Straubinger Tagblatt: Kritische Leserbriefe nicht mehr erlaubt?


Gestern verwies uns unsere Kommentarschreiberin Maria S. auf diese Anzeige im Vilstalboten hin. Der Urheber, Hermann Stöckl, ist uns natürlich schon als kritischer Leserbriefschreiber aufgefallen. Wir haben auch schon seine öffentlichen Meinungsäußerungen in diese Seite eingearbeitet. Die einseitige Redaktionslinie des Straubinger Tagblatts, immerhin die Monopolzeitung mit ihren zahlreichen Lokalausgaben im westlichen Teil Niederbayerns, ist natürlich die Privatsache des Verlegers, dennoch können wir als Abonnenten, zumindest zwei, dreimal in der Woche auf einer Leserbriefseite eine Gegenposition einnehmen. Lesermeinungen sind wirkungsvoll, werden sich doch gern, oft sogar vorrangig, gelesen. Manche kaufen die Samstagausgabe nur wegen der politischen Leserbriefe. Wenn jetzt einzelne Personen gesperrt werden, nur weil sie eine Gegenposition zur Hofberichterstattung einnehmen, geht wiederum ein Stück Meinungsfreiheit auch hier in Niederbayern verloren.

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Politikredaktion

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94315 Straubing
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Email: politik@straubinger-tagblatt.de

9 responses to this post.

  1. Posted by Otto Maurer on 15. September 2018 at 11:16

    Sein Kommentar in der Ausgabe vom 15.09.2018 zu einer demokratisch gewählten Partei, disqualifiziert Herrn Prof Martin Balle! Als Verleger unserer Heimatzeitung nehmen wir zur Kenntnis: Er wirbt weiterhin für die „Selbstbedienerkaste“ und die Privilegierten dieses Landes und ihrem jahrelangen „Filz“ auf Kosten einer vermeintlich dummen Arbeiterschicht!

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  2. Posted by Hermann Stöckl on 5. Februar 2018 at 18:52

    Ich bedanke mich herzlich beim Runden Tisch Dingolfing für die Berichterstattung. Zur Aufklärung: Die Entscheidung, keine Leserbriefe mehr von mir zu veröffentlichen geht auf eine Anordnung des Herausgebers, Prof. Dr. Balle zurück.

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  3. Posted by Maria S. on 4. Februar 2018 at 9:10

    Nur mal so zur Info. Die AfD betreibt eigene Nachrichten-Web-Sites.
    https://afdkompakt.de/

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  4. Posted by Maria S. on 3. Februar 2018 at 13:22

    Ich möchte alle Leser auf den heutigen Artikel in der Tageszeitung hinweisen. Der Herausgeber des Straubinger Tagblatts, Prof. Martin Balle, titelt unter der Kolumne: Sehr geehrter Bundestagsabgeordneter Max Straubinger!
    Hier beschwert sich Balle darüber, dass die CSU die Zeitungszustellgebühr nicht senken will, obwohl die Zeitungen sowieso schon über sinkende Auflagen zu klagen haben. Der Herausgeber soll sich mal fragen, wieso immer weniger Leute seine Zeitungen kaufen. Daran ist mit Sicherheit auch seine grün-linke Gesinnung und sein ständiges Gehetze gegen die AfD und ihre Wähler schuld. Bürgerbeschimpfungen sind halt keine gute Reklame. Diese einseitige und verlogene Berichterstattung haben einfach viele Bürger satt. Bei sachlichen, wahrheitsgemässen und ausgewogenen Informationen hätten die Verlage bestimmt weniger Probleme.
    Ich bedanke mich bei Herrn Straubinger, dass er in dieser Sache richtig und konsequent gehandelt hat.
    Vielleicht kann der rundetischdgf. den gesamten Artikel hier einstellen.

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  5. Posted by Uranus on 2. Februar 2018 at 22:09

    Es ist nach wie vor erlaubt, kritische Leserbriefe an die Redaktionen des polit-medialen Komplexes einzusenden. Die Entscheidung darüber, welche kritischen Leserbriefe abgedruckt werden, liegt allerdings bei den Redaktionen. Es bestand niemals ein Rechtsanspruch auf Abdruck eines Leserbriefes. Insofern ist das Nichtabdrucken eines Leserbriefes und die Sperrung bestimmter Autoren noch kein Eingriff in die Meinungsfreiheit, weil die Redaktionen damit lediglich von ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Der Leserbriefschreiber wiederum hat mit der Einsendung seines Leserbriefes von seinem Recht auf Meinungsfreiheit uneingeschränkt Gebrauch machen können.

    Mittlerweile wäre es aber eine Überlegung wert, ob das Einsenden von Leserbriefen ausgerechnet an die Redaktionen des polit-medialen Komplexes noch zeitgemäß ist. Wahrscheinlich wurden und werden die meisten aller eingehenden Leserbriefe sowieso nicht abgedruckt. Selbst wenn ein Leserbrief einmal abgedruckt wird, ist seine Verbreitung auf das Verteilungsgebiet des jeweiligen Blattes begrenzt. Durch die stark zurückgehenden Verkaufszahlen der papiernen Blätter reduziert sich die Verbreitung zusätzlich. Zeitgemäß wäre es hingegen, den Organen des polit-medialen Komplexes Geld und Energie zu entziehen, und zwar durch Nichtbeachtung und durch Abstimmung mit dem Geldschein.

    Das Internet bietet heute wesentlich bessere Möglichkeiten, kritische Texte einem erheblich größeren Leserkreis zugänglich zu machen, als dies bei den Papiermedien möglich wäre. Diejenigen, die sich dazu entschließen, sogar ein eigenes Blog zu betreiben, haben alle Möglichkeiten, ihre Texte in eigener, freier Entscheidung jederzeit zu veröffentlichen, ohne auf die Gnade irgendwelcher Redaktionen angewiesen zu sein.

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    • Die Redaktion hat dem Leserbriefschreiber persönlich mitgeteilt, daß grundsätzlich kein Leserbrief von ihm mehr abgedruckt wird.

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      • Posted by Uranus on 3. Februar 2018 at 11:11

        Das ist genau der Punkt. Die persönliche Mitteilung der Redaktion an einen bestimmten Leserbriefschreiber, grundsätzlich keine Leserbriefe von ihm mehr abzudrucken, ist noch kein Verbot des Schreibens von Leserbriefen an sich und somit auch kein Eingriff in das Recht auf Meinungsfreiheit. Der besagte Autor darf auch weiterhin, sofern er das jetzt überhaupt noch will, seine Leserbriefe an die Redaktion einsenden, wohlwissend, daß sie nicht abgedruckt werden.

        Zudem ist es fraglich, ob eine solche Entscheidung, keine Leserbriefe eines bestimmten Autors mehr abzudrucken, alleine von der besagten Redaktion eines lokalen Blattes getroffen wurde. Es ist keinesfalls auszuschließen, daß die Redaktion diese Entscheidung aufgrund eines gewissen Druckes „von ganz oben“ treffen MUSSTE. Grundsätzlich sollten sich Redakteure doch über eine große Meinungsvielfalt freuen und die meisten tun das wahrscheinlich auch. Wenn aber dadurch gewisse von ganz oben vorgegebene Leitlinien mißachtet werden, dann kommen solche „Entscheidungen“ zustande. Dann sind die Redakteure selbst diejenigen, die sich ihre eigene redaktionelle Freiheit der Berichterstattung einschränken (müssen?).

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      • Posted by AFD-Wählerin on 3. Februar 2018 at 17:16

        Die Leserbriefe von Herrn Hermann Stöckl waren gerade bei dem älteren Teil der Leserschaft (meist keine Internetnutzer) äußerst beliebt. Dass ihm mitgeteilt wurde, dass seine Leserbriefe grundsätzlich nicht mehr gedruckt werden, ist an Impertinenz kaum zu überbieten. So wird er ausgeschaltet, jedenfalls für einen großen Teil seiner Leserschaft, die eben nicht auf das Internet zurückgreifen kann. Das hiesige Käseblatt missbraucht seine Monopolstellung und stellt missliebige Schreiber einfach kalt.
        Eine Gegenmaßnahme wäre, das Abonnement einfach mal für einige Monate ruhen zu lassen und der Redaktion einen Denkpause zu gönnen.
        Was ist aus dem Land der Dichter und Denker geworden? Ein Land der Denkverbote, der Zensur, der Denunziation all derjenigen, die nicht „auf Linie“ sind. Wirklich erbärmlich und traurig, aber inzwischen ganz normal in Merkeldeutschland.

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  6. Kritische Leserbriefe sind ganz sicher immer erlaubt, allerdings sollten sie, bei aller Kritik, sachlich formuliert sein.

    Es ist hier schließlich nicht „der Staat“, vertreten durch seine Institutionen, der das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränken würde. Im Gegenteil, dieses Recht gilt.

    Eine Zeitungsredaktion bzw. ein Verlag ist allerdings nicht verpflichtet, unaufgefordert eingesandte Texte oder sonstige Beiträge zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung ist allein eine redaktionelle oder verlegerische Entscheidung.

    Einzige Ausnahme ist die Gegendarstellung, die im Pressegesetz sehr klar geregelt ist.

    PIMUC

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