Archive for 21. Dezember 2019

Weihnachten 1968 an der innerdeutschen Grenze bei Oebisfelde


Zwei Grenzjäger des Bundesgrenzschutzes gingen auf der westdeutschen Seite Heiligabend auf der Höhe Oebisfelde an der Grenze entlang. Einsatzzeit 8 Stunden. An der alten Allerbrücke steht ein kleines Holzhaus. Wir vermuteten in diesem Häuschen Kameraden vom Zoll, denn auch die hatten die Grenze zur DDR zu schützen. Wir wußten zwar nicht warum, denn an der hermetischen Abriegelung der DDR gab es keine Schmuggler. Mit unseren Freunden vom Zoll hatten wir deshalb immer ein wenig Mitleid. Meistens waren sie selbst in dunkeln Nächten, dort wo Fuchs und Hase sich guten Nacht sagen, ganz allein auf dem Posten. Ihr treuer Begleiter war ihr Polizeihund. Ganz vorsichtig gingen wir an das Häuschen heran, denn mit diesen geschulten Hunden wollten wir den Kontakt vermeiden. Tatsächlich fanden wir in der Hütte den Zöllner mit seinem Hund, der bei unserem Eintreten kurz knurrte. Der Zollbeamte war hoch erfreut über unseren Besuch, eine willkommene Abwechselung bis zu seiner Ablösung. Er bot uns ein Schnäpschen zum Aufwärmen an. Wir stießen an und wünschten uns gegenseitig Frohe Weihnachten. Alkohol war während der Dienstzeit strikt verboten, aber was kümmert uns das in dunkler Nacht zu Weihnachten. Heute ist ganz sicherlich kein kontrollierender Vorgesetzter unterwegs. Unsere Streife ging nordwärts in Richtung Mittellandkanal. Die Drahtzäune und Mauern rund um Oebisfelde ließ kaum ein Blick auf die Stadt zu, dennoch trafen wir auf zwei NVA Soldaten am Stadtrand, die uns von einem Hügel beobachteten. Wir riefen ihnen zu, „Frohe Weihnachten“, keine Reaktion, sie blickten abweisend nach Osten. Plötzlich drehten sich diese um, nachdem sie sich versicherten, daß sie nicht beobachtet werden, in unsere Richtung, jeder hatte einen Flachmann in der Hand und prosteten uns zu. Wir zückten auch einen aus unserem Kampfanzug und grüssten zurück. Diese Begegnung am Heiligabend werde ich nicht mehr vergessen. Es mußten 21 Jahre vergehen, bis auch die Mauer auf der Allerbrücke fiel, ich war mit meiner Frau und meinem Schwiegervater dabei. Niemand konnte uns mehr aufhalten, wir stürmten in die Kleinstadt Oebisfelde, flankiert von DDR Soldaten und Bundesgrenzschutz. Sie hatten Blumen in ihren Gewehrläufen. J.H.

Gott sei Dank haben diese Grenzsteine nur als Erinnerungsrelikte noch ihre Bedeutung!

Fachkräfte aus der Dritten Welt abzuwerben, ist Neokolonialismus!


Deutliche Worte von Michael Wolffsohn auf dem Kurznachrichtenportal Twitter.

Michael Wolffsohn @M_Wolffsohn

Wenn man Menschen aus der Dritten Welt aufnimmt, um den Fachkräftemangel oder das demografische Ungleichgewicht auszugleichen, ist das eine Form des #Neokolonialismus, denn man nimmt diesen Ländern die Leute weg, die dort dringend gebraucht würden. … (1/2)

Richtiges Benehmen im Bundestag


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