CSU setzt griechischen Wein auf die Sanktionsliste


So geht das mit den Griechen nicht mehr weiter, meint die niederbayerische CSU, statt der deutschen Regierung dankbar zu sein, daß sie Griechenland in die Eurozone aufgenommen hat und dabei die griechischen Buchhaltertricks großzügig übersah, wählen sie jetzt eine links-rechts-populistische Regierung, die nicht mehr so will, wie es ihr Merkel, Seehofer und Schäuble vorschreiben. So eine Frechheit kann man nur mit harten Sanktionen kontern, stellen die niederbayerischen Funktionäre der CSU fest. Der Griechenurlaub für Bayern wird gestrichen und der griechische Wein kommt in allen bayerischen Wirtshäusern ebenfalls auf die Sanktionsliste. Die Griechen sollen endlich begreifen, daß wir Bayern die Lederhosen anhaben, Basta! Auf dem Aschermittwoch in Passau wird der Horst schon den Griechen heimleuchten und ihnen deutlich machen, wo der Barthel den Most herholt! Wetten das? Und übrigens unser Bundespräsident ist auch in Dresden sehr bemüht den deutschen Schuldkomplex zu pflegen und da ist es doch nicht verwunderlich, daß auch die Griechen etwas davon profitieren wollen. Möglicherweise denken sie auch noch über die Option nach, die jetzt die Kosovaren nutzen. Unser Satiriker in der Redaktion für unsere Seite sagt, alles ist im Fluß, denn alles hängt auch irgendwie zusammen, wie es diese Fotocollage aus verschiedenen Berichten des Straubinger Tagblatts zeigt.

KeinUrlaubinGriechenlandCSU102015

 

Pressecollage aus Dingolfinger Anzeiger. Leider etwas schief, aber der Realsatire und Thema entsprechend. Bei zweimal auf das Bild klicken, man kann es auch drehen, reicht es, was man da liest!

One response to this post.

  1. Posted by Uranus on 18. Februar 2015 at 22:53

    Derartige Forderungen wie ein Boykottieren von einigen ohnehin nicht sehr starken griechischen Wirtschaftszweigen zeigen nur, daß diejenigen, die einen solchen Unsinn fordern, nicht in der Lage sind, in grundsätzlichen Mustern und Zusammenhängen zu denken. Wer Griechenland, genauer gesagt den Griechen, wirklich helfen will, sollte gerade deshalb, um zu helfen, griechischen Wein trinken, griechische Oliven verspeisen und besonders oft nach Griechenland in den Urlaub fahren. Das würde „den Griechen“ auf jeden Fall eher helfen als die Hilfsgelder der Troika, die überhaupt keinen positiven Effekt auf die griechische Wirtschaft haben können, da sie zum weitaus größten Teil direkt an die französischen Gläubigerbanken überwiesen werden. Einen geringen Anteil von etwa 12% der Hilfsgelder erhält der griechische Staat. Beim griechischen Volk landet nicht ein einziger Cent.

    Wer aber jetzt und in nächster Zeit griechischen Wein trinkt, griechische Oliven verspeist und nach Griechenland in den Urlaub fährt, hilft damit wenigstens ein kleines bißchen, aber ganz direkt den griechischen Winzern, den griechischen Olivenbauern und dem griechischen Gastronomiegewerbe dabei, nicht völlig unterzugehen.

    Natürlich hat die griechische Regierung seinerzeit die Bilanzen manipuliert, um in die EU und in die Eurozone aufgenommen zu werden. Die Verantwortlichen in der EU, die für die Prüfung der Bücher zuständig waren, haben aber auch wider besseres Wissen und ganz absichtlich nichts beanstandet und alles für in Ordnung erklärt. Dies nun in der jetzigen extrem angespannten Lage den Griechen vorzuwerfen und ihnen eine völlig überzogene und völlig unangemessene Sparpolitik aufzuzwingen, ist absolut kontraproduktiv. Die derzeitige aufgezwungene extreme Sparpolitik kann keine Lösung der Probleme sein, sondern die derzeitigen Probleme werden genau dadurch noch verschärft. Merkel und Schäuble versuchen, die griechische Kuh zum Geben von mehr Milch zu motivieren, indem sie der Kuh das Euter abschneiden wollen. Die niederbayrische CSU will die griechische Kuh durch ihre bekloppten Boykottforderungen noch zusätzlich erdrosseln. Das kann nicht funktionieren. Im Gegenteil, durch das unnachgiebige Aufrechterhalten des knallharten Brüsseler Spardiktats wird die Sprengung des gesamten, inzwischen ziemlich wackelig gewordenen Konstrukts der Europäischen Union riskiert.

    Der Fall Griechenland wird sich noch als harter Prüfstein für die wahre Stabilität der gesamten Europäischen Union erweisen.

    Liken

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: