Achte darauf im welchen Umfeld Dich die Redaktion des Straubinger Tagblattes sieht


Prüfe welche Gesinnung Dein Nachbar, Arbeitskollege oder Stammtischbruder hat. Möglicherweise ist er „rechtsradikal“? Was das ist, weiß die Redaktion des Straubinger Tagblattes genau. Bewegst Du Dich in diesem Umfeld, kommst Du auf den Index. Die „Heimatzeitung“ veröffentlich keine Leserbriefe mehr von Dir. Das teilte sie auch ganz offen am 3.2.2018 mit dieser Bemerkung ihren Lesern mit. Diese Einschränkung der Meinungsfreiheit trifft wohl für „radikale“ Anhänger anderer politischer Richtungen nicht zu. Was ist mit Antifa, Linksradikalen, grünen Antideutschen, Islamisten oder fanatischen Anhängern der CSU und SPD? Für diese Seite und unseren Gesprächskreis gilt aber grundsätzlich, es gibt weder rechts oder links, persönlich jemanden in diese Ecken zu stellen, das ist schon mehr als eine freche Anmaßung. Kann es sein, daß Scheuklappen die Redaktion des Straubinger Tagblattes daran hindern, nachzudenken was richtig oder falsch ist. Nur das ist redlich und nicht das Ausgrenzen nach eigenem Ermessen.

Erst heute gefunden. Hinweis im Straubinger Tagblatt vom 3.2.2018. Das ist also der Grund, daß einige Namen nicht mehr auf der Leserbriefseite auftauchen.

10 responses to this post.

  1. Posted by Uranus on 14. Februar 2018 at 20:44

    Journalisten und Redakteure haben sich an vertraglich festgelegte Vereinbarungen und Anweisungen der jeweiligen Verleger, Eigentümer und eventuell der Herausgeber zu halten. Selbst Chefredakteure haben in der Regel nicht die Macht, die Beiträge und Artikel in „ihrer“ Zeitung so zusammenzustellen, wie es ihnen gerade paßt. Den Journalisten und Redakteuren der Springer-Presse beispielsweise wird vertraglich abgefordert, in jedem einzelnen Artikel, in dem irgendwie auf die USA und auf Israel Bezug genommen wird, USA- und Israel-freundlich zu berichten. Ausnahmen werden nicht geduldet. Wer sich dagegen widersetzt, der fliegt. Es ist also meistens nicht die mangelnde Fähigkeit, zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können, die die Redakteure veranlaßt zu entscheiden, was gedruckt wird und was nicht. Zudem gibt es kein formal objektives Meßinstrument, mit dem bestimmt werden könnte, was richtig und was falsch ist. Das zu unterscheiden liegt im Ermessen des Betrachters. Was der eine für richtig hält, hält ein anderer für falsch.

    So liegt die Entscheidung, keine Leserbriefe im Straubinger Tagblatt mehr von Personen zu veröffentlichen, die sich in einem offenkundig rechtsradikalen Umfeld bewegen, allein im Hausrecht von Verlag und Redaktion begründet und stellt deshalb keinen direkten Eingriff in das Recht auf freie Meinungsäußerung dar, weil es weder früher noch heute einen Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung von Leserbriefen gab und gibt. Sowohl früher als auch heute wurden und werden nicht alle eingehenden Leserbriefe abgedruckt, sondern nach wie vor entscheidet die Redaktion, welche Leserbriefe zum Abdruck freigegeben werden. Formal hat sich an dieser Praxis nichts geändert. Eine Auswahl der zum Abdruck freizugebenden Leserbriefe gab es zu allen Zeiten und gibt es auch heute noch. Die klare Ansage von Verlag und Redaktion des Straubinger Tagblatts, keine Leserbriefe einer bestimmten Personengruppe mehr abzudrucken, könnte auch unter der Rubrik „Offenheit und Transparenz bei der Selbstentlarvung“ verbucht werden. Verlag und Redaktion des Straubinger Tagblatts legen hier doch ganz klar ihr Verständnis von Demokratie offen und beschneiden sich in der Auswahl dessen, was veröffentlicht wird, doch auf schon tragikomische Weise selbst.

    Selbstverständlich könnte man sich nun ob dieser klaren Ansage empören. Aber das bringt nichts. Eine Abstimmung mit dem Geldschein hingegen wäre wirkungsvoller. Alles wird wirkungsvoll, wenn’s ans Geld geht. In diesem Fall heißt das, daß diejenigen, die empört sind über diese Dreistigkeit des Straubinger Tagblatts und die ein Abonnent dieser Zeitung halten, ihr Abonnement nun kündigen und diese Zeitung auch nicht mehr am Kiosk oder beim Bäcker kaufen. Diese Abstimmung mit dem Geldschein wirkt. Mit Sicherheit! Es wäre einmal interessant zu erfahren, wie viele Abonnenten und Käufer des Straubinger Tagblatts aufgrund der Empörung wegen des Leserbriefentscheids diesen Schritt bereits gegangen sind.

    Antworten

    • Diese Zeitung ist leider eine Monopolzeitung. Auf die „unpolitischen“ Ortsnachrichten ist man angewiesen, will man auch hier informiert sein.

      Gruß Redaktion rundertischdgf

      Antworten

      • Posted by Maria S. on 15. Februar 2018 at 8:28

        Ja, das ist ja das Problem, sonst hätten wir auch schon längst gekündigt. Und diese Zeitungsschmierer wissen dies genau.

    • Posted by Maria S. on 15. Februar 2018 at 8:42

      Sie schreiben, dass jede Zeitung selbst entscheiden kann, welchen Leserbrief sie freigibt. Die Mehrheit der Bürger weiß dies jedoch nicht. Ich war auch immer der Meinung, dass in einem Land wo Meinungsfreiheit herrscht, auch alle Ansichten vertreten werden müssen. Soll heißen, dass die Zeitungen dazu verpflichtet sind, das ganze Meinungsspektrum abzubilden, sofern sich an die Regeln gehalten wird, was Beleidigungen und falsche Unterstellungen anbelangt. Für mich ist dies ganz klar Bürgertäuschung. Wie soll denn sonst ein Bürger seine Meinung öffentlich kundtun, wenn nicht durch Zeitungsberichte. Auf diese Weise können gezielte Wähler-Schichten unterdrückt und mundtot gemacht werden. Dies darf in einer Demokratie nicht sein.

      Antworten

      • Posted by Uranus on 15. Februar 2018 at 12:13

        Es ist wahrscheinlich richtig, wenn Sie schreiben, daß die Zeitungen ihre Vormachtstellung bei der Verbreitung von Nachrichten zur Täuschung ihrer Leser mißbrauchen, zumindest teilweise. Dieses Thema ist aber auch in gewisser Weise paradox. Die persönliche Bewertung von Informationen und Nachrichten ist IMMER subjektiv. Sie kann NIEMALS objektiv sein, auch dann nicht, wenn der Einzelne sich noch so sehr um Objektivität bemüht. Gerade weil der Einzelne immer subjektiv bewertet und es auch kein neutrales, objektives Meßinstrument zur zweifelsfreien Unterscheidung von Wahrheit und Täuschung gibt, können die Verleger und Redakteure der Systempresse ihre Manipulationen und Täuschungen mit genau derselben Informations- und Meinungsfreiheit begründen, die die Leser der Zeitungen auch für sich in Anspruch nehmen.

        Wenn man also die Redakteure der Zeitungen auf ihre Verpflichtung hinwiese, doch bitte das ganze Meinungsspektum abzubilden und wertneutral zu berichten, so könnten die Redakteure unter Verweis auf die grundgesetzlich zugesicherte Informations- und Meinungsfreiheit mit Fug und Recht behaupten: Ja, aber genau das machen wir doch!

        Im übrigen bietet das Internet inzwischen komfortable Möglichkeiten, seine Meinungen und Ansichten auch ohne „Hilfe“ der Systempresse öffentlich zu verbreiten. Diejenigen, die diese Möglichkeit nicht nutzen wollen, aus welchen Gründen auch immer, tun dies in freier Entscheidung. Das ist zu respektieren. Für diejenigen besteht dann allerdings auch kein Grund, sich über die mangelnde „Unterstützung“ der Systempresse bei der Verbreitung der eigenen Meinung zu beklagen. Die Organe der Systempresse sind keine Dienstleistungsbetriebe, die der Einzelne zur Verbreitung seiner persönlichen Ansichten nach Belieben in Anspruch nehmen könnte.

    • Posted by Maria S. on 15. Februar 2018 at 19:18

      Sie vergessen immer die ältere Generation, welche sich hauptsächlich aus Altersgründen nicht mit dem Internet beschäftigt. Habe ja selber solche Fälle in der Familie. Aber die Tageszeitung lesen sie regelmässig. Wie kann ich diese Leute mit meinen Leserbriefen erreichen, wenn sie der Herausgeber nicht freigibt, weil sie ihm zu rechts sind. Und selbst im Internet ist es so, dass flüchtlingskritische Kommentare nur bei den wenigen patriotischen Blogs veröffentlich werden. Bei tagesschau.de kamen sie noch vor einem Jahr so gut wie nie durch. Das hat sich mittlerweile etwas gebessert. Auch bei Focus, Welt usw. lese ich öfters, dass sich User darüber beschweren, weil ihr Post gelöscht wurde. Es ist jedenfalls nicht so, dass im Internet nicht zensiert wird.

      Antworten

  2. Was soll daran schlimm sein, rechtsRADIKAL zu sein?
    „Radikal“ kommt aus dem Lateinischen („radix“) und heißt „Wurzel“ bzw. „Ursprung“. Ich zitiere aus Wikipedia zum Stichwort „Radikalismus“:

    „Als Radikalismus bezeichnet man eine politische Einstellung, die grundlegende Veränderungen an einer herrschenden Gesellschaftsordnung anstrebt. Das Adjektiv ‚radikal‘ ist vom lateinischen radix (Wurzel) abgeleitet und beschreibt das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme ‚an der Wurzel‘ anzugreifen und von dort aus möglichst umfassend, vollständig und nachhaltig zu lösen.“

    Wer also das System beibehalten will – und somit auch Merkel – ist nicht (rechts)radikal, weil er nichts Grundlegendes verändern möchte.

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s