Niederbayern: Monopolzeitungen instrumentalisieren die Hochwasserschäden für politische Zwecke


So schlimm auch der Einzelne betroffen ist, aber bei Katastrophen, wie jetzt bei diesem Hochwasser in unserem Nachbarkreis Rottal, da solidarisieren sich die Niederbayern, die Freiwilligen Feuerwehren, THW, Vereine und Nachbarn fahren hin und packen an. Große Worte werden da nicht gemacht, die Hilfe ist eine Selbstverständlichkeit. Aber unsere beiden Monopolzeitungen in Niederbayern, PNP und Straubinger Tagblatt, instrumentalisieren diese Katastrophe in Simbach am Inn, um mit einer Schlagzeile aufzumachen, „die Asylanten dort greifen zur Schaufel, sie wollen damit den Simbachern etwas zurückgeben!“ Was denn? Das sind vielleicht einfach anständige Kerle, wie der Feuerwehrmann Zitzelperger aus Eggenfelden, der zur Schaufel greift. Und wenn man genau hinschaut, dann ist der große Artikel auf der überregionalen Niederbayernseite dieser Zeitungen gar nicht aus der Feder der Ortsredakteure, sondern eine wohl bedachte dpa-Geschichte, nach dem Motto, „wenn wir die schlammschaufelnden Syrer nicht hätten?“ Das eindrucksvolle Bild durfte nicht fehlen.

Die Geschichte im Straubinger Tagblatt: Not kennt keine Grenzen!

Dazu passt noch die Schlagzeile: „Froh, daß ich neben Asylbewerbern lebe“. Im Bericht schildert eine junge Frau, daß ihre Nachbarn, Asylanten, sie, ihr Baby und ihre Hunde aus den Fluten gerettet hätten. Diese gute Tat postete sie dann flugs in die Welt, um an die AfD und Gauland eine Botschaft zu richten, Joreme Boateng hätte als Nachbar auch angegepackt und geholfen. Ihre Internetbotschaft an die Welt: „Liebe AfD – Ja, es gibt den Klimawandel und ja, ich bin sehr froh, daß ich neben Asylberbern lebe.“ Geht es noch billiger?

Die Geschichte in der Passauer Neuen Presse: Wir geben etwas zurück!

Was die Heimatzeitungen mit solchen Artikeln gegen eine Partei, die mit ihren Mitgliedern und Wählern selbst betroffen ist, erreichen will, das ist uns schleierhaft. Will sie aus dem Schlamm in Triftern, Tann und Simbach eine politische Schlammschlacht entfachen? Will sie Hass provozieren, wie er schon in der Leserkommentarspalte  der PNP sichtbar wird? Reißt euch zusammen, das Unglück der Menschen in den betroffenen Orten taugt nicht zur politischen Hetze.

 

3 responses to this post.

  1. Posted by AFD-Wählerin on 5. Juni 2016 at 9:45

    Die Medien sind mächtig. Keine Geschmacklosigkeit, keine Hinterhältigkeit ist ihnen zu niederträchtig, wenn es darum geht, die Konsumenten in die gewünschte Richtung zu lenken.
    Ob ein paar Syrer mit Schaufel (da vergisst man die zehn verhinderten Sprengstoffgürtel-IS-Syrer von Düsseldorf doch gleich wieder), Kinder mit „Boateng, sei mein Nachbar“-Plakaten, Flutopfer, die sich über hilfsbereite Asyl-Nachbarn freuen – nichts ist zu platt und billig. Und es zeigt Wirkung. Der Focus freut sich sehr: „Wähler strafen AfD nach Boateng-Eklat ab“.
    Der von der FAZ sehr geschickt inszenierte „Boateng-Eklat“ war der Auftakt und Aufruf zur AfD-Hetze und alle machen bereitwillig mit. Die von der Bundesregierung unter eklatanter Missachtung der geltenden Gesetze bewusst geförderte illegale Masseneinwanderung zu Lasten der Einheimischen ist hingegen keine Meldung wert.

    Liken

    Antworten

  2. Hmmm Asylbewerber…ok und wo sind die AUsländer?Habe keinen Türken im TV gesehen…

    Liken

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: