Glashütte Uhren schämt sich für Sachsen, die Bürger Glashüttes und auch für die eigenen Mitarbeiter!


Glashütte Uhren schämt sich weltweit für das Wahlverhalten der Sachsen. Dieser offene Brief des Vorstandes bewegt sich auf dem Niveau der Kneipenwirte von Köln. Wie erbärmlich ist denn diese Wählerbeschimpfung der Bürger Sachsen und der gleichnamigen Stadt Glashütte. Noch eine Eselei!

 

Glashütte, 26. September 2017

Offener Brief

Liebe Kunden, liebe Freunde von NOMOS Glashütte,

1989 waren es die Sachsen, die als erste für die Demokratie auf die Straße gingen.

Bei den Bundestagswahlen 2017 jedoch wurde hier eine Partei, deren Äußerungen

oft außerhalb des demokratischen Spektrums liegen, stärkste Partei: die AfD.

Auch in Glashütte gewann sie – hier sogar mit großem Abstand zur CDU.

„Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt“, hieß es über 60 Jahre lang.

Nun scheint dies nicht mehr zu gelten.

Für uns gilt dies mehr denn je. Wir, Geschäftsführung und Mitarbeiter von

NOMOS Glashütte, distanzieren uns ausdrücklich von jeglichem rassistischen

Gedankengut.

Auch wir in Ostdeutschland haben einst von der Hilfe im wiedervereinigten

Deutschland profitiert. Dafür sind wir dankbar und leiten daraus einen Auftrag ab:

Wir werden helfen, das Terrain für Freiheit und Demokratie zurückzugewinnen.

Natürlich nur ein kleines Stückchen davon. Denn wir fertigen Uhren, wir sind nicht

in der Politik. Doch im Rahmen unserer Möglichkeiten – im Unternehmen, vor Ort in

Glashütte – werden wir auch weiterhin für Weltoffenheit, Toleranz und Pluralismus

werben. Davon schließlich leben wir auch: NOMOS Glashütte verkauft Uhren nicht

vorranging in Sachsen, sondern an Menschen, die gute Uhren lieben, weltweit.

 

Die Geschäftsführung von NOMOS Glashütte:

Roland Schwertner      Uwe Ahrendt       Judith Borowski

4 responses to this post.

  1. Posted by Uranus on 20. Oktober 2017 at 0:27

    Diese Bekundung der Firma NOMOS Glashütte ist ein weiteres Paradebeispiel für den aktuellen politischen Zeitgeist der Anbiederung und der Unterwerfung. Das Unglaubliche daran ist immer wieder der Eifer, mit dem sich die Unterwerfungswilligen dem… – ja, wem oder was eigentlich? – unaufgefordert unterwerfen wollen. Dieser Eifer ist um so verblüffender, als die Texte und sprachlichen Formulierung der Unterwerfungsbekundungen vor logischen und semantischen Widersprüchen und Fehlschlüssen nur so strotzen. So etwas tut nur jemand, der sich entweder der öffentlichen Lächerlichkeit, die solche Bekundungen bei jedem hervorrufen, der zwei und zwei zusammenzählen kann, nicht bewußt ist, oder weil er sich dessen zwar durchaus bewußt ist, aber der psychische Druck, unter dem die Unterwerfungswilligen zu stehen meinen, so hoch ist, daß sie es in Kauf nehmen, sich der Lächerlichkeit beim mehr oder weniger für dumm gehaltenen Volk preiszugeben, denn die Zielgruppe, an die die Unterwerfungsbekundung gerichtet ist, ist ja nicht das Volk, sondern eine für mächtig gehaltene, womöglich noch schwammig diffuse, nicht näher spezifizierte Obrigkeit.

    Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte werfen der AfD vor, Äußerungen außerhalb des demokratischen Spektrums getätigt zu haben. Welche Äußerungen das konkret gewesen sein sollen, das verschweigen sie geflissentlich. Das müssen sie auch, denn es gibt keine.

    Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte bemerken, daß es über 60 Jahre lang hieß: „Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt“ und bemängeln nachfolgend, daß dies nun nicht mehr gelte. Da haben sie völlig recht, die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte, denn mit ihrem offenen Brief beweisen sie ja gerade, daß sie selbst es sind, die aus der Geschichte nichts gelernt haben.

    Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte distanzieren sich ausdrücklich von jeglichem rassistischen Gedankengut. Das ist um so erstaunlicher, als die politisch korrekte Definition den Rassismus als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beschreibt. Nun sind die Mitglieder und Wähler der AfD in Sachsen eine Gruppe, die mit feindlichen Äußerungen und mit Hass in diesem offenen Brief bedacht wird. Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte distanzieren sich also ausdrücklich von jeglichem rassistischen Gedankengut, indem sie rassistischem Gedankengut in ihrem offenen Brief ausdrücklich Ausdruck verleihen.

    Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte wollen und werden dabei helfen, das Terrain für Freiheit und Demokratie zurückzugewinnen, das sie offensichtlich verloren wähnen. Wie wollen sie das tun? Indem sie einer Partei, die auf dem Wahlzettel einer demokratischen Wahl zur Auswahl stand, das Recht absprechen, Wählerstimmen aus Sachsen erhalten zu dürfen. Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte wollen also das Terrain für Freiheit und Demokratie dadurch zurückzugewinnen, indem sie das Terrain für Freiheit und Demokratie mit rassistischem und totalitärem Gedankengut verunreinigen und beschädigen.

    Die drei Geschäftsführer der NOMOS Glashütte sind ja tolle Helden der Demokratie und der Logik!

    Antworten

    • Posted by AFD-Wählerin on 21. Oktober 2017 at 11:59

      Wieder einmal eine hervorragende Analyse und zudem ein Lesegenuss, lieber Uranus.

      Ich frage mich, wann und wie diese verkorksten Gestalten von der NOMOS Glashütte original-verkorkst wurden. War das noch zu DDR-Zeiten oder haben sie seit der Wiedervereinigung ihren letzten politischen Schliff erhalten?

      Der Unterwerfungs- und Belastungseifer der politisch-korrekten Eiferer ist leider tatsächlich typisch für den aktuellen Zeitgeist. Wie sehr sich die Eiferer lächerlich machen, bemerken sie selbst überhaupt nicht. Gehirnwäsche auf Höchsttemperaturen vermindert die Denkfähigkeit offenbar sehr erheblich.

      Antworten

      • Posted by Uranus on 21. Oktober 2017 at 20:27

        Jedesmal, liebe AfD-Wählerin, wenn ich eine solche Verlautbarung betrachte, aus der die logischen Widersprüche förmlich herausplatzen, stelle ich mir die gleiche Frage wie Sie: Wieso machen die das? Eine grundsätzliche, alles umfassende Antwort konnte ich bisher noch nicht finden. Im Moment scheint mir bei einem Teil der sich selbst Widersprechenden die Gehirnwäsche, der sie bisher unterworfen waren, dermaßen gründlich gewesen zu sein, daß die ihre Selbstwidersprüche nicht einmal ansatzweise selbst bemerken. Ein anderer Teil der Widersprüchlinge könnte sich ihrer eigenen Widersprüchlichkeit zwar bewußt sein, es ist ihnen aber entweder egal, weil sie das Recht des Stärkeren auf ihrer Seite wissen, oder sie haben vor denen, die sie für mächtig halten, dermaßen Angst, daß sie es in Kauf nehmen, sich lächerlich zu machen.

        Wie auch immer, solche sich selbst widersprechenden Verlautbarungen wie die der NOMOS Glashütte sind nicht nur ein Armutszeugnis für die Verfasser der Verlautbarung, sondern sie bieten auch die Chance, daß sie denjenigen, denen sie sich damit anbiedern und unterwerfen wollen, einen Bärendienst erweisen, weil die logischen Widersprüche solcher öffentlichen Selbstentlarvungen von sehr viel mehr Menschen durchschaut werden, als die politisch korrekten Systemlinge das glauben.

  2. Posted by Maria S. on 19. Oktober 2017 at 18:03

    Die AfD-Wählerbeschimpfungen nehmen kein Ende. Wissen diese übermoralische Gutmenschen denn nicht, dass man in einer Demokratie jede Meinung zu akzeptieren hat und nicht nur jene, welche persönlich gefallen.

    Antworten

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