#FürLebenWerben


Heute im Bundestag

Nein liebe ist keine normale „medizinische Dienstleistung“. Schwangerschaft ist keine Krankheit und Abtreibung keine Heilung sondern konkret eine Tötung. ist und soll nicht Ärzten dienen

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One response to this post.

  1. Posted by Uranus on 14. Dezember 2018 at 12:50

    Bei diesem Thema ist eines sehr auffällig: Solange ein Kind zwar gezeugt, aber noch nicht geboren ist, wird sowohl von Gegnern als auch von Befürwortern der Abtreibung um dieses ungeborene Leben ein öffentliches, seltsam anmutendes Riesengedudel veranstaltet. Es gibt Demonstrationen und Gegendemonstrationen, wobei die Emotionen der Teilnehmer auf beiden Seiten heftig überkochen. Die einen rufen: „Mein Bauch gehört mir“ und betrachten das heranwachsende Leben gar nicht als Leben. Die anderen schwingen sich auf ein hohes moralisches Podest, heben den moralisierenden Zeigefinger und betrachten jegliche Abtreibung als Mord am ungeborenen Leben. Wenn man sich die öffentlichen Auftritte sowohl der Befürworter als auch der Gegner der Abtreibung betrachtet, bekommt man den Eindruck, als gerieten die jeweiligen einander widersprechenden Gruppierungen dabei in eine wesentlich heftigere emotionale Erregung als die eigentlich betroffenen werdenden Mütter.

    Es geht mir in diesem Kommentar nicht darum, die einander widerstreitenden Gruppierungen moralisch zu bewerten. Mir fällt, was die öffentlichen Auseinandersetzungen bezüglich dieses Themas anbelangt, lediglich auf, daß die öffentlich demonstrierte heftige emotionale Erregung beider Gruppierungen schlagartig in dem Moment endet, wenn das Kind geboren ist, bzw. die Kinder geboren sind. Dann werden die Mütter sofort nach der Geburt aus dem öffentlichen Interesse herausgestoßen und ihrem weiteren Schicksal überlassen, ohne daß sich noch irgend jemand dafür interessiert, in welche familiären, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse die Kinder hineingeboren wurden. Und es gibt schwierige familiäre Verhältnisse, die aber öffentlich kaum thematisiert werden. Innerfamiliäre Gewalt ist die am häufigsten vorkommende Form der Gewalt in den westlichen, angeblich zivilisierten Gesellschaften. Diese Form der Gewalt wird aber in der Öffentlichkeit fast vollständig beschwiegen, auch und gerade von den Abtreibungsgegnern.

    Die Frage nach dem Grund für diese seltsame Diskrepanz, also die Frage, warum schwangere Frauen, die eventuell abtreiben wollten, derart heftige emotionale Erregung in der Öffentlichkeit auslösen können, solange sie schwanger sind, die heftige Erregung aber schlagartig in fast vollständiges Beschweigen umschlägt, sobald das Kind geboren ist und die Frau demnach nicht abgetrieben hat, Mutter und Kind nun aber möglicherweise in sehr schwierigen familiären Verhältnissen zusehen müssen, wie sie zurechtkommen, und zwar ohne daß einer von denjenigen, die vorher während der Schwangerschaft als eigentlich unbeteiligte Fremde heftig erregt den Mund in moralischer Bewertung weit aufgerissen haben, nun aber, wo das Kind lebt, in desinteressiertes Schweigen verfallen sind, diese Frage vermag ich nicht zu beantworten.

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