Ruft der Spiegel zum Denunzieren auf?


Fundsache auf Twitter:

Das ehemalige „Sturmgeschütz der Demokratie“ ist zu einer bloßen Denunzianten-Postille verkommen: „Haben Sie Erfahrungen mit rechten Lehrern gemacht? Schreiben Sie uns eine E-Mail!“

 

Metternichs Zeiten kehren zurück:

2 responses to this post.

  1. Posted by Adolf Breitmeier on 29. März 2018 at 20:22

    Ein rechter Mann ist im Sprachgebrauch ein Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, also so richtig anständig, halt ein ganzer Kerl. Analog ist ein rechter Lehrer ein richtig guter Lehrer. aber mit der Analogie ist das so eine Sache. Ganz sicher will niemand wissen, ob es GUTE Lehrer gibt, sondern die Gesinnung ist wichtig, ob der Lehrer den Kindern etwas beibringen kann oder nicht. Ich habe ja das Dritte Reich noch als Schüler erlebt, aber natürlich als kleiner Bub gar nicht gemerkt, welche Gesinnung der Lehrer (es war in der ersten Klasse eine sehr, sehr stenge Lehrerin) hatte. Aber wenn nun ein guter Lehrer in Ungnade fällt (weil er vielleicht tasächlich echtes Arbeiten und Lernen verlangt, kann man ihn ganz einfach ,,abschießen“::: er ist ein Nazi, was nie und nimmer bewiesen werden muss. Manchmal ist das Leben ganz einfach 🙂

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  2. Posted by Uranus on 28. März 2018 at 19:26

    Die Überschrift zu diesem Beitrag ist als Frage formuliert. Das ist in der heutigen bunten, offenen und toleranten BRD allerdings auch dringend anzuraten. Wäre die Überschrift als Tatsachenbehauptung formuliert worden, müßten die verantwortlichen Redakteure des Runden Tisches DGF damit rechnen, sich unversehens mit einer von der SPIEGEL-Redaktion angestrengten Unterlassungsklage beschäftigen zu müssen. Begründet worden wäre die Unterlassungsklage mit der Klarstellung, daß der SPIEGEL grundsätzlich nicht zur Denunziation aufrufe, sondern wenn er überhaupt zu etwas aufrufe, dann zur Zivilcourage. Es ist nämlich ein Akt der Zivilcourage und nicht der Denunziation, wenn Eltern und ihre schulpflichtigen Kinder Lehrer anzeigen, die der AfD nahestehen oder gar dort Mitglied sind.

    Gemäß jüngerer Gerichtsurteile in der bunten BRD dürfen Journalisten der politisch korrekten Mainstream-Journaille schreiben oder senden, was immer sie wollen, es muß nicht zwingend etwas mit der Realität zu tun haben. Mainstream-Journalisten haben keine negativen Konsequenzen zu befürchten. Der eventuelle Vorwurf eines kritischen Lesers, ein Beitrag sei frei erfunden, oder eine Falschmeldung, oder ein Aufruf zur Denunziation, oder vorsätzliche Propaganda, ist vor Gericht auch dann haltlos, wenn der eigentliche Tatsachenvorwurf bewiesen werden kann. Es spielt schlicht keine Rolle, ob eine von einem Mainstream-Organ verbreitete Meldung wahr oder falsch ist. Ein kritischer Leser, der eine Falschmeldung als solche entlarvt, die Falschheit der Meldung auch beweisen kann und diesen an sich korrekten Sachverhalt z.B. in seinem eigenen Blog veröffentlicht, wird alleine mit diesem Beweis vor Gericht scheitern müssen, sofern das beschuldigte Mainstream-Organ eine Unterlassungsklage gegen den Blogbetreiber anstrengt. Ein Mainstream-Journalist wird NUR DANN gerichtlich verfolgt, wenn ihm nachgewiesen werden kann, daß er seine offensichtliche Falschmeldung VORSÄTZLICH und im Wissen, daß es sich dabei um eine Falschmeldung handelt, verbreitet hat, was in den meisten Fällen so gut wie unmöglich sein dürfte. Soviel zum politisch-korrekten Mainstream-Journalismus und zur bundesrepublikanischen Gerichtsbarkeit in der BRD des 21. Jahrhunderts.

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