Landau/Isar: AfD Veranstaltung war Unterricht in Demokratie


Gestern fand in der Stadthalle unserer niederbayerischen Bergstadt Landau eine Veranstaltung mit der Parteivorsitzenden der AfD, Frau Dr. Petry, statt. Diesmal ließ sich die AfD nicht verhindern, denn öffentliche Einrichtungen stehen allen Parteien zur Verfügung. Ansonsten werden auch in Niederbayern Wirte unter Druck gesetzt, nicht genehmen Meinungen keine Versammlungsräume zur Verfügung zu stellen. Über die eingeschränkte Versammlungs- und Meinungsfreiheit im CSU regierten Freistaat haben wir bereits mehrfach an dieser Stelle berichtet. Die Devise leben und Leben lassen, die man den liberalen Bayern nachsagt, das war gestern. Auch in Landau hätten Reaktionäre unter blutroten Fahnen gern versucht, die AfD zu verhindern. SPD, Jusos, Linke, DGB und Grüne aber haben nur einen kleinen, verlorenen Haufen zusammenbekommen.

GegenDemoAfD1452016

Ganz anders war die Stimmung in der Halle. 422 Teilnehmer wurden lt. Veranstalter gezählt. Frau Petry demonstriert gleich zu Beginn ihrer Rede wie sie Demokratie praktiziert. Sie verlas vom politischen Gegnern verteilte Pamphlete gegen die AfD. Weil sie vermutete, daß die auch im Saal sitzen, stellte sie denen ein Mikrofon zur Verfügung, damit sie ihre Positionen vortragen können. Und tatsächlich marschierte eine Gruppe Schüler, nach eigenen Angaben Abiturklasse des hiesigen Gymnasiums, nach vorn und ergriffen das Mikrofon. Ahnungslosigkeit und Unwissenheit ging meist im Gelächter unter. Petrys Toleranz und Geduld überraschte sehr. Danach sprach die Parteivorsitzende der AfD zwei Stunden frei zu politische Sachthemen, wie Freihandelsabkommen TTIP, bargeldloser Verkehr oder Familienpolitik, ohne Manuskript und Rednerpult, nur mit dem tragbaren Mikrofon in der Hand, zu den Zuhörern.

AfDinLandau1452016

Wir, der parteiunabhängige niederbayerische Gesprächskreis „Runder Tisch DGF“, meint dazu, so muß Demokratie gehen. Im Vergleich zu anderen Parteiveranstaltungen, die unser Gesprächskreis besuchte, setzt die AfD einen ganz neuen Parteistil.

Bilder kann man durch mehrmals anklicken auch vergrößern!

7 responses to this post.

  1. Noch etwas zum Gelächter im Saal, ich habe mir den Vortrag von Beginn an angeschaut. Ich habe ihn auf meiner Seite veröffentlicht: https://deutscheseck.wordpress.com/2016/05/25/frauke-petry-in-landau-langversion-veranstaltung-mit-diskussion-afd-bayern-tv/

    Das Gelächter und Geschrei gegen die Handvoll Schüler war kontraproduktiv und erinnert mich an meine Sturm- und Drangzeit. Mich hätte dies nur noch mehr angestachelt, es denen zu zeigen. Diesen Typus Mensch, der aus der Menge heraus grölt und sich über andere lustig macht, und dabei evtl. selbst nicht in der Lage ist vor einer größeren Menge seine Meinung frei zu vertreten, schon gar nicht innerhalb einer derartigen Menge von Gegnern.
    Dies wäre eine Gelegenheit gewesen Großherzigkeit zu zeigen und die von anderen eingeforderte Anerkennung der eigenen Meinung denen zu zeigen, die anderer Meinung sind. Zumindest der erste Sprecher und die „Chemie“-Abiturientin waren durchaus höflich und wären evtl. bei entsprechendem Verhalten vielleicht auch zum Dableiben und Zuhören zu veranlassen gewesen.
    Aber es ist immer dasselbe, Gegröle hier und Gegröle dort. Der Massengeist marschiert und ich möchte mit dem einen so wenig zu tun haben, wie mit dem anderen.

    Das Auftreten der Schüler erinnerte mich ein bisschen an meine Jugend, als ich im Hofbräukeller gegen damalige und damals zukünftige CSU-Größen und andernorts gegen SPD und Freie Wähler antrat.
    Auch wir waren nur eine Handvoll, links eingestellt, Jugend opponiert (ausgenommen jene, die immer und überall mit- und nachlaufen), das muss man einfach auch mal hinnehmen und damit umgehen können. Es ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber ich erinnere mich immer noch an meine Jugend und Ungestümtheit, bin also in diesen Punkten etwas verständnissvoller.
    Das Verhalten der Lacher und Schreier im Landauer Saal, erinnerte mich ebenfalls an diese Vorgänge. Damit hätten mich, an der Stelle der Abiturienten, die ach so wohlmeinenden Alles- und Besserwisser nur noch mehr in die Opposition gedrängt und ich hätte und habe mich nicht gescheut, gegen eine Überzahl dieser Massenmenschen anzutreten.
    Im Einzelgespräch hätte die „Chemie“-Abiturientin sicherlich einem Großteil der Lacher einiges entgegenzusetzen gehabt, vielleicht auch Falsches, aber im Sinne der wissenschaftlichen Herangehensweise, dem Aufstellen und Beweisen von Thesen, hätten die auf der anderen Seite nichts entgegenzusetzen gehabt. Die glauben auch nur, was andere vorsagen und besser in ihr Weltbild passt. Über diese kleine Nebensächlichkeit sollte man auch mal nachdenken. Die einen glauben dies, die anderen das. Wissen tut keiner was, aber jeder möchte seines durch- oder umsetzen. Eine Tragik.

    Unsere Schüler und Jugendlichen verallgemeinernd als Blözi-Nachzucht zu bezeichnen, wie es die AfD-Wählerin macht, ist in meinen Augen falsch und dient keinesfalls dazu diese und die Jugend überhaupt für sich zu gewinnen.
    Will man das überhaupt? Oder sitzt man gerne auf dem hohen Ross und beschimpft die vermeintlich Blöden und Ungebildeten. Die man nur deshalb für solche hält, da sie eine andere Meinung vertreten, manche Dinge anders bewerten und andere Prioritäten setzen. Dies ist ein Kennzeichen vieler Kommentare auf tendenziösen Seiten.

    Vor allem Jugendlichen gegenüber sollte man in diesen Dingen sehr verstehend, großzügig, nachsichtig und damit großherzig sein. Es gibt andere, die tun es (wenn auch meist berechnend und manipulierend) und es ist sicherlich nicht in unserem Interesse, Teile unserer Jugend an diese Leute zu verlieren.
    Natürlich gibt es auch ein paar radikal verhetzte Burschen, bei denen ist vielleicht Hopfen und Malz verloren, im Fall der Landauer zeigte sich einer so.
    Aber soll man sich mit und bei denen aufhalten, die zählen doch auch nicht, außer man gibt ihnen Gewicht.
    Die Mehrheit der auf der Veranstaltung aufgetretenen Schüler war meiner Meinung nach durchaus anständig und dürfen nicht mit Beschimpfung, Hohn und Gelächter überschüttet werden.
    Schaut man sich die Teilnehmer der Veranstaltung an, meist grauhaarige, ältere Männer und Frauen, sollte nicht so leichtsinnig mit der Jugend umgegangen werden, für die man ja angeblich alles macht und für deren gute Zukunft man eintritt.
    Menschen werden nicht überzeugt, sie werden mit dem Herzen gewonnen oder verloren.

    Über den Inhalt des Vortrags von Petry gäbe es auch noch einiges zu sagen, das aber lasse ich für heute. Nur soviel, die AfD ist eine staatsgläubige Partei, wie auch die anderen Parteien. Beispiel: Kinderbetreuung. Wahlfreiheit,gut und schön.
    Aber auf wessen Kosten soll gewählt werden dürfen?, auf Kosten der Allgemeinheit, sprich des Steuerzahlers. Versorgungsstaat nennt man das und damit sitzen die Politeliten am längeren Hebel und verteilen die Mittel jeweils an ihre Klientel oder die jeweils gerade am lautesten schreiende Gruppe.
    Dieses und ähnliche Punkte habe ich aber auf meiner Seite schon des öfteren und von Beginn an (Wahlalternative 2013) kritisiert und mit Betreibern des Runden Tisches DGF diskutiert.

    Antworten

  2. Posted by AFD-Wählerin on 16. Mai 2016 at 18:27

    Es war durchaus interessant, die Landauer „Hochintelligenz“ (Lehrerschaft, SPD, Linke, Grüne, Gewerkschaften) und die künftige Landauer „Elite“ (Schüler und Abiturienten) zu erdulden. Die Lehrer werden sehr zufrieden sein mit ihrer rot-grünen Blözi-Nachzucht, die alles nachplappert, was ihnen vorgekaut worden ist. Alle wichtigen Grundängste hat man ihnen eingeimpft: Die vor dem bösen Atom, dem Erschwitzen in der CO2-Klimahölle, vor den ganz bösen Nazis.
    „Die Islamisten gehören zu Deutschland“, für derartige Erkenntnisse gibt es heutzutage offenbar ein Abitur mit dem Notendurchschnitt 1,0.
    Schade, dass ein Großteil der Jugend derart verdummt worden ist und sich gleichzeitig für die künftige Elite hält. Dumm-dreist, frech, respektlos und arrogant ist die künftige rot-grüne „Elite“, ein Abziehbild der 68-iger, die sie erzogen haben, einfach nur grauenhaft.
    Ungeachtet dessen wurden sehr gute Reden gehalten. Stephan Protschka hat Talent und wird immer besser, die wackere Dr. Frauke Petry ist beeindruckend.

    Antworten

    • Posted by Maria S. on 17. Mai 2016 at 9:09

      100% Zustimmung zu Ihrem Kommentar.
      Ich habe selbst an dieser Veranstaltung teilgenommen und war begeistert, besonders von Frau Dr. Petry.
      Es ist erschreckend, wie unsere Jugend von Politik und Medien manipuliert wird. Aufgrund ihrer fehlenden Erfahrungen fallen sie auf deren Lügenmärchen herein.
      Ich hoffe, dass die AfD große Erfolge einfährt und Vernunft und Demokratie in unser Land zurückkehren.

      Antworten

    • Von der Handvoll auf einen Großteil zu schließen, ist ein bisschen gewagt und voreilig. Ein Großteil der Jugend war anscheinend nicht bereit gegen die AfD-Veranstaltung zu demonstrieren oder die Thesen der Gegner vorzutragen oder zu unterstützen.

      Antworten

  3. Posted by floydmasika on 16. Mai 2016 at 0:06

    Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:

    Schon bei uns in München hatten wir gemerkt, dass mit der AfD nach Jahrzehnten zunehmender Asphyxie endlich wieder Sauerstoff in das Gemeinwesen zurückkehrt.

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s