Aufforderung an die Staatsregierung, den Schutz der Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu gewährleisten


Leben und leben lassen, das war mal die gelassene Einstellung gestandener Niederbayern. Es war egal wer sich im Wirtshaus versammelte, man sagte sich auch immer wieder deftig seine Meinung, bayerische Streitkultur nannte man das. Niemand kam aber auf der Idee, den Wirt dafür zu schelten, daß er seine Räumlichkeiten zu Verfügung stellte, ihn aber auch noch zu bedrohen, zu erpressen oder die Existenz zu entziehen. Scheinbar ist diese demokratische Streitkultur unter den heutigen Verhältnissen total auf den Hund gekommen. Aus allen Löchern kriechen selbsternannte Wächter der Moral, die sich anmaßen zu diffamieren, denunzieren und diskreditieren. Es ist nicht nur die hinterhältige Antifa, es sind immer dabei auch Funktionäre und Mandatsträger der großen Parteien, ein Schreiberling der örtlichen Zeitung, auch die örtlichen Pfarrer und andere Moralapostel. Was ist los in unserem schönen Niederbayern, wo bleibt der Aufstand der Anständigen, der Einsatz für Versammlungs- und Meinungsfreiheit? Ist es nicht eine Aufgabe mit höchster Priorität der Bayerischen Staatsregierung, sicher zu stellen, daß die Demokratie nicht unter die Räder gerät? Es kann doch im Jahr 2016 nicht sein, daß einige Scheinheilige ein Starkbierfest einer neuen Partei verhindern, egal wie man zu der steht. Als wir dazu diesen grundsätzlichen Beitrag bereits 2013 hier einstellten, gab es diese AfD noch nicht, aber wir befürchteten bereits diese Entwicklung und sagten sie in ihrer Konsequenz voraus.
Ferdi zu dieser Fundsache auf Facebook: „Mit undemokratischen Mitteln auseinanderzusetzen, scheint die Devise zu sein, wenn die Argumente ausgehen.“
Das Starkbierfest ist abgesagt. Die AfD war nach Druck auf den Wirt ihr Quartier los. Der Fall hat eine Debatte ausgelöst.
VON MITTELBAYERISCHE.DE
Werbeanzeigen

4 responses to this post.

  1. Posted by gunstickuncle on 23. März 2016 at 17:47

    Hier noch ein Beitrag in dem deutlich wird, wie sehr die, oben so gerühmte, bayrische Streitkultur leidet.
    http://www.pi-news.net/2016/03/uni-straubing-boykott-wegen-grenzzaun-halbe/

    Antworten

  2. Selbst während der bösen 12 Jahre, gab es Wirtshäuser in den sich die roten oder schwarzen Brüder trafen.

    Antworten

  3. Posted by gunstickuncle on 22. März 2016 at 18:45

    Und ich dachte, die Zeiten, in denen bestimmten Leuten, deren politische Meinung mißliebig ist, gedroht wurde, wären längst vorbei. Auch mein Opa, Gott sei seiner Seele gnädig, mußte sein damaliges Politikverständnis korrigieren, da er zu einem Zwangsbesuch nach Dachau genötigt wurde. Auch das Einkaufsverhalten ganzer Bevölkerungsschichten wurde damals vorgeschrieben.
    Im Gegenteil, seit ganz Deutschland, oder wenigstens die großen Förderer und Verdiener an der Invasionskrise, am Werke sind, hat sich in unseren Landen ein Bruderkrieg entwickelt, daß es mir nur so graut vor deren Folgen.
    Pfui Teufel vor solchen Mitmenschen!

    Antworten

    • In den Anfangsjahren der BRD wurden gleich 2 Parteien verboten, auch danach waren politisch missliebige Meinungen nicht immer gefahrlos zu äußern. Stichwort: Berufsverbot, Unvereinbarkeitsbeschlüsse etc.
      In der Demokratie also nichts Neues.

      Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s