„Wirtschaftswissenschaftler“: Die Welt geht unter, wenn die AfD in den Bundestag gewählt wird!


Meinungsäußerung auf Twitter. Es ist ja noch eine Woche Zeit für Katastrophen-Meldungen.
Und morgen dann in der Welt: „Meteorologen warnen vor Unwetter, wenn AfD in den Bundestag einzieht.“

4 responses to this post.

  1. Posted by Maria S. on 16. September 2017 at 20:15

    Die Welt sollte ja schon beim Brexit untergehen und steht immer noch.

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  2. Posted by Uranus on 16. September 2017 at 0:20

    Die Warnung vor einem Wirtschaftsdesaster ist zwar berechtigt, das hat aber nichts mit der AfD zu tun. Das Desaster wird auf jeden Fall kommen, es ist nur noch nicht klar, in welcher Form und in welcher Stärke.

    Die Zentralbanken der Welt, allen voran die FED und dann die EZB, haben dieses Dilemma selbst verursacht. Der Punkt, an dem es noch möglich gewesen wäre, das kommende Desaster abzuwenden, ist bereits weit überschritten worden. Dieser Punkt war zu einer Zeit, als es die AfD noch gar nicht gab. Der richtige Zeitpunkt wäre direkt nach der Finanzkrise 2007/8 gewesen. Während dieser Zeit wurde aber exakt das Gegenteil dessen gemacht, was eigentlich notwendig (im wahrsten Sinne des Wortes) gewesen wäre. Auch in diesem Fall darf getrost Absicht unterstellt werden. Worin besteht denn nun das Dilemma?

    Es ist eine klassische Zwickmühle. Die Zentralbanken haben die Macht, Geld aus dem Nichts zu schöpfen, heute üblicherweise per Mausklick, weniger per Notenpresse. Das haben sie in den letzten zehn Jahren auch überreichlich getan, alle Grundsätze eines verantwortlichen Handelns mißachtend. Das frisch „gedruckte“ Geld wanderte aber weniger in die Realwirtschaft, als vielmehr in die Finanzmärkte. Dort wurde es überwiegend genutzt, um für einen normalen Menschen unvorstellbar gigantische Spekulationsblasen aufzupumpen. Sowohl Konzerne als auch mittelständische Unternehmen hingegen nahmen das „billige“ Geld, weil besonders zinsgünstig, um die Aufnahme von Krediten und damit ihre Verschuldung in derart astronomische Höhen zu jagen, die jedem ordentlichen Kaufmann den Schweiß auf die Stirne treiben würde.

    Das Desaster kann zwei mögliche Formen annehmen: Entweder es kommt zum Platzen der Spekulationsblasen oder zum Zusammenbruch der Schuldenberge, die vielfach mittels fauler Kredite aufgetürmt worden sind. Aus diesem Dilemma gibt es inzwischen keinen Ausweg mehr. Würde versucht werden, die Spekulationsblasen zu verkleinern, bevor sie platzen, müßte das Schöpfen von Geld aus dem Nichts sofort erheblich eingeschränkt und die Zinsen deutlich angehoben werden. Um hingegen den verschuldeten Konzernen und Unternehmen die Rückzahlung ihrer Kreditlasten zu ermöglichen, müßten die Zinsen noch weiter abgesenkt und noch mehr „frisches Geld gedruckt“ werden. Wie man es auch dreht und wendet, es endet in einer Katastrophe. Werden die Zinsen erhöht und das Gelddrucken eingeschränkt oder ganz beendet, dann krachen die Schuldenberge zusammen und damit ganze Firmen, Unternehmen und Wirtschaftszweige. Werden die Zinsen dagegen noch weiter abgesenkt und die Geldmengen noch weiter erhöht, dann platzen die Spekulationsblasen mit einem Donnerschlag, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat. Als Folge davon brechen ganze Wirtschaftsysteme ebenfalls zusammen.

    Was auch immer geschehen wird, die für dieses Dilemma Verantwortlichen halten es offenbar für eine gute Idee, die Verantwortung dafür der AfD schon jetzt in die Schuhe zu schieben.

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    • Posted by Maria S. on 17. September 2017 at 9:12

      Sie haben völlig Recht, dass dieses aufgeblähte Finanzsystem über kurz oder lang zusammenbrechen muss. Es wird nur noch mit dubiosen und unlauteren Mitteln am Leben gehalten, so als wenn man einen Toten weiterhin am Tropf hängen lässt.
      Erst kürzlich sagte ein sog. Experte, dass vor dem Jahr 2021 mit keinen Zinserhöhungen zu rechnen ist. Und im Jahr 2021 wird es dann heissen, dass wir wieder noch ein wenig warten müssen. Wenn Falschmünzer Draghi die Zinsen erhöhen würde, käme es zu einem Zusammenbruch italienischer Zombiebanken.
      Und, selbstverständlich wird man dann der AfD den schwarzen Peter zuschieben.

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  3. Posted by AFD-Wählerin on 15. September 2017 at 18:27

    Wenn man den bisherigen Prognosen trauen darf, wird die große Koalition aus Union und SPD fröhlich weiter ihr Zerstörungswerk fortführen können. Der großen Koalition werden zwar die Flügel ein wenig gestutzt, aber gut 80 Prozent der Wähler wählen unverdrossen weiterhin die etablierten Parteien. Union und SPD können weiter beliebig Umvolkung betreiben und weiteren immensen Schaden anrichten. 15 Prozent für die AfD wären auf der einen Seite ein großer Erfolg, andererseits ein Armutszeugnis, weil offenbar maximal 1/5 der Wähler ganz leise Nein sagen würde, indem diese entweder die AfD bzw. wenn sie es nicht wagen, die AfD zu wählen, die FDP wählen werden. Alle Sonstigen, auch wenn sie teilweise Beachtung verdient hätten, haben von vorneherein keine Chance, es handelt sich also um verschenkte Stimmen von etwa 5 Prozent der Wähler. Aber das ist auch schon egal. Irgendwann wird die Realitätsferne bitter bestraft werden. Wir können daran leider nichts ändern…

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