München, noch 2021, was kommt 2022?


7 responses to this post.

  1. Posted by Demokrat on 1. Januar 2022 at 8:55

    Werter rundertischdgf, eines möchte ich um “ Irritationen “ zu vermeiden “ klarstellen „.
    Ich habe “ nicht das Geringste gegen friedliche Spaziergänger „. Auch ich bin für den Erhalt eines “ Demonstrationsrechts „, aber einem “ gewaltfreien und friedlichen Grund-recht „. Im GG steht nicht, dass man “ ungestraft “ Ordnungskräfte nach Belieben verprügeln und verletzen darf. Wenn es leider immer wieder vorkommt, dass “ radikale Chaoten “ eine sicher “ gute Gesinnung “ vieler Spaziergänger für ihre “ schändlichen Umtriebe “ ausnutzen, dann frage ich mich schon was ist da noch “ friedlich “ ?
    Das “ Demonstrationsrecht “ rechtfertigt “ nicht alle “ Mittel, ganz gleich von welcher Seite. Bewusst nehme ich an “ bestimmten “ Demos nicht teil, denn nur zu schnell passiert es, dass man unfreiwillig zwischen die Fronten gerät. Auch ich verurteile es, wenn die Polizei “ ohne “ ersichtlichen Grund “ über reagiert „. Wer lässt sich aber von kriminellen Chaoten gerne krankenhausreif schlagen.
    Man gewinnt oftmals den Eindruck, dass verletzte Polizisten als “ Erfolgsmeldung “ verbreitet werden. Aber es ist verwerflich, wenn aber bei vielen Spaziergängen Polizi-sten ( verwende keinen Genderschwachsinn ) “ bewusst “ verletzt werden.
    Unter den Militanten nennt man dies neuerdings “ Polypen verkloppen „.
    Auch Polizisten sind und bleiben Menschen mit dem selben Recht auf “ Unversehrtheit “ wie die Demonstranten und haben oftmals Familie, welche einen “ gesunden “ Mann, Vater usw. nach einem Einsatz zu Hause haben möchten.
    Haben Chaoten das Recht, Polizisten nach Lust und Laune zu verprügeln oder mit Flaschen o.ä. zu bewerfen ?
    Ich bin bewusst “ kritisch “ gegenüber den staatlichen “ Ordnungskräften „, aber nehme es nicht hin, dass man andere Menschen “ mutwillig “ verletzt.
    “ Friedliche Spaziergänger “ sollten sich “ entschieden “ von gewalttätigem Abschaum
    “ fernhalten „, denn dann gäbe man der Polizei kaum einen Grund “ einzuschreiten „, wie dies erfreulicherweise auch oftmals der Fall ist. Man sieht es geht auch ohne Gewalt.
    Deshalb ist nur zu hoffen, dass sich “ vernünftige und besonne Kräfte “ in unserem Land durchsetzen, sodass das “ Demonstrationsrecht “ nicht durch “ kriminelle Chaoten “ in den Dreck gezogen wird.

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    • Was redest Du von verletzten Polizisten? Die gibt es bei Spaziergängen nicht. Beweise, ZDF, ARD Berichte? Allenfalls kommt es zu kleinem Gerangel, wenn Polizisten die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht einhalten. Ich war Polizeivollzugsbeamter im Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei). Das erste was uns beigebracht wurde, immer die Verhältnismäßigkeit einzuhalten. J.H.

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  2. Posted by Voltaire on 31. Dezember 2021 at 9:13

    Silvester

    Mein Fenster öffnet sich um Mitternacht,
    Die Glocken dröhnen von den Türmen nieder,
    Die Berge leuchten rings in Flammenpracht,
    Und aus den dunklen Gassen hallen Lieder.
    Will mir der Lärm, will mir der blut’ge Schein
    Des nahen Völkerkriegs Erwachen deuten? –
    Noch ist die Saat nicht reif. Die Glocken läuten
    Dem neuen Jahr. – Wird es ein beßres sein?

    Ein neues Jahr, in dem mit blassem Neid
    Die Habsucht und die Niedertracht sich messen;
    Ein neues Jahr, das nach Vernichtung schreit;
    Ein neues Jahr, in dem die Welt vergessen,
    Daß sie ein Altar dem lebend’gen Licht;
    Ein neues Jahr, des dumpfe Truggewalten
    Den Adlerflug des Geistes niederhalten;
    Ein neues Jahr! – Ein beßres wird es nicht.

    Von Goldgier triefend und von Gaunerei,
    Die Weltgeschichte, einer feilen Dirne
    Vergleichbar, kränzt mit Weinlaub sich die Stirne,
    Und aus der Brust wälzt sich ihr Marktgeschrei:
    Herbei, ihr Kinder jeglicher Nation;
    An Unterhaltung ist bei mir nicht Mangel.
    Im Internationalen Tingeltangel,
    Geschminkt und frech, tanz‘ ich mir selbst zum Hohn.

    Den he’ligen Ernst der menschlichen Geschicke
    Wandl‘ ich zur Posse, daß ihr gellend lacht;
    Den Freiheitsdurst’gen brech‘ ich das Genicke,
    Damit mein Tempel nicht zusammenkracht.
    Ich bin der Friede, meine holden Blicke
    Besel’gen euch in ew’ger Liebesnacht;
    Wärmt euch an mir und schlaft bei meinem Liede
    Sanft und behaglich ein; ich bin der Friede!

    Drum segne denn auch für das künft’ge Jahr
    Gott euren süßen Schlaf. Das Todesröcheln
    Des Bruders auf der Freiheit Blutaltar
    Verhallt, wenn meine fleisch’gen Lippen lächeln.
    Nur wenn der eigne Geldsack in Gefahr,
    Dann tanz‘ ich mit den schellenlauten Knöcheln
    Sofort Alarm, damit euch eure Schergen
    Zu den geraubten neue Schätze bergen.

    Warum schuf Gott den Erdball rund, warum
    Schuf Krupp’sche Eisenwerke er in Essen,
    Als daß den Heiden wir mit Christentum
    Und Schnaps das Gold aus den Geweiden pressen.
    Ein halb Jahrtausend ist das nun schon Mode,
    Doch sehr verfeinert hat sich die Methode:
    Kauf oder stirb! Wer seines Goldes bar,
    Den plagt dann ferner auch kein Missionar.

    Ich bin der Friede, meine Schellen läuten,
    Sobald des Menschen Herz sich neu belebt,
    Und meine Füße, die den Tod bedeuten,
    Zerstampfen, was nach Licht und Freiheit strebt.
    Ich bin der Friede, und so wahr ich tanze
    Auf Gräbern in elektrisch grellem Glanze,
    Es fällt zum Opfer mir das künft’ge Jahr,
    Wie das geschiedne mir verfallen war!

    So sang die Göttin. Aber Gott sei Dank,
    Noch eh sie dirnenhaft von hinnen knixte,
    Gewahrt‘ ich, daß die üpp’ge Diva krank
    Und alt, so rot sie sich die Wangen wichste,
    Daß schon der Tod ihr selbst die Brust gehöhlt;
    Und tausend Bronchien rasselten im Chore:
    Der rote Saft sprengt dieses Leichnams Tore,
    Eh er noch einmal seine Jahre zählt.

    Dann wurden unterird’sche Stimmen laut:
    Der Mensch sei nicht zum Knecht vor goldnen Stufen,
    Es sei zum Herrscher nicht der Mensch berufen,
    Der Mensch sei nur dem Menschen angetraut.
    Ein dumpfes Zittern, wie aus Katakomben,
    Erschütterte den Boden. Alsogleich
    Ward jeden Gastes Antlitz kreidebleich:
    Bewahr‘ uns Gott vor Anarchie und Bomben!

    Ich aber denke: Eh ein Jahr vergeht,
    Vergeht die Kirchhofsruhe. Böse Zeichen
    Verkünden einen Krieg, der seinesgleichen
    Noch nicht gehabt, solang die Erde steht.
    Noch ist die Saat nicht reif, doch wird sie reifen,
    Und Habgier gegen Habgier greift zum Schwert;
    Es wird der Bruder, seines Bruders wert,
    Dem Bruder mörd’risch nach der Kehle greifen.

    Die Glocken sind verhallt, verglommen sind
    Die Feuerbrände und verstummt die Lieder;
    Die alte, ew’ge, blinde Nacht liegt wieder,
    Wie sie nur je auf Erden lag, so blind;
    Und doch hängt das Geschick an einem Haar
    Und läßt sich doch vom Klügsten nicht ergründen.
    Wie werden diese Welt wir wiederfinden,
    Wenn wir sie wiederfinden, übers Jahr?

    Frank Wedekind (1864-1918)

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  3. Posted by Demokrat on 31. Dezember 2021 at 8:26

    Eigentlich hatte ich nicht vor, zu dem leidigen Thema “ Corona “ und all den damit ver-bundenen Dingen nochmals Stellung zu nehmen. Aber ein heutiger Leserbrief in der PNP von Hr. Seider aus Tettenweis war sehr interessant und hat mich dazu bewogen. Auch er war wie ich der Meinung, dass es jedem Bürger überlassen sein muss, ob ( sie oder er ) sich impfen lässt oder nicht. Soweit so gut.
    Seiner Kritik stimme ich voll zu, dass es schon höflich ausgedrückt “ eigenartig “ ist, stets gegen das “ so schlimme “ Impfen zu wettern und sogar mit oftmals “ gewalttätig “ werdenden “ Spaziergängen “ ( s. Schweinfurt, München usw. ) seinen Unwillen Aus-druck verleihen zu müssen. Wenn aber viele dieser “ sogenannten Spaziergänger “ sich von gewaltbereiten Chaoten “ missbrauchen “ lassen, dann hört wohl jedes “ Verständ-nis “ für “ solche “ Demos auf. Gewalt durch hirnlose Chaoten ist bekanntlich das Gegenteil von “ friedlich „.
    Ist es schon zum Alltag geworden “ stets gegen “ Alles “ zu demonstrieren ohne sich zu fragen, was soll damit überhaupt “ Gutes “ erreicht werden ? Volkssport ?
    Auch stimme ich ihm zu, dass viele “ sogenannte Spaziergänger “ welche sich oftmals aus unsinnigem Trotz ohne Maske und Abstand einer Infektion aussetzen, dann aber bei möglicher Einlieferung auf eine Intensivstation genauso gut “ versorgt “ werden wollen wie “ Nichtspaziergänger „, welche sich impfen ließen und nicht hier teilgenommen haben und dennoch oftmals “ unverschuldet “ infiziert wurden.
    Wenn man selber sein “ menschenmöglichstes “ tut mit Impfung und sonstigen Maß-nahmen dann sollte man auch eine “ kostenlose “ Behandlung erfahren.
    Wer sich aber “ bewusst aus oftmals niederen ideologischen “ Gründen einer Gefahr aussetzt und “ dadurch “ infiziert wird, sollten auch Teile der Kosten im KH in Rechnung gestellt werden. Wer gegen die Mehrheit der Bevölkerung demonstriert, sollte nicht von dieser Mehrheit “ kostenlose “ Behandlung bezahlt bekommen.
    Oder noch besser stets bei Demos einen “ Beleg “ mitführen, bei einer Corona- Infektion “ nicht “ in einem Krankenhaus behandelt werden zu wollen.
    Wäre doch eine klare und sinnvolle Aussage.
    Wer “ kein Verantwortungsbewusstsein “ erkennen lässt, sollte nicht auf “ Solidarität “ pochen, welche ( sie bzw. er ) auch nicht gekannt hat.
    Zum Schluss möchte ich auch solche Leute ansprechen, welche Menschen pflegen, dies aber “ ohne “ den eigenen momentan möglichen Schutz durch Impfungen.
    Was geschieht mit den “ Pflegebedürftigen „, wenn der “ Pflegende “ gar selber schwer an Corona erkrankt und selber u.U. zum Pflegefall wird ? Was dann ?
    Schon darüber nachgedacht ? Auch dies hat mit “ Verantwortungsbewusstsein “ zu tun !

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    • In über 1100 Orten fanden friedliche Spaziergänge für Recht und Freiheit, zum Schutz des Grundgesetzes und der menschlichen Selbstbestimmung statt. Diese Spaziergänge waren im wesentlichen friedlich, es sei denn die Polizei blockierte, prügelte oder kesselte ein. Das alles im Auftrag von Söder, Herrmann, Kretschmer und Kumpanen. In München verteilten sie Strafbefehle mit 3000 Euro an die Spaziergänger. Solch ein Widerstandsbewegung ganz normaler Bürger haben die Oberen noch nicht erlebt. Lieber Demokrat, schau dir mal die Spaziergänge an. Wir haben hier einige eingestellt. Im Internet findest du noch mehr. Auch den Hass, den Politiker und Medien, gegen friedliche Menschen ausstreuen, die nur ihr Recht in Anspruch nehmen.

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  4. Posted by AfD-Wählerin on 30. Dezember 2021 at 12:18

    Das ist ja gespenstisch. Jetzt sind in Buntland schon Spaziergänge verboten, die totalitäre Fratze wird immer sichtbarer. Das hoffe ich zumindest, und ich hoffe auch, dass das Spaziergang-Verbot nach hinten los geht, und die Leute endlich in Massen auf die Straßen treibt. Ich hoffe auch, dass die Polizei sich nicht länger als Büttel des Regimes missbrauchen lässt.

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  5. Posted by Uranus on 30. Dezember 2021 at 11:59

    Den Oberen scheint die Muffe eins zu einer Million zu gehen, wenn sie zu solchen »Allgemeinverfügungen« greifen müssen. Aber gerade deshalb sind solche tragikomischen Aufführungen deutscher, und hier besonders der bayerischen Behörden, wunderbare öffentliche Präsentationen, weil die bayerische Polizei in ihrem Bemühen, Demonstationen zu verhindern, ungewollt das Demokratieverständnis der bayerischen Staatsgewalt in deutlicher Klarheit demonstriert. Die hier beteiligten bayerischen Polizisten machen also selbst gerade das Gegenteil dessen, was sie ihren Mitbürgern ohne Uniform verwehren wollen: sie demonstrieren selber ihre Demokratiefeindlichkeit mit Lautsprecherdurchsagen, Blaulicht und technischem Gerät. Köstlich!!

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