Schafkopfen: Eine fast ausgestorbene bayerische Wirtshauskultur


Bayerische Gymnasiallehrer fordern, dass Schüler mehr schafkopfen sollen

Unserem Gesprächsteilnehmer G.L. beanstandete, daß mehr und mehr die bayerische Wirtshauskultur auch in den Dörfern in Niederbayern ausstirbt. Die politische Debattenkultur am Stammtisch gibt es kaum noch. Selbst das Kartenspielen sieht man nur noch selten. Deshalb bot er für alle in Griesbach und darüber hinaus einen Schafkopf-Kurs an. Die Wirtin stellte ihr Gasthaus an ihrem Ruhetag zur Verfügung. Und tatsächlich kamen zahlreiche Interessierte zusammen. Einheimische und Zugereiste, aus Malgersdorf kam sogar eine Gruppe Frauen. Ob nachhaltig vom Kurs etwas hängen blieb, das wissen wir aber nicht.

3 responses to this post.

  1. Posted by Maria S. on 30. Dezember 2018 at 10:50

    Wir spielen schon immer zu Hause in der Familie Schafkopf und es macht mir großen Spass.

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  2. Posted by Uranus on 29. Dezember 2018 at 13:55

    Tja, das Internet steht heutzutage in Konkurrenz zu manchen Gepflogenheiten früherer Zeiten, auch in Konkurrenz zur politischen Debattenkultur am Stammtisch. Aber das ist nicht der einzige Grund für das Verschwinden bayerischer Wirtshauskultur und aller anderen regionalen kulturellen Bräuche. Ein wesentlicher Grund ist heute unter anderem die politisch gewollte und immer weiter um sich greifende Denunziationskultur, nicht nur im Wirtshaus. Mittlerweile machen sich in der ganzen BRD umfassend wieder Ängste in der Bevölkerung breit, wie es sie in deutschen Landen des vorigen Jahrhunderts schon mehrfach gegeben hatte und die bis vor wenigen Jahren noch von großen Teilen der Öffentlichkeit als überwunden geglaubt galten.

    Es sieht momentan so aus, als sollte von der Obrigkeit – wieder einmal – ein erneuter Versuch unternommen werden, unter dem Vorwand, das Paradies erschaffen zu wollen, in Wahrheit aber ein totalitäres System zu errichten. Es ist heute nicht völlig abwegig, nach Äußerung der falschen Dinge in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie zwangseingewiesen zu werden. Das gab es sogar schon in der BRD. Da überlegt sich mancher, was er öffentlich von sich gibt und ob er überhaupt noch Plätze in der Öffentlichkeit, wie es Wirtshäuser ja nun mal sind, aufsuchen will, um dort am Stammtisch politische Debatten zu führen. Metternich läßt grüßen.

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