reagieren (klicken Sie an):

Warum das Medientheater um Pegida das eigentliche Problem ist

2 responses to this post.

  1. Posted by Uranus on 4. Januar 2015 at 15:40

    Als im Jahr 1951 der Film „Die Sünderin“ mit Hildegard Knef in der Hauptrolle in die deutschen Kinos kam, führte das besonders von der Katholischen Kirche veranstaltete moralinsaure Protestgeschrei dazu, daß genau deswegen der Film ein außergewöhnlicher Kassenschlager wurde. Die Leute strömten in Scharen in die Kinos, machten also genau das, was die katholischen Schreihälse mit ihrem Geschrei doch gerade verhindern wollten. Natürlich gab es auch „Gegendemonstrationen“, also Kundgebungen, auf denen Moralisten dazu aufriefen, diesen Film zu boykottieren. Welch eine Parallele zur heutigen Zeit.

    Nun, die Katholische Kirche hat offensichtlich nichts daraus gelernt. Alle anderen Kirchen auch nicht. Die Politikdarsteller auch nicht. Die Medienhuren auch nicht. Das Geschrei um PEGIDA könnte genau zu dem führen, was damit doch gerade verhindert werden soll. Nämlich daß Leute, die sich bisher gar nicht darum gekümmert haben, was PEGIDA eigentlich ist, damit anfangen etwas genauer hinzuschauen, um dann womöglich festzustellen, daß die Hasstiraden und menschenverachtenden Sprachauswürfe gar nicht von PEGIDA ausgehen, sondern nahezu ausschließlich von Kirchenvertretern, Politikdarstellern und Medienhuren abgelassen werden, also von Menschen, denen man bisher mehr oder weniger vertraut haben mag. Das schöne daran ist, daß dieser massive Vertrauensverlust auch dann bleiben wird, wenn PEGIDA sich früher oder später ausgelaufen haben sollte. Und genau das, um zu bekunden, daß auch ich das Vertrauen in die Politik, in Parteien und Kirchen schon lange verloren habe, wäre für mich der Hauptgrund, an einem solchen Abendspaziergang in Dresden oder anderswo einmal teilzunehmen.

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  2. Posted by Arkturus on 4. Januar 2015 at 13:45

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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