Zuhause im Dorf


Angesichts der Meldungen, falsch oder richtig, der „Qualitätsmedien“ oder auch im Internet (in unserem Kurznachrichtenportal Vilstal finden Sie mehr als wir mit Beiträgen hier thematisieren können), braucht es einfach auch mal Abstand. Laptop zuklappen, Stille ist, und raus an die frische Luft. Jeden Tag einen Spaziergang im Dorf, ums Haus herum. Schauen, was ist in der Heimat noch in Ordnung und was nicht. Zwei ältere Damen sind jeden Tag unterwegs. Man trifft sich und redet miteinander. Gestern entdecke ich bei einem Nachbarn in der Scheibe seiner Dachgaube ein Loch mit einer Klappe davor. Der Hausbesitzer Karl erklärt mir, das ist der Aus- und Eingang für seine Katze. Hinterm Haus hat er eine kleine Leiter gebaut, über die klettert die Katze aufs Dach und von hier über die Dachgaube ins Haus und auch wieder raus. Sie ist gechipt, die Klappe öffnet sich nur für seine Katze. Was es so alles gibt, man muß nur die Augen aufhalten? Am Griesbach komme ich an einem aufgeräumten Bauernhof vorbei. Ein Schild droht Eindringlingen, hier bin ich, auch wenn man mich nicht sieht. Der Kopf eines riesigen Hundes, einer deutschen Dogge. Ich bleibe am Zaun stehen. Wie aus dem Nichts ist Bella da, steigt hoch und greift mit ihrer großen Tatze nach mir. Ich streichle ihren massigen Kopf und passe nur auf, daß sie mich nicht vollsabbert. Sie begleitet mich noch am Zaun entlang und möchte nochmals gestreichelt werden.

3 responses to this post.

  1. Posted by AfD-Wählerin on 16. Januar 2020 at 18:03

    Ein sehr schönes Foto von der prächtigen Bella und ihrem schönen Zuhause!!! Vielen Dank dafür, das tut wirklich gut in diesen sonderbaren Zeiten. Mancherorts ist unsere kleine Welt doch noch schön. Interessant auch der Bericht über die (digitale) Katzenklappe 🙂
    Solche Auszeiten brauchen wir alle und sollten sie uns gönnen. Grüße an alle und auch an Bella.

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  2. Posted by Maria S. on 15. Januar 2020 at 14:41

    Gott sei Dank ist auf dem Dorf das Leben noch einigermaßen in Ordnung.

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  3. Posted by Uranus on 15. Januar 2020 at 10:04

    Die Freiheit, das zu tun, wie im obigen Text beschrieben, gibt es ja zum Glück noch in diesem Land. Und ich bedanke mich ausdrücklich für diesen Text, weil dadurch bewußt wird, daß die eigentlichen Werte, die ein menschliches (und tierisches) Leben ausmachen, ständig in Gefahr stehen, durch Informationen aus zweiter, fünfter oder zehnter Hand überdeckt zu werden.

    Nur das ganz persönliche Lebensumfeld ist das einzige Leben aus erster Hand, und hier gibt es für jeden reichlich Möglichkeiten, Verbesserungen vorzunehmen. Wie heißt es doch: Wenn jeder vor seiner eigenen Haustüre und im eigenen Haus kehrt, ist das ganz Dorf sauber, oder so ähnlich.

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